Taubenschlag-Foren

Dies ist das Forum vom Taubenschlag
Aktuelle Zeit: Mo, 16.7.18 19:07

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 60 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Arbeitsassistenz für Spätertaubte
BeitragVerfasst: So, 6.4.03 21:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
Im Cafe Taubenblau wird gerade über Arbeitsassistenz für Gehörlose diskutiert. Dabei schrieb jemand: "Schwieriger finde ich es für Spätertaubte zu dolmetschen, die wenig Gebärdenkenntnisse haben." Tja, wat lernt uns dat? Als Spätertaubter ist man mal wieder Neese. Immerhin umfaßt das ja zum Teil Leute, die vielleicht schon mitten im Leben stehen und einen Beruf ausüben, wohlmöglich Spezialisten auf ihrem Gebiet sind! Und dann? Welche Möglichkeiten gibt es für Spätertaubte, trotzdem noch den angestammten Beruf soweit als möglich auszuüben? Wer hat Erfahrungen?

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 6.4.03 21:50 
Offline

Registriert: Mo, 11.6.01 1:00
Beiträge: 1135
Pnin, da ich der "jemand" :-) war, kurz dazu. Wie sieht es denn mit einem Schreibdolmetscher aus? Das wäre als AA doch machbar!? Es wird auch davon immer mehr geben in Zukunft...

Gruß Karin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 6.4.03 22:00 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
@Karin Ich hoffe schwer, dass sich da bald was bzw. mehr tun wird, denn eine meiner grössten Sorgen im Rahmen meiner langjährigen Ertaubung war der Verlust meines Arbeitsplatzes... An meinem Beispiel sieht man auch, wie schwer sich manche Spätertaubte mit Ihrer Behinderung tun. Ich habe jahrelang gebraucht, bis ich mich überhaupt zu meiner Behinderung bekannt habe, auch am Arbeitsplatz...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 10:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Karin: Schreibdolmetscher wäre sicherlich eine Möglichkeit, mir geht es aber zunächst primär um den Austausch von Tips und Tricks, Informationen und Erfahrungen. Entsprechende Hilfen für einen lang angekündigten Vortrag zu besorgen ist ja vielleicht noch möglich. Wie aber werden kurzfristig anberaumte Gespräche gemanagt?

@Mike34: Was erhoffst Du dir, was geschehen solle? Hast Du da schon konkrete Konzepte, Ideen? Die Erfahrungen die Du schilderst in Bezug auf das Problem wie man mit seiner Behinderung umgeht finde ich interessant. Wie konnteset Du es "verbergen", denn immerhin ist es auffällig, wenn man auf die Frage: "Wie ist das Wetter?" antwortet: "Mein Kanarienvogel hat Masern!" ;-). Was gab den Ausschlag, dann doch dazu zu stehen, bzw. sich dazu zu bekennen, wie Du es ausdrückst?

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 10:42 
Offline

Registriert: Mo, 11.6.01 1:00
Beiträge: 1135
Nun, gerade für kurzefristige Termine ist ein Schreibdolmi doch auch gut! Sie muss ja nur schreiben was gesagt wird. Beim Dolmetschen muss man eben auch halbwegs verstehen, was gemeint ist.
Es gibt doch einige in Deutschland, frage doch mal beim SHB nach den Dolmis, setz dich mit ihnen in Verbindung und frage nach Erfahrungen.
Also mal ein kurzes Beispiel von heute: Ich hatte drei Anrufe wegen krzfristiger Termine für morgen, um das auf die Reihe zu bringen, musste ich einen Termin, der schon feststand an einen Kollegen abgeben. Man muss halt gut zusammenarbeiten, dann kann es auch funktionieren. Die Sache, die auch er ohne Vorbereitung übernehmen konnte, hab ich abgegeben, die anderen 3 kurzfristigen Termine sind nur möglich, weil ich schon im Thema drin bin.
So viel ich weiß, ist der SHB schon dran mehr Schreibdolmis auszubilden.
Gruß Karin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 11:25 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
@Pnin Derzeit versuche ich mein Bestes in Beratungsgesprächen mit CI-Kandidaten, um denen mehr Selbstvertrauen einzuimpfen als sie das bisher hatten. Das geht nur über persönliche Gespräche und Hilfestellungen. Es ist erstaunlich, was man in einzelnen für Potentiale wecken kann. Ich wurde auch auf diese Weise "geweckt"...

Wie ich meine Behinderung kaschiert habe ??? Nicht mal meine Eltern haben gemerkt, WIE schlecht ich höre, also muss es mir wohl sehr gut gelungen sein. Stichwort: Kommunikationstaktik... Selbst im Beruf bin ich dabei sehr gut zurecht gekommen...

Wie schauts denn bei Dir in dieser Hinsicht aus ? Infos sollen ja in beide Richtungen fliessen, gelle ?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 12:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Mike34: Geht diese "Erweckung" nur über das CI? Was, wenn z.B. auf Grund medizinischer oder anderer Gründe kein CI in Frage kommt, oder es nicht hilft?

Auf Grund meiner Erfahrungen gibt es (grob) 2 Phasen auf dem Weg vom Hören zum Taub-Sein. Zunächst hört man noch etwas und kann versuchen mittels Hörgeräten die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Da kommt es dann schon vor, daß man fleißig nickt und sagt: "Ja, ich verstehe!" aber in Wahrheit ... hörte man nur ein undeutliches grummeliges Rauschen mit ein paar Kicksern. Wenn dann der Ton komplett weg ist, hilft das nicht mehr und das habe ich auch sehr bald gesagt, um Mißverständnissen vorzubeugen. Auf Versuche, in einer nicht adäquaten Form mit mir zu kommunizieren, reagiere ich inzwischen so, daß ich mich zunächst bemühe etwas von den Lippen abzusehen, aber wenn das nicht klappt, sage ich eben: "Geht nicht, Sie müssen bitte schreiben! Danke!" Ansonsten vermute ich mal, daß wir ähnliche Kommunikationstaktiken verwenden: Selber reden und den anderen möglichst nicht zu Wort kommen lassen, damit man jaaaa nicht in die Bredullie kommt, "Hören" zu müssen ;-).

