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 Betreff des Beitrags: Wie macht Ihr das ?
BeitragVerfasst: Di, 28.6.05 18:53 
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Hallo Ihr :D !!!

Ich habe mal eine wichtige Frage an Euch, da ich immer wieder auf Probleme bei dieser Sache stosse... :-?

An die hörenden Mitglieder:
Wie geht Ihr mit tauben oder schwerhörigen Menschen um, die ihr kennenlernt, trefft oder mit denen ihr zu tuen habt?

-Seid ihr unsicher ? - Redet Ihr ganz normal weiter ?


An die Tauben oder Schwerhörigen Mitglieder: Wie verhaltet Ihr Euch Menschen gegenüber, die Ihr trefft oder kennenlernt ?

- Seid Ihr unsicher ? - Habt Ihr irgendwelche Probleme ?


Kurze Info: Ich gehe regelmässig ins Fitnesstudio und habe dort manchmal Probleme mit den Leuten, die dort arbeiten zu kommunizieren, denn sie wirken so unsicher, das ich den Eindruck habe sie fühlen sich unwohl in meiner Gegenwart...

Habt Ihr ein paar Tipps für mich, wie ich denen die Angst nehmen könnte, ohne sie noch mehr zu verunsichern...?

Vielen Dank !!

Grüße Rebecca


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie macht Ihr das ?
BeitragVerfasst: Di, 28.6.05 18:54 
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Upsss wieso sind die Farben nicht angenommen worden :oops: ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie macht Ihr das ?
BeitragVerfasst: Di, 28.6.05 21:57 
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Rebecca2005 hat geschrieben:
An die hörenden Mitglieder:
Wie geht Ihr mit tauben oder schwerhörigen Menschen um, die ihr kennenlernt, trefft oder mit denen ihr zu tuen habt?


Hallo auch!

Die Frage ist doch recht einfach zu beantworten: Ich gehe mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen genauso um, wie mit nicht behinderten Menschen. Wenn ich merke, dass mein Gegenüber nicht oder nur kaum hören kann, so versuche ich sehr deutlich und langsam zu sprechen. Auch frage ich ihn/sie auch, ob das verstanden wurde, was ich gesagt habe. Ich bemühe mich sehr, dass mich mein Gegenüber verstehen kann. Ansonsten mach ich keine Ausnahmen beim Verhalten. Ich glaube einfach, wenn man jemand kennen lernt, dann sollte man sich auf den jenigen einstellen können, aber das hat nichts mit der körperlichen Beeinträchtigung zu tun, sondern mit Erziehung und Erfahrung.

Bijou

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie macht Ihr das ?
BeitragVerfasst: Mi, 29.6.05 9:09 
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Registriert: Fr, 25.2.05 19:43
Beiträge: 35
Bijou hat geschrieben:

Hallo auch!

Die Frage ist doch recht einfach zu beantworten: Ich gehe mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen genauso um, wie mit nicht behinderten Menschen. Wenn ich merke, dass mein Gegenüber nicht oder nur kaum hören kann, so versuche ich sehr deutlich und langsam zu sprechen. Auch frage ich ihn/sie auch, ob das verstanden wurde, was ich gesagt habe. Ich bemühe mich sehr, dass mich mein Gegenüber verstehen kann. Ansonsten mach ich keine Ausnahmen beim Verhalten. Ich glaube einfach, wenn man jemand kennen lernt, dann sollte man sich auf den jenigen einstellen können, aber das hat nichts mit der körperlichen Beeinträchtigung zu tun, sondern mit Erziehung und Erfahrung.

Bijou


Hallo Bijou :D !!

Vielleicht liegt das aber auch daran, das Du mit solchen Menschen öfters zu tuen hast, als die Trainer oder Kunden im Fitnesstudio. Ich denke mal das sie noch nie mit einer schwerhörigen Person zu tun hatten, deshalb sind sie auch so verunsichert.
Wenn ich mit denen rede, schauen sie ängstlich hin und her und reden dabei auch noch. Ich versuche dann das meiste zu verstehen und frage noch mal nach, aber so richtig locker kommt kein Gespräch zu stande.

Was mich aber viel mehr nervt ist, das sie bei bestimmten Dingen dann lieber meinen Mann fragen, er hört nämlich normal.
Und das will ich eigentlich nicht.

Hat jemand noch Tipps für mich ? Würde mich sehr freuen.

