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BeitragVerfasst: Mi, 29.8.12 14:11 
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Registriert: Mi, 29.8.12 10:26
Beiträge: 2
Guten Tag !

Ich bin in meiner Firma seit kurzem, ehrenamtlich für die Belange der Schwerbehinderten zuständig.
Nun habe ich einen Fall, wo es um Schwerhörigkeit geht. Die betreffende Person braucht neue Hörgeräte, da sie mit den alten nicht klarkommt. Allerdings will die Krankenkasse nur einen Festbetrag beisteuern. Die neuen Geräte liegen aber preislich um einiges darüber. Mir geht es einmal grundsätzlich über die Vorgehensweise bei einer Antragstellung. Stellt man zuerst den Antrag auf Zuschuss bei der Krankenkasse? Der Kollege hat noch keinen Grad der Behinderung, diesen Antrag stellt er noch diese Woche. Beim Integrationsamt hat man mich an die Krankenkasse verwiesen. Jetzt will ich mich erst einmal bei echten Spezialisten schlau machen. Hoffe auf viele Antworten zum Thema.

Danke im vorraus
Stefan


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BeitragVerfasst: Fr, 31.8.12 11:20 
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Registriert: Do, 4.10.07 8:53
Beiträge: 168
Wohnort: Aachen
Hallo.
Es kommt darauf an, ob ihr Kollege die Hörgeräte auch aus beruflichen Gründen benötigt. Dann kann auch ein Antrag beim Integrationsamt bzw. bei der Rentenversicherung gestellt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ihr Kollege mindestens 15 Jahre in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist. Ansonsten kann er die Hörgeräte aus beruflichen Gründen nur noch beim Arbeitsamt beantragen.
Ich vermute aber, dass ihr Kollege die Hörgeräte auch im Alltag benötigt. Dann ist die Krankenkasse zuständig. Wichtig bei der Antragsstellung ist, dass ihr Kollege eine Verordnung über Hörgeräte vom Ohrenarzt hat. Mit dieser Verordnung geht er zum Akustiker und testet 2 Hörgeräte zum Festbetrag und mindestens 1 besser 2 Hörgeräte, die über den Festbetrag liegen. Wenn er sich für ein Gerät entschieden hat, geht er erneut zum Ohrenarzt und lässt sich bescheinigen, dass er die ausgewählten Hörgeräte zum Behinderungsausgleich benötigt und diese das notwendige und wirtschaftliche Maß nicht übersteigen. Anschließend stellt er einen Antrag auf Kostenübernahme beim Akustiker auf Kostenübernahme und reicht dafür folgende Formulare ein:

- Verordnung des Ohrenarzt über Hörgeräte
- Anpassbericht des Akustikers über die angepassten Hörgeräte
- Kostenvoranschlag des Akustikers über das ausgewählte Gerät
- Bestätigung des OPhrenarzt, dass das benötigte Gerät zum Behinderungsausgleich erforderlich ist

Es gibt mittlerweile zahlreiche Urteile mit denen die Krankenkasse zur vollständigen Kostenübernahme verpflichtet worden sind. Ihr Kollege soll auf das Urteil des BSG vom 17.12.2009 verweisen.

Ich hoffe Ihnen weiterhelfen zu können!


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BeitragVerfasst: So, 2.9.12 18:29 
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Registriert: Mi, 29.8.12 10:26
Beiträge: 2
Vielen Dank für die hilfreichen Tipp's!!
Damit kann ich was anfangen und meinem
Kollegen weiterhelfen.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Di, 4.9.12 8:43 
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Registriert: Do, 4.10.07 8:53
Beiträge: 168
Wohnort: Aachen
Es heißt natürlich Antrag auf vollständige Kostenübernahme bei der Krankenkasse


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