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 21:59 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
@Pnin CI ist kein Allheilmittel, aber es hat MIR aus der Isolation meiner Taubheit herausgeholfen und zwischenzeitlich kenne ich einige, bei denen es ähnlich war. Dass das bei jedem so wäre, habe ich nie behauptet und will es auch nicht verallgemeinern...

Heute mache ich es hörtaktisch wie Du, habe das Selbstbewusstsein dafür gewonnen. Früher war das "SelberReden" Gold und das Schweigen war nur noch Blech... Aber diese Zeiten sind gottlob vorbei und ich hoffe sehr, sie kommen nie wieder. Jeder Tag ist wie ein Geschenk für mich, obs hier geglaubt wird oder nicht !


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 23:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Mike34: Lass mich nur kurz feststellen, daß ich nicht behauptet habe, Du hättest behauptet, das CI sei ein Allheilmittel. Daß es bei Dir und anderen hilft ist auch bekannt und sehr erfreulich. Meine Frage bezog sich auf Deine Bemerkung mit dem Selbstvertrauen einimpfen. Du brachtest dies im Zusammenhang mit CI Kandidaten und da bin ich einfach neugierig, inwieweit diese beiden Dinge bei Dir Hand in Hand gehen. Was machst Du z.B. wenn jemand nicht für eine CI-Implantation in Frage kommt, weil die Hörnerven kaputt sind? Andersherum gefragt: Wie stark ist Deine eigene Akzeptanz Deiner Behinderung an das CI gekoppelt? Schwierig, ich weiß, denn es ist ein "Was-wäre-wenn"-Frage.

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 23:10 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
Ausbildung zu Schreibdolmi ist doch einfacher als Gebärdensprache-Dolmetscher. Nicht nur für Spätertaubte sollte Schreibtdolmi da sein, sondern auch für Gehörlosen im anspruchvolle Beruf, da die Gebärdensprachdolmetshcereinsatz oft sinnlos wäre- das ist mein persönliche Meinung. Ich befürzuge selbst mehr Schreibdolmetscher, wenn ich in mein Beruf bleibe. Ausserdem können schreibgewandte Hörgeschädigte die vorhandene PC als Kommunikationsmittel zwischen zwei Parteien nutzen. Wozu haben wir heute Notebook mit WLAN. Bluetooth Technik?

Was denkt ihr darrüber?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 0:00 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Mike, die Taubheit "verstecken", ist der größte Fehler.
Ich habe immer sofort gesagt: ich bin taub.
Und dann :Ich muss von den Lippen ablesen, was sie sagen,
aber das klappt nicht immer.
Meine Chefs und KollegenInnen haben wichtige Infos immer
schriftlich gemacht, schon in ihrem eigenen Interesse, weil
meine Arbeit auch für sie wichtig war.
Also, die berufliche Situation vieler meiner Gl-FreundeInnen
ist nicht so gut und Hörbehinderte haben es schwer im
Berufsleben. "Durchschummeln" geht niemals lange.
Und mit dem CI geht zwar vieles leichter, aber auch da darf
man nicht immer "weiterschummeln" und behaupten, alles
sehr gut zu verstehen usw.
Ich habe immer gesagt:Das CI ist eine Hörhilfe, aber
ich muß trotzdem dazu Lippenlesen um Mißverständnisse
zu vermeiden.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: zum Thema
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 7:19 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
Guten Morgen, es gibt ein Schreibgerät, welches die Postboten haben, auf denen der Empfänger einer Paketsendung den Empfang bestätigen muss. Ich sah ein solches Gerät bei einem hörenden Gehörlosenlehrer. Ich weiss leider nicht wie dieses Gerät heisst.

Ich denke, es wäre für Spätertaubte eine Hilfe, wenn sie in einem Gespräch den Faden verlieren. Bekommen gehörlose Personen in Deutschland vom zuständigen Amt ein solches Gerät als Kommunikationshilfe bezahlt? Ich könnte mir vorstellen
dass eine solche Kommunikationshilfe besser hilft, als immer Papier und Bleistift bei sich zu haben (was ja nicht immer klappt)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 7:24 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
@CB Heute bin ich so schlau wie Du, aber ich muss mich sicher nicht dafür entschuldigen, dass ich früher anders war, oder ? Ich habe alles in allem mein Leben "gut gemeistert" in hörtaktischer Sicht und es ging schon sehr lange gut, bis ich selber den für mich richtigen Weg gesucht habe...

@Pnin Meinen Schwebi-Ausweis habe ich schon vor der 1. OP beantragt, daher wäre die Akzeptanz meiner Behinderung auch sicher da gewesen, wenn das CI in die Hose gegangen wäre. Den Kandidaten versuche ich in jeder Hinsicht Mut zu machen, nicht nur in Bezug auf CI. Ich rate durchaus auch dazu, es entscheiden sich ja längst nicht alle fürs CI, Kontakte zur lokalen GL-Gemeinde zu knüpfen, weil man dort auch sehr gute Beispiele sehen kann, wie man mit seiner Behinderung aktiv und positiv umgehen kann. Ansonsten lade ich zu den Veranstaltungen des CIV HRM ein, da können dann wirklich sämtliche "Erfolge", also die ganze Bandbreite beobachtet werden, denn ich sage durchaus, dass es Operierte gibt, die mit CI schlechter hören/verstehen als ich vorher noch mit Hörgeräten. Es kann sich somit jeder ein Bild machen und für sich selber entscheiden, obs der richtige Weg ist und eine solche Entscheidung fördert alleine schon wieder das Selbstvertrauen...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 10:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Charly Brown, Deine Aussage, Taubheit zu verstecken sei ein großer Fehler ist ja richtig --- in der Theorie. Aber wie heißt es so schön: "Theorie ist Marx, Praxis ist Murx!" ;-) Der von Dir und Mike34 skizzierte Umgang mit der eigenen Behinderung am Arbeitsplatz, im Alltag und vielleicht auch im Freundeskreis, ist meiner Erfahrung nach der Endpunkt einer mehr oder weniger langen Entwicklung und Auseinandersetzung mit der eigenen Unzulänglichkeit. Es stellt sich die Frage, wie man dahin gelangt!?!?!?!

@Mike34: Interessant Deine Ausführungen. 2 Fragen hätt ich da noch. Zum einen, wie kommunizierst Du mit den Interessenten für eine CI-Implantation? Klappt es noch mit Brüllen oder läuft das dann schriftlich? Wieviele Interessenten melden sich so bei Dir im Monat? Mich würde einfach mal interessieren, wieviele Spätertaubte es so gibt - habe da leider niiieee irgendwelche Zahlen gesehen!