Grüße Rebecca


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BeitragVerfasst: Mi, 29.6.05 10:04 
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Zitat:
Was mich aber viel mehr nervt ist, das sie bei bestimmten Dingen dann lieber meinen Mann fragen, er hört nämlich normal.
Und das will ich eigentlich nicht.


Hallo Rebecca!

Nun, diese Situation passiert mir auch ständig, obwohl ich eine Hörende bin. Es liegt vielmehr an der Unsicherheit der Anderen. Sie wissen nicht, wie man mit Gehörlosen, Blinden oder Rollstuhlfahrer umgehen sollen. Sowas lernt man ja nicht in der Schule - was ich sehr schade finde! Wenn ich mit meinem Partner unterwegs bin und wir sind am einkaufen, dann schauen sie immer ihn an und reden ihn immer an. Es verletzt mich auch, weil ich eigentlich einkaufe, er ist ja nur mein "Esel". Ich bestehe schon sehr drauf, dass die Leute mich ansprechen. Ich sag dann auch: "Bitte reden sie mit mir!" Oder wenn ich mit meiner Persönlichen Assistenz unterwegs bin, mache ich Verkäufer bzw. den fremden Leuten, denen ich begegne sehr wohl verständlich, dass ich was will und nicht meine PA. Natürlich ist das lästig, wenn man diese Sitation schon zum 1000. mal erlebt hat, aber die Leute lernen es. Man darf als Betroffene nur nicht aufgeben. Wichtig ist halt auf alle Fälle, dass man den Mitmenschen unmißverständlich klar macht, dass man mit ihnen redet und nicht nur der passive Unterhaltungsteil ist.

Mittlerweile kennt man mich auch und mir passieren solche Situationen nur noch seltener. Ich fühle mich dadurch auch ernst genommen, was meinem Ego natürlich sehr gut tut.

Wie dem auch sei: Nur ned aufgeben, den Aufgeben tut man nur einen Brief.

Bijou

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BeitragVerfasst: Mi, 29.6.05 12:19 
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Beiträge: 35
Bijou hat geschrieben:
Hallo Rebecca!

Nun, diese Situation passiert mir auch ständig, obwohl ich eine Hörende bin. Es liegt vielmehr an der Unsicherheit der Anderen. Sie wissen nicht, wie man mit Gehörlosen, Blinden oder Rollstuhlfahrer umgehen sollen. Sowas lernt man ja nicht in der Schule - was ich sehr schade finde! Wenn ich mit meinem Partner unterwegs bin und wir sind am einkaufen, dann schauen sie immer ihn an und reden ihn immer an. Es verletzt mich auch, weil ich eigentlich einkaufe, er ist ja nur mein "Esel". Ich bestehe schon sehr drauf, dass die Leute mich ansprechen. Ich sag dann auch: "Bitte reden sie mit mir!" Oder wenn ich mit meiner Persönlichen Assistenz unterwegs bin, mache ich Verkäufer bzw. den fremden Leuten, denen ich begegne sehr wohl verständlich, dass ich was will und nicht meine PA. Natürlich ist das lästig, wenn man diese Sitation schon zum 1000. mal erlebt hat, aber die Leute lernen es. Man darf als Betroffene nur nicht aufgeben. Wichtig ist halt auf alle Fälle, dass man den Mitmenschen unmißverständlich klar macht, dass man mit ihnen redet und nicht nur der passive Unterhaltungsteil ist.

Mittlerweile kennt man mich auch und mir passieren solche Situationen nur noch seltener. Ich fühle mich dadurch auch ernst genommen, was meinem Ego natürlich sehr gut tut.

Wie dem auch sei: Nur ned aufgeben, den Aufgeben tut man nur einen Brief.

Bijou


Hallo Du :D !

Vielen Dank noch mal für Deine Hilfe.

Ich weiß noch nicht wie ich die Leute dort drauf ansprechen soll, weil die Situation dort etwas anders ist.

Wenn der Trainer bei uns vorbei kommt und mein Mann und ich stehen gerade dort, schaut er meinen Mann an und fragt "Kommt Ihr heute zum Kurs ?" Dann sagt mein Mann "Ja"
Und damit ist die Situation erledigt.

Ich kann dann schlecht laut sagen, warum fragen sie nicht mich, sondern meinen Mann. Klingt irgendwie doof... :oops:

Grüße Rebecca


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie macht Ihr das ?
BeitragVerfasst: Di, 5.7.05 20:11 
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Registriert: Mi, 17.12.03 16:09
Beiträge: 265
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Hallo! :D

@Rebecca: Nun bin ich weder "normal-hörend, noch bin ich schwerhörig, ertaubt, CI-Träger oder gehörlos. Folglich weiss ich nicht, ob ich zu Deiner Zielgruppe gehöre!

Dem Gesetz nach bin ich "voll hörend", also "normal". Rein praktisch bin ich zentral fehlhörig. Dieser Zustand findet leider weder in der hörenden Umwelt einen Niederschlag - noch wird offenbar hier im Taubenschlag an die Möglichkeit der Existenz von so "Menschen wie mir" gedacht.....oder? :oops:

Bei mir ist es so: Ich bin aufgewachsen mit dem dauernden Gefühl der Unzulänglichkeit....Dass ICH es bin, die ununterbrochen alles geben muss, zu verstehen. Die alle Möglichkeiten der Kompensation aufbieten muss, um vorhandene Grenzen abzutragen, zu untertunneln, zu umgehen oder zu überbrücken.

Früher als "Nur-Lautsprachlerin" hab ich blöde Lautsprach-Situationen als gegeben hingenommen. Hab halt nur wenig oder begrenzt verstanden. Ständige Missverständnisse mit dem Schuldgefühl meiner Anwesenheit waren die Folge.

Seit drei Jahren erarbeite ich mir die Möglichkeit der Gebärdensprache. Im Kontakt mit anderen Gebärdensprechern werden die Barrieren nun zunehmend geringer! *freu* :-)))
Der Kontakt zu anderen GS-Sprechern gibt mir die Möglichkeit, oft erstmalig viele soziale Interaktionen als angenehm und entlastet zu empfinden....weniger Schuldgefühle! *freu*

Es ist ein neues Selbstbewusstsein für lautsprachliche Kontakte da. Mir steht jetzt zuverlässiger Körpersprache zur Verfügung, mit der ich viele Kontakte so gestalten und auch bestimmen kann..."dass auch ICH daran teilhabe"....nicht nur als "Irgendwie-Reaktion" auf den Anderen.

Wenn mir ein lautsprachlicher Kontakt zu nervig oder anstrengend ist-wird: Ich bin jetzt eher bereit als früher, nachzufragen, ein Gespräch zu gestalten, oder durchaus abzukürzen! Ich zeige viel eher als früher meine evt vorhandene Ungeduld!

Ich erfrage viel mehr als früher evt vorhandene Bilder, Grafiken oder Texte, die mir Details des Gespräches erklären können. Somit haben wir beide Gesprächspartner eine bessere Basis, gemeinsam zu verstehen.

Meinem jüngeren (schwerhörigen!) Sohn biete ich die Kommunikation per DGS als gleichberechtigt zur Lautsprache an. Sofern er meint, nicht verstanden zu haben...und zum "x-ten Mal" nachfragt (per Lautsprache)...kämpfe ich nicht mehr um jeden Preis, dass er lautsprachlich ja alles verstehen kann. Sondern ich erwarte von Patrick, dass er sich seine Kommunikations-Möglichkeiten verschafft. Wenn es per Hören nicht geht, muss er sich seine Möglichkeiten eben visuell besorgen. Da er derzeit die Kommunikation per Gebärden als "peinlich" empfindet (zumindest in der Öffentlichkeit), hat er aus meiner Sicht dann halt "Pech gehabt". Jedenfalls erkläre ich nicht mehr alles doppelt und dreifach, nur weil Patrick meint, nicht verstanden zu haben....

Mit anderen SH bin ich in der Kommunikation inzwischen so: In der Regel ungeduldig, sofern diese Personen ohne Gebärden-Kompetenz sind! Warum? Ich gehe davon aus, dass es jeder sinnesbehinderte Mensch selbst in der Verantwortung hat, sich die nötigen Strategien zu erarbeiten. Ich bin nicht länger bereit, mir in Restaurants, in der UBahn, im Bus, im Kaufhaus im Kontakt mit anderen Leuten die Seele aus dem Leib zu brüllen bis ich heiser bin, nur weil mein Gesprächspartner die Kommunikation per Gebärden ablehnt!

lg von biene63


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BeitragVerfasst: Mi, 6.7.05 11:21 
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Hallo Biene,

du kannst doch nicht verlangen, dass jeder Schwerhörige DGS lernt. Viele haben ihre Gründe, warum sie es nicht lernen wollen oder auch können.