@Auerhahn: Ich sehe nicht ganz den Nutzen dieser technischen Spielerei für Spätertaubte. Tut es nicht ein einfacher Block mit einem Stift auch? Der braucht keinen Strom, wenn er runterfällt geht er nicht kaputt, klauen lohnt sich auch nicht und kostet 1,25 Euro.

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 11:58 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
@Pnin: Kommunikation läuft auf allen Ebenen, denen der Ertaubte mächtig (Resthörig=Laut+Deutlich sprechen, Brief, Fax, SMS, Email...) ist oder auch mit seiner Begleitung. Die Anzahl der Anfragen steigt sprunghaft mit entsprechender PR, die meiste kam zwangsläufig nach dem Artikel in der BILD-Zeitung. Derzeit ist ein Artikel in der VDK-Zeitung, der auch schon Reaktionen ausgelöst hat.

Laut Statistik gibts ca. 300.000 an Taubheit grenzend Schwerhörige...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 13:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Mike: Doch so viele!!! Ich hätte auf weniger getippt. Wo hast Du die Zahl her? Wird die auch aufgeschlüsselt nach Alter oder Ursachen?

Danke!

Pnin

P.S: VDK ... Verein Deutscher Kanninchen Züchter? ;-)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: zum Thema
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 13:20 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
Die Zahl der schwerhörigen und tauben Personen wurden immer über das Statische Zentralamt erfasst. Das dürfte es in jedem Land geben, die Zahlen stammen von den Volkszählungen, die zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden. Schwerhörige und Gehörlose sind nach Zahlen aufgeschlüsselt. Mit Zahlen kann man fordern,argumentieren, streiten, oder auch schwindeln.
Anders kommt man nicht zur Statistik.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 14:13 
Offline

Registriert: Do, 23.1.03 8:09
Beiträge: 311
Wohnort: Bad Nauheim
http://www.vdk.de/

Laut dieser Satistik gibts zusätzlich auch 80.000 GLs in Deutschland


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 15:57 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
@Auerhahn: Du meinst sicherlich PDA Mini-PC, naturlich gibt es auch mit Handy integrierte Form wie XDA von O2, MDA von Telekom (Beide stammen von gleiche Hersteller in Taiwan), Ebenso auch Treo 270. Bei XDA bzw. MDA kann man Handschriftlich schreiben. Oder kleien Notebook, aber viel teurer als XDA / MDA.

@Mike34: Diese Zahl nach Statistik ist aber nicht Ertaubte, Schwerhörig an der Grenze Taubheit mit erfasst. Nach Schätzung einer Verband ergibt sich etwa 1,2 Millionen in Deutschland, davon etwa 200.000 wird via Gebärdensprache kommuniziert. Es gibt gewisse Professor am liebsten auf 0 bringen, aber stimmt nach Logikdenken gar nicht. Wer gegen Gebärdensprache schreibt ist automatisch ein "Feindbild der Gehörlosenszene", daher soll man lieber zusammensitzen, um technische Möglichkeit zu orientieren sollen. So denke ich.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 19:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
Noch billiger: Der Block in DIN A5 mit 80 Seiten, der viele, viele Stunden Unterhaltung aufnimmt, für 1,25 Euro. Den nötigen Kugelschreiber kann man sich als Werbegeschenk von der Partei oder Firma seiner Wahl zukommen lassen. ;-)

@Fritzl: Deine Kritik an den Zahlen ist mir unverständlich. Mike sagt: 300.000 Menschen in der BRD sind "an der Grenze zur Taubheit" der Schwerhörigkeit. Was soll daran nicht stimmen? Wer wird alles in den 1.2 Millionen mitgerechnet die Du da nennst? Werden Dolmetscher und Kinder gehörloser Eltern auch zu jenen 200.000 Menschen gerechnet, die via Gebärdensprache kommunizieren?

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 20:43 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
@Pnin: Ich schätze die Zahl der Spätertaubten auch höher ein. Aber wo gibt es genauere Statistiken? Bisher habe ich nur solche gesehen mit der Anzahl von Personen mit dem jeweiligen Grad der Behinderung(GdB) in einem Sozialbericht.
Sicher gibt es noch welche mit der jeweiligen Altersangabe.
Bei über 40jährigen steigt die Zahl an und bei über 60jährigen soll es jeder dritte sein, der hörgeschädigt ist.
Eine solche Statistik habe ich mal wo gesehen hier. Aber finde es jetzt nicht.
Vielleicht weißt Du mehr?

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 21:41 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
mein Hinweis auf 1,2 Millonen

-> http://www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/A ... tw_pds.htm

Die politische Seite stehen etwas auch! Mit Zahl 300.000 bedeutet ganz Taub und sind auf Untertitel angewiesen.Aber gibt es auch sogenannte Dunkelziffer wie Phönix mehrmals hingewiesen. Der weiss er in seinen Eigenschaft ganz genau.

Ich selbst wurde auf vorgegebene Statistik schon gar nicht zufriedengeben, da dies nur ein Abschätzung des Bundesstatistikamt. So einfach kann man ja nicht erfassen.

Warum regen sich auf, da lohnt sich nicht. Ich finde die Abgrenzung zwischen CI und Gehörlosen zum Hals heraus, da weiss Mike34 ja.

Pnin: Ubrig nach ihrer Methode müssen die Bäume daswegen für Schreiberei sterben. Ist das gerecht? PDA kann ja Inhalt der Schreiberei löschen. Ausserdem bringt Kugelschreiber ja schwere Umweltverschmutzung verursachen!!!!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 22:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Phoenix: Nee, leider auch nicht, sonst würde ich nicht fragen. Daß jeder dritte über 60 hörgeschädigt sein soll... scheint mir auch etwas hochgegriffen. Ich kenne mehr als 6 Menschn über 60 und davon ist höchstens einer dabei, wo eine leichte Hörschädigung feststellbar ist. Klar, so kann man nicht argumentieren, trotzdem ... erscheint mir da der Begriff der Hörschädigung zu eng ausgelegt zu sein. Wie kommst Du dazu, die Zahl der Spätertaubten höher einzuschätzen? Ich hätte sie eher niedriger ein angesetzt? Problem dabei: Spätertaubt ist alles, was zwischen 15 und 95 das Gehör verliert.

@Fritzl: Unter Deinem Link ist von "13,3 Millionen Hörbehinderten über 14 Jahre" die Rede. Bei angenommenen 88 Milionen Bundesbürgern wären das 15 %. Man beachte: die 13.3 Millionen beziehen sich auf die Bundesbürger über 14, während die 15% sich auf alle beziehen. Das hieße, deutlich mehr als 15% der über 14-Jährigen wären Hörbehindert. Ich weiß nicht, wie die PDS auf diese Zahl kommt, sie scheint mir aber entweder zu hoch, oder es wird bereits die kleinste Abweichung der Hörkurve vom Ideal als Hörbehinderung gewertet. Oder irre ich mich?

@Fritzl: Wer regt sich uff? Keener, und nun lass mal das CI aus dem Spiel, denn darum geht es im Moment doch gar nicht. Eigentlich ging es um Arbeitsassitenzen für Spätertaubte: Wie kommunziere ich mit meinen Kollegen und Chefs, wenn der Ton abgedreht wurde? Wie folge ich Besprechungen? Wie bekomme ich mit, wenn das Bürogebäude abbrennt etc.? Davon sind wir im Moment etwas abgekommen auf der Suche nach verlässlichen Statistiken.

@Fritzl: Ich mache jetzt keine Umweltverträglichkeitsrechnung auf, die einen Vergleich zwischen PDA und Schreibblock liefert. Frage Dich lieber selbst: Was schluckst der Held im Spinoagethriller schneller, einfacher und gefahrloser herunter. Den PDA oder das Stückpapier, auf dem der Zahlencode für die Rettung der Welt steht? ;-)
Der PDA ist in dem Bereich, wo er Dir vorschwebt eine Kanone mit der man auf Spatzen schießt - IMHO
Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 22:48 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
@Pnin: Okay. Wir wolen hier nicht so lange um Statistiken herumspekulieren, aber wenn Du mal zum HNO-Arzt mußt, frage ihn doch einfach mal. Denn der muß es ja am besten wissen. :)
Aber die Zahl von den über 60 - 65jährigen halte ich für realistisch, kommt ja hier noch die Alterschwerhörigkeit hinzu. Und sehen kann man sowas ja auch nicht, wenn man die Leute nicht persönlich kennt.

Am Arbeitsplatz hast Du die Möglichkeit zu behindertengerechter Ausstattung mit verschiedenen Hilfsmitteln. Was der persönliche Assistent betrifft , hatte Sehen statt Hören ja mit der spätertaubten Frau vor 2 Wochen das Beispiel gezeigt. In der Kommunikation zu Betriebsversammlungen ist da besser der Schreibdolmetscher.
Aber da kann auch jeder Betroffene selbst besser einschätzen, was am besten hilft.So pauschal kann das nicht verordnet werden.

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 8:07 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
PNIN beweist sich, sodass ein Abgrenzung zwischen Gehörlose und SPätertaubte, sodass ein Sonderstatus des Spätertaubtre hoch gespielt. Das scjhmeckt mir nicht!! Das heisst, zuviele kleine politische Extrawurst schaden ganz im Hörgeschädigtenszene!!!!!!! In mein Bekanntkreis habe ich einer HI (Hirmstammimpemant). der wollte ein Datenansammlung bei Feuerwehr (Extrawurst) anlegen , doch habe ich wegen Datenschutzbestimmung Einspruch gelegt. Danach lehnt Feuerwehr wegen Stresssituation im Alarmfall ab. Die Beispiel von Frau Welter ist ein Sonderfall, da hängt naturlich berufliche Postion vollkommen ab. Arbeitassisent für Hörgeschädigte soll Gleichbehandlung sein, egal welche Hörstatus handelt!!!!!

Andersum finde ich ein Schweinerei, wenn die Gehörlosen schlecht begründen können zwar im Gegensatz zu Spätertaubte!!!!!

Ein schwere Frage: Wofür braucht ein spätertaubte Fliesbandarbeiter an einem Automobilindustrie für ein Arbeitsassisent?

Zitat:
Wie bekomme ich mit, wenn das Bürogebäude abbrennt etc.?


Oje, Dümmste Frage eines Hörgeschädigte ist das! Kollegen in der Umgebung sind verpflichten, dass dies sofort informieren, oder lasst sich anbraten. Bitte schön. Soetwas habe ich einmal vom Alarmübung in mein Standort, sodass 2 Gehörlose nicht von Kollegen informeirt, sodass beide im "brennede" Rathaus (hat 980 Mitarbeiter) blieb. Wer hat Verantwortung dafür??????????????


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 9:22 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Fritzl: Nun beruhig Dich mal und mäßige Deinen Ton, bitte! Wo betreibe ich eine Abgrenzung von Gehörlosen und Spätertaubten? Von was für "Extrawürsten" redest Du?

Und das mit dem Feueralarm ist nämlich keine "dumme Frage". Sich auf Kollegen zu verlassen, die im Ernstfalle - wenn es wirklich brennt und sie in Panik sind - auch noch an den tauben Kollegen denken sollen, der im Nachbarzimmer sitzt, kann gewagt sein. Du bist doch Techniker. Kann man den akustischen Hausalarm nicht an ein optisches Signal koppeln, zumindest in bestimmten Räumen?

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 9:30 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
@Pnin: Es gibt Rauchmelder, die mit der Lichtsignalanlage zusammenwirken. Deshalb brauchst Du am Arbeitsplatz auch die Hilfsmittel der LIchtsignalanlage. Sieh mal bei www.hgt.de zum Beispiel. Dort ist Aufbau und Wirkungsweise auch beschrieben.

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: zum Thema
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 10:34 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
PNIN
Das von Dir angeschnittene Thema, der Teilnahme an Betriebsversammlung hat mich an einer Teilnahme an einer Sitzung im Vorstandsbereich des Behindertenverbandes erinnert.
Die Dolmetscherin übersetzte mir, dass es in naher Zunkunft möglich sein würde, dass die Stimme des Vorsitzenden für mich in Schrift aufscheine. Und ich der Diskussion dann besser folgen könne. Ich wusste von dieser Art der Information, aber ich wusste, das ist Zukunftmusik für die nächste Generation. Ich nahm es als Kompliment.
Bei der nächsten Sitzung erinnertete sich die gleiche Dolmetscherin nicht, diese Aussage gemacht zu haben. Ich nahm es leicht, sind alles nur Menschen.