Du müsstest auch wissen, dass Schreien gegenüber Schwerhörigen keineswegs hilfreich beim Verstehen ist. Ein bischen lauter reden wird oft als angenehm empfunden, aber beim Schreien versteht man gar nichts.

Du selbst willst nicht akzeptieren, dass dein Sohn nicht gebärden will, aber umgekehrt soll dein Sohn akzeptieren, dass Du nicht bereit bist, so zu reden, dass er Dich verstehen kann?


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BeitragVerfasst: Mi, 6.7.05 20:38 
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Hallo an Alle!

@"Ich habe ein CI": Ich bin absolut verärgert!
Wie kannst Du es wagen, Dich ungefragt hier einzumischen?

Ich verbitte mir jeglichen weiteren Kontakt mit Dir!
Die Gründe sende ich Dir per PN!

An alle Anderen: lg von biene63


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 7.7.05 8:55 
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@Hallo Biene,

wieso ungefragt? Dein Posting war öffentlich, und dann kann ich öffentlich meinen Senf dazu geben. Dein Posting ist bei mir eben so rübergekommen, wie ich es geschrieben habe.

Und ich habe auch niemals geschrieben, dass ich mit Dir Kontakt möchte. Wir hatte noch nie Mailkontakt und ich habe bisher auch keine Veranlassung gesehen, Mailkontakt aufzunehmen. Daher verstehe ich Deine Aufregung nicht so recht.


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 Betreff des Beitrags: @habe ein CI
BeitragVerfasst: Do, 7.7.05 9:36 
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Beiträge: 166
Wohnort: Epsilon Eridani
Ich kann die Aufregung von biene63 sehr gut verstehen, da du ihr vorgeworfen hast, das sie "faul" bzw. kommunikationsunwillig ist.

Ich würde dir vorschlagen, ihr Posting noch einmal ganz genau durchzulesen.

Was mit ihrem Sohn anbelangt:

Zitat:
Meinem jüngeren (schwerhörigen!) Sohn biete ich die Kommunikation per DGS als gleichberechtigt zur Lautsprache an. Sofern er meint, nicht verstanden zu haben...und zum "x-ten Mal" nachfragt (per Lautsprache)...kämpfe ich nicht mehr um jeden Preis, dass er lautsprachlich ja alles verstehen kann. Sondern ich erwarte von Patrick, dass er sich seine Kommunikations-Möglichkeiten verschafft. Wenn es per Hören nicht geht, muss er sich seine Möglichkeiten eben visuell besorgen.


Wo steht drinnen, daß biene63 nicht bereit ist, so zu reden, das ihr Sohn versteht? Wenn es trotz allem nicht geht, dann MUß ein anderer Weg genommen werden.

Verstehen ist nicht gleich hören, das sagt auch meine Logopädin.
Stichwort: "Ich verstehe nur Bahnhof."

Und ich glaube du hast das Zitat:

Zitat:
Ich gehe davon aus, dass es jeder sinnesbehinderte Mensch selbst in der Verantwortung hat, sich die nötigen Strategien zu erarbeiten. Ich bin nicht länger bereit, mir in Restaurants, in der UBahn, im Bus, im Kaufhaus im Kontakt mit anderen Leuten die Seele aus dem Leib zu brüllen bis ich heiser bin, nur weil mein Gesprächspartner die Kommunikation per Gebärden ablehnt!


total mißverstanden, vor allem die Phrase "sich die Seele aus dem Leib brüllen".

_________________
~~~ Panta Rei ~~~
~~~ Alles fliesst ~~~


Zuletzt geändert von NewAtair am Do, 7.7.05 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do, 7.7.05 10:26 
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Beiträge: 5
Biene, möglicherweise hast du noch nicht verstanden, wie Webforen funktionieren? Es ist jedenfalls ein öffentlicher Bereich, in dem eine öffentliche Diskussion stattfindet, die von jederman eingesehen werden kann (und das wahrscheinlich auch noch in vielen vielen Jahren), der sich die Mühe macht, hier hereinzuschauen. So wie du deine Meinung geäußerst hast, kann dies jeder andere auch. Nur weil dir die Antwort nicht schmeckt, kannst du dem anderen nun einmal nicht den Mund verbieten.

Du scheinst eine sehr absolute Person zu sein mit fest definierten Ansichten. Doch wenn du dich öffentlich äußerst, mußt du auch damit rechnen, dass es Personen gibt, die anderer Ansicht sind und dies auch zum Ausdruck bringen.

Beispielsweise bin ich der gleichen Meinung wie "habe ein CI". Ich bin schwerhörig und