Dein Auflehnen gegen das verminderte Gehörvermögen kommt mir wie das Anfangstadium eines Menschen vor, der merkt, dass er langsam von den auditiven Eindücken ausgeschlossen sein wird. Man findet sich nicht damit ab, das muss jeder mit sich selber durchmachen. Es ist nicht gerade das Vorstadium des Fegefeuers, man kommt schon durch wie in der "Zauberflöte".

Abgesehen von der mühsameren Verständigung mit anderen Mitbürgern in Familie und bei der Arbeit würde ich mir zB.wünschen, dass die Forschung resp. die wissenschaftlich orientierte Industrie mehr für die Gehörbehinderten tut. Es gibt auch in vielen Familien Fälle, wo einer plötzlich schlechter hört, aus welchen Gründen immer, und man möchte sich dem Betroffenen mitteilen, er ist ein Familienmitglied, an dem man hängt zB.;man sucht Wege. Dazu braucht man halt eine Statistik mit der man besser bei zuständigen Stellen argumentieren kann. Es stimmt,bei 10.000 Personen, die völlig taub sind, rechnet man auch das Umfeld dazu, welches die Gebärdesprache benützt. Die Schwerhörigen, später Ertaubten werden immer eine Dunkelziffer sein, es ist nicht möglich, mit exakten Zahlen zu argumentieren. Bei der Volkszählung zB. wurde einer gehörlosen Frau abgeraten die Gebärdensprache als Zweitsprache anzukreuzen. So wird ein jeder Schwerhöriger auch nicht gerne seine Hörehinderung ankreuzen. Jede Statistik lässt sich aufbügeln. Nimm es lieber von wissenschaftlicher Seite: wie kan ich wo was verbessern???


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 12:21 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
Phönix: Rauchmelder hilft bei Arbeitsplatz gar nicht!!! Bei grosse Firma muss uberall Rauchmelder für taube Menschen installieren, da kostet Spass!!! Das hilft gar nicht, wenn die Kollege zuviel raucht, dann Fehlalarm auslösen kann. Daher ist Technik von HGT und Humantechnik nur für Privathaushalt geeignet. Grund: Alarm in der Firma besteht schon, wenn 1.Stock brennt und taube sitzen vielleicht 6.Stock und merkt Rauchmelder ja nix. Jede Firma haben dafür Leute, die mit Werkfeuerwehr zu tun hat, sind ja sogenannte Etagenwache sein Arbeit verrichten, die darf als letzte Mann von Büroraum verlassen, sonst wird er fristlos entlassen, wenn er als Erste nach draussen läuft. Mein Ton? Hey, Nee, Die Albernheit ist das, was mich zum Himmel schreit!!!!!

Auerhahn: Dein Gedankengang ist gut, aber unrealisierbar. Leider :-(


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 12:57 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
@Fritzl:Ich würde das nicht so einfach behaupten, dass dieses nichts hilft. Denn wie schon geschrieben, gehören zur behindertengerechten Ausstattung ja noch mehrere Hilfsmittel. In der Kombination mit dem Rauchmelder und der Alarmanlage kann dem Betroffenen in der entsprechenden Abteilung geholfen bzw. gewarnt werden. Diese Hilfsmittel sind ja vielseitig verwendbar und nicht nur wenn Gefahr ist.

Der Hinweis, dass das Personal mit helfen soll ist schon richtig, aber funktioniert nicht immer zuverlässig. Denn der Betroffene will ja auch selbstständig arbeiten können. Und wenn zum Beispiel ein gl oder hg Angestellter der Stadt- oder Kreisverwaltung zeitweise im Archiv zu tun hat, um Akten zu archivieren, können das nicht alle wissen, wenn was los ist und wo derjenige gerade steckt. Da ist es gut, wenn er mit entsprechenden Hilfsmitteln "gerufen" werden kann und das nicht nur bei Gefahr.
Nicht alles so verbissen sehen, denn es gibt immer einen Weg oder Möglichkeit sich zu helfen. :)

Alles Gute

Phoenix

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: zum Thema Rauchmelder
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 14:46 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
Hier wurde ein Forum begonnen, das Richtlinien für Spätertaube Menschen sucht.Das Thema hat sich woandershin entwickelt.
Wir sind bei Rauchmeldern gelandet.
Vor Jahren habe ich im Gallaudet College im Dezember übernachtet. Infolge der Weihnachtsfeiern in den Zimmern kam es zu einem Fall, der Rauchalarm auslöste. Das ganze Haus wurde geräumt. Obwohl ich bereits schlief, die Türe abgesperrt war, weckte mich ein diensthabender Student und dann stand ich mit nassem Haar in Lockenwicklern im Nachthemd und Morgenrock im Freien mit allen anderen Studenten. Es war eine sonderbare Erfahrung. Es muss in der heutigen, technisch mehr fortgeschrittenen Zeit ein System geben, wo bei Rauchalarm alle Personen im Haus verständigt werden, ein drittes Auge sozusagen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 16:07 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
@Ich kenne solche Rauchmelder, doch taugt auf keinem Fall für Industriepraxis, Büropraxis, da dire Decken meist sehr hoch ist. So einfach nicht. Aber hat HGT dafür ein Zentralvibriator, die mit Alarmzentral verbunden!!!! Aber nicht einfache Rauchmelder, da kann man nicht jede Räume ausrüsten! Daher ist nur Industrietyp mit Zentralalarmierung! Das hat HGT!!!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 22:03 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
Danke Fritzl für Erklärung, denn als Technikgenie kannst du das besser erklären :)

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 9.4.03 22:04 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Fritzl, "Spätertaubte" sind auch ganz verschiedene Menschen!
In der Gl-Welt gibt es Spätertaubte. Die sind zwischen sechs bis zwölf Jahre ertaubt, konnten schon gut sprechen und manche waren nur sh. Sie kamen damals trotzdem in die
Gl-Schulen. Die Pädagogen haben diese gutsprechenden
Gl als Erfolg ihrer "pädagogischen Bemühungen" vorgeführt.
Aber einige dieser Spätertaubten wurden als Erwachsene
führende Persönlichkeiten in der Gl-Welt.
Ohne diese spätertaubten Gl gäbe es heute keine Gl-Kultur
in Deutschland.
Andere Spätertaubte hatten nie Kontakt mit Gl und GS.
Manche Spätertaubte haben sich in der hörenden Welt durchgekämpft, in normalen Gymnasien Abi gemacht usw.
Der grundsätzliche Unterschied zwischen Spätertaubten und frühertaubten Gl hat nichts mit dem unterschiedlichen Bildungssystem zu tun.
Spätertaubte sind Menschen, die hören konnten, schon
lesen und schreiben konnten und plötzlich taub wurden.
DGS ist für spätertaubte Kinder auch gut, aber nur ein
HIlfsmittel, NIE eine natürliche "Muttersprache" wie für
taubgeborene Kinder.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: zum Thema
BeitragVerfasst: Do, 10.4.03 1:33 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
@Charly Brown
Danke für die hervorragende Erklärung zu den Spätertaubten. Betrifft mich auch. Im siebenten Jahr ertaubt, durchlief öffentliche Schulen ohne Dolmetscher, die gab es damals nicht.
Dafür Privatstunden. Schulbesuch bis 21, Weiterbildung im 2.Bildungsweg, nach dem 1o Lebensjahr erster Kontakt mit Gehörlosen und Gebärdensprache. Einbezug in das Gehörlosenwesen nach Schulbesuch.
Bei den Gehörlosen erlebte ich eher Ablehnung, Schwierigkeiten wegen der nicht perfekten Gebärdensprache, wegen der praktizierten Lautsprache. "Du taubstumm?, warum Du nicht gebärden?" war meist die erste Frage. Alle meine Bemühungen nützen nichts, so lies ich es bleiben.
Einzige Plus und die sehr starke Lebenshilfe war die Liebe zur Literatur. Etwas muss der Mensch haben, was ihn freut.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 30.4.03 22:17 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Zum Thema „Arbeitsassistenz für Spätertaubte“:
Eine Assistenz, die alles mitschreibt was Hörende reden.
Das kann jede gute Stenotypistin.
Eine besondere Ausbildung ist nicht notwendig.
Nur eine Einarbeitung auf die individuellen Anforderungen
des jeweiligen Spätertaubten.
Im Prinzip hat Pnin recht: Kugelschreiber und Notizblock
genügen als Arbeitsmittel für diese Arbeitsassistenz.

Meine „Zukunftvisionen“ zu dem Thema:
Ein Laptop-Computer mit perfekter Spracherkennung.

Eine Brille mit integriertem Sprachcomputer.
Diese Computerbrille projektiert alles was ein Sprecher
redet in Schriftform. Sozusagen Live-UT.
Die optische Technik dazu gibt es schon.
Es gibt Brillen, die kann man an DVD oder Videorecorder
anschliessen und dann sieht man alles so eindrucksvoll und
gross wie im Kino.
Es fehlt nur noch die perfekte Spracherkennungssoftware.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: CharlyBrown
BeitragVerfasst: Do, 1.5.03 6:30 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
Von dem Laptop mit Spracherkennung habe ich auch immer geträumt, der würde das Leben unheimlich erleichtern. Ich habe ein Semester an der Universität mit einem Mitschreiber versucht.
Der Laptop spiegelte, ich konnte nicht immer mitlesen, ich hätte einen Begleitschirm gebraucht. Die Schreiberin war keine Stenotypistin sondern eine Mitstudierende. Trotzdem wäre das ideal für Spätertaubte, weil es mit Dolmetscher und Dolmetscherkosten immer Probleme gibt. Man wäre unabhängiger.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 1.5.03 10:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Auerhahn: In dieser Beziehung hat sich etwas getan: Viele Laptops verfügen inzwischen über Displays, die auch von der Seite einsehbar sind! Was ist wichtiger für einen guten Dolmetscher/Arbeitsassistenten Euerer Erfahrung nach: Schnelligkeit beim Tippen (im Taubenschlag gab es mal einen Hinweis auf Schreibdolmetscher, die wohl mehr als 200 Anschläge pro Minute schaffen) oder Sachkenntnis?

@Charly Brown: Stenotypistinnen benutzen doch ein bestimmtes System von Kürzeln, um einen Text mitzuschreiben? Dann müßte ich dieses System auch lernen. Handschriftliche Mitschriften sind oft eine gute bis sehr gute Möglichkeit. Allerdings sollte der Mitschreiber eine halbwegs lesbare Handschrift haben. Schwierig wird es immer, wenn es zu Diskussionen kommt und die Leute wohlmöglich auch noch durcheinander reden - aber in diesem Falle sind wahrscheinlich alle System überfordert. Hier hilft dann nur eine Art "Diskussionsleiter", der für Ordnung sorgt, so daß auch eine Übersetzung möglich ist.

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Arbeitsass. für Spätertaubte
BeitragVerfasst: Do, 1.5.03 11:30 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
@PNIN ZU Deiner Frage: Schnelligkeit oder Sachkenntnis, ist Sachkenntnis wichtiger. An Diskussionen kann man halt nicht mithalten, aber die Aussage des Vortragenden ist wichtiger.

Eine amerikanische Firma hat eine Art Schreibmaschine mit Kürzel angeboten, die bei Gerichtsverhandlungen eingesetzt wurde. Es wurde viel Grammatik abgekürzt, auch Fachausdrücke. Dieses System auf einem Laptop wäre für Spätertaubte,mit Begleitung eine Hilfe. Derjenige der schreibt, müsste im Studium ein bis zwei Semester voraus sein. Natürlich muss man die Sache bezahlen. Dafür müsste es feste Stundensätze geben. Ich könnte mir vorstellen, dass das für einen hörenden Studenten auch ein Nebeneinkommen wäre.

Voraussetzung für einen hörbehinderten Studenten sind gute Lese- und Schreibkenntnisse. Wenn der Vortragende noch eine Liste mit Literaturauszügen oder Literaturhinweisen dazugibt, sodass der hörbehinderte Student zuhause nachsehen kann, wäre die Sache schon durchführbar. So könnte ein gehörloser Student vielleicht auch an Seminaren teilnehmen, er braucht halt Zeit, die Sache zuhause in Ruhe nochmals durchzulesen. Nachdem Gebärdensprachedolmetscher sich nach zwanzig Minuten abwechseln müssen, dh bei längeren Vorträgen immer zwei Dolmetscher eingesetzt werden müssen, wäre ein Mitschreiber eine Alternative.

Wir haben es einmal bei einem Seminar versucht, der Vortragende und auch einige Teilnehmer wollten eine Kopie. die Sache wurde nicht als "störend empfunden". Das müsste sich erst entwickeln. Man wird erst aus Erfahrung klug.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 3.5.03 16:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr, 10.8.01 1:00
Beiträge: 91
Wohnort: Hamburg
Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich für verrückt haltet... :-))) Arbeitsassistenz für Spätertaubte könnte ich mir als wirklich guten Job für andere behinderte Menschen vorstellen, gerade was das Mitschreiben betrifft.
Ich kenne einige Blinde, die als Schreibdolmi eingesetzt werden könnten, da sie perfekt und in einer irren Geschwindigkeit tippen können und zudem ein besonders geschultes Gehör haben. Sie brauchen nicht mal einen Monitor. (Funk-)Tastatur und evtl. Sprachausgabe reicht - und der spätertaubte Mensch könnte das Notebook vor sich stehen haben und mitlesen.

So würde ein neuer Arbeitsplatz für einen behinderten Arbeitnehmer geschaffen (für den Blinden) und der Spätertaubte könnte sicherstellen, seinen Arbeitsplatz nicht aufgeben zu müssen. Sicherlich gibt es auch Körperbehinderte, die schnell tippen können. Wenn ich mich recht erinnere, wurden in Sachsen Körperbehinderte zu Schreibdolmis ausgebildet. Weiss aber nicht, was aus denen geworden ist.

Ich habe schon bei einigen Veranstaltungen Schreibdolmis erlebt und kann Euch als Hörende sagen, die mitgelesen und mitgehört hat, dass die Qualität der Mitschriften meiste sehr gut war und kaum Informationen verloren gingen. Ich denke, mit dem SGB IX ist die Grundlage geschaffen, dass Spätertaubt heute nicht mehr ihren Arbeitsplatz verlieren müssen, wenn sie nicht gerade im Call Center gearbeitet haben :( Wíchtig wäre aber, diese Ansprüche bekannter zu machen (danke Pnin für diesen Threat!) und sich die Betroffenen auch trauen, die Ansprüche geltend zu machen. Kreativität ist dabei bestimmt gefragt!

Liebe Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 3.5.03 20:47 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
Hallo Christiane,

es dürfte auch umgekehrt gut möglich sein, dass Hörgeschädigte für einen Körperbehinderten als Arbeitsassistenz eingesetzt werden könnten. Wie auch ein Rollstuhlfahrer gut als GSD oder Schreibdolmetscher für den Hörgeschädigten und Gehörlosen arbeiten könnte.
Solche Dolmis habe ich auch schon erlebt. Ebenso, wie eine blinde Person ein Protokoll mitgeschrieben hat. Das können sie sehr gut.
Alles ist möglich, wie auch die Blindenschreibmaschine mit dem PC oder Laptop zusammenarbeitet.

Bei guten Willen untereinander ist vieles möglich.Und es bringt auch gegenseitig was, mehr Mut und Gemeinschaftsinn untereinander. :)

Alles Gute

Phoenix

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 3.5.03 22:28 
Offline

Registriert: So, 3.2.02 1:00
Beiträge: 547
@ Pnin und Charly: die herkömmliche Stenografie ist nicht geeignet für Schriftdolmetscher, man möchte ja auch die digitalen Möglichkeiten nutzen (über Beamer einen größeren Teilnehmerkreis erreichen, die Mitschrift speichern, Life-Untertitelung im Fernsehen etc).
In den USA begann man schon vor einigen Jahren mit computerkompatibler Stenografie. Dafür braucht man schon eine besondere Ausbildung. Seit Herbst letzten Jahres gibt es in Dresden dieses Pilotprojekt - eine einjährige Ausbildung für schwerbehinderte Teilnehmer zum Schriftdolmetscher (oder "Realtime-editor"..)
Ich denke auch, dass die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen (auch als Arbeitsassistenz) enorm ansteigen wird - der DSB nennt einen bundesweiten Bedarf von ca. 1200 Schriftdolmetschern (13 machen jetzt die Ausbildung).
Ich kann Christianes Begeisterung verstehen, habe Schriftdolmetschen schon oft erlebt - allerdings an normaler Tastatur. Hier ist auch Fachkenntnis und gutes Allgemeinwissen erforderlich - alles kann man nicht mitschreiben, die notwendigen Zusammenfassungen müssen inhaltlich korrekt sein.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 9:00 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
CharlyBrown hat geschrieben:
Fritzl, "Spätertaubte" sind auch ganz verschiedene Menschen!
In der Gl-Welt gibt es Spätertaubte. Die sind zwischen sechs bis zwölf Jahre ertaubt, konnten schon gut sprechen und manche waren nur sh. Sie kamen damals trotzdem in die
Gl-Schulen. Die Pädagogen haben diese gutsprechenden
Gl als Erfolg ihrer "pädagogischen Bemühungen" vorgeführt.
Aber einige dieser Spätertaubten wurden als Erwachsene
führende Persönlichkeiten in der Gl-Welt.
Ohne diese spätertaubten Gl gäbe es heute keine Gl-Kultur
in Deutschland.


qCharlyBrown, da muss ich ein Widerspruch einlegen, weil die Bezeichnung "Späterstaubte" nicht mit Lebensjahr zwischen sechs und Zwölf zu tun hat, sondern mehr für mindest ab 16 Lebensjahr beginnt, weil Schulbildung 2.Secoundärstufe nahzu abgeshclossen ist. Lebensjahr zwischen sechste und zwölfte bezeichnet nur "Ertaubte". Soviel weiss ich aus eigne Schulerlebnisse. Die Ertaubte nehmen unter erhebliche Verzögerung bedingt Druck von Eltern die Gebärdensprach an, dadurch sind sie erste zwei JAhren in der gefrüchtende "Taubstummenanstalt" sehr absolute scheu. im dritte Jahr unterhalten dies ohne Problem mit gehörlose Kinder. Also sehe ich so, dass ein gewisse Rolle mit Schulbildung bringt. Später versucht man nach 90 er ein gewisse Integrationschule zu begründen.

Charlybrown, da muss ich ein Widerspruch im Bezug mit Führungskraft im Verein sagen, da bin ich selbst Fruhertaubte (3 Jahre alt) zeitlange Führungskraft in einige Vereine war. Ich kenne sogar einige geburtstaube Gehörlose ein starke Führungskraft wie in Hamburg wie Herr Tellschaft (Geburtstaub!!!), weil sein Eltern ja gehörlos waren. Also hat Charlybrown soviel viele Widerspruch geliefert. Man muss zeitlang genauer beobachten!!!!!!!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 9:08 
In der Medizin sagt man:
Wer vor dem 14. lebensjahr ertaubte ist frühertaubt
Wer nach dem 14. lebensjahr ertaubte ist spätertaubt

tja, alle andere alterstufen ist mir unbekannt...


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 10:56 
Offline

Registriert: So, 3.2.02 1:00
Beiträge: 547
@ Fritzl und Lea: das sind aber wunderliche Definitionen.
"spätertaubt" = nach dem Spracherwerb ertaubt - also nach dem 5./6. Lebensjahr. Wichtig ist doch der Besitz der (Laut)Sprache.
vgl Fengler, 1990, S. 15 ff. (habe ich gerade zur Hand).
Genauso gibt es den Begriff "spät-schwerhörig".
Aber was soll dieser Streit.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 11:29 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
Zur Frage der Definition der Begriffs spätertaubts möchte ich anmerken, daß es man sich darüber einigen müßte, wann der Spracherwerb als abgeschlossen angesehen werden kann. Pacos Angabe (5./6. Lebensjahr) scheint mir zu früh zu sein. Stattdessen spricht die Medizin hier von "perlingualer Ertaubung". Ich zitiere aus einem anderen Thread:
Zitat:
Zunächst sollte man vielleicht klären was unter dem Begriff "Spätertaubung" zu verstehen ist. Das umfaßt all jene Menschen, die nach dem Spracherwerb ertaubt sind, der etwa so Pi-mal-Daumen mit dem 13ten Lebensjahr abgeschlossen ist. Die Medizin bezeichnet dies als "postlinguale Ertaubung". Im Unterschied dazu gibt es noch die "perlinguale Ertaubung", das ist jene, die während des Spracherwerbs (etwa 2te bis 14te Lebensjahr) stattfindet; und schließlich noch die "prälinguale Ertaubung", also vor dem Spracherwerb. Die Grenzen sind hier natürlich fließend....


Wichtig erscheint mir jedoch weniger die Frage nach prä-, per- oder postlingualer Ertaubung, als die nach der persönlichen Befindlichkeit des tauben Menschen. Ist die Gebärdensprache oder die Lautsprache seine Muttersprache? Kann er die Lautsprache oder kann er sie nicht? Wie gut sind seine Kenntnisse in der Schriftsprache? Von diesen Fragen hängt ab, wie man ihn am besten fördert und am besten hilft.

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 12:18 
@Paco,
frühertaubte sind diejenigen die nach dem spracherwerb ertaubte---ab ca 2/3 lebensjahr bis zum 14 lebensjahr.

gehörlose sind die die von geburt an gl sind, oder bis zum 2/3 lebensjahr, das sind die vor dem spracherwerb

Naja, *schulterzucken* hab das irgendwo im Netz mal gelesen, die URL finde ich nicht mehr. Ist mir auch net so wichtig, werde auch net danach suchen, ist wie ein stecknadel im heuhaufen, und müsste durch alle urls durchkämmen, und das was ich in Favoriten hab, ist ziemlich viele. Das erspare ich mir.

Lea


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 13:47 
Offline

Registriert: Di, 18.9.01 1:00
Beiträge: 1602
Wohnort: Bielefeld
@Lea: Ich wurde zwischen 6 und 14.lebensjahr nicht Fruhertaubte nennen, da unterschiedliche Verhalten zwischen drei Altergruppe nach mein ANsicht gibt. 2 bis 6.Lebensjahr ist erste Lernphase, 7. bis ca 10.Lebensjahr ist 2.Lernphase (Grundschuljahr), 11. bis 14.Lebensjahr ist 3.Lernphase (1.Secoundärstufe). Dadurch wurde ich empfehlen, dass diese Stufe zischen 6. bis 14.Lebensjahr nur "Ertaubte" nennen. NAch Abschluss 1.Secundärstufe kann man ruhig "Spätertaubte nennen, da beherrscht von Viele bereit Fremdsprache in Lautsprache!!!! Daher beobachte ich aus meine Tochter (z.zt. 13 Lebensjahr) Wer für diese Lebensabschnitte zwischen 6 und 14. Lebensjahr als Fruhertaubte bzw. Spätertaubte deklariert, da finde ich nicht korrekt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Spätertaubte
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 17:19 
Offline

Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
Beiträge: 1345
Es heisst, der Grund-Wortschatz eines Menschen wird bis zum
4.Lebensjahr gelegt. Darauf baut man auf. Das 4.Lebensjahr gilt als mit dem frühen Spracherwerb verbunden. ??? Ich denke, das sollte so bleiben. Das selbständige Verschieben von Jahreszahlen verändert nichts. Es führt nur zu Missverständnissen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 20:39 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Fritzl, es geht mir nicht darum, ab welchem Lebensjahr die
Mediziner von spätertaubt sprechen und wie man ganz
genau abgrenzt, ab welchem Lebensjahr ein Mensch ertaubt, spätertaubt oder gehörlos ist.
Pnin hat es gut gesagt, es kommt darauf an, wie jeder
einzelne Mensch das für sich empfindet.
Ich wollte hier nur den grundsätzlichen Unterschied
definieren, zwischen Menschen, die schon Lautsprache
über das Ohr gelernt haben und darauf geprägt sind und
Menschen, die niemals Sprache über das Ohr gelernt haben.
Klar, es gibt auch viele taubgeborene Gl, die großes
geleistet haben. Aber ohne die Ertaubten mit guter
Schriftsprache, gäbe es heute keinen DGB und keinen DGS
(Deutscher Gehörlosen Sportverband) und keine Gl-Kultur in Deutschland.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 60 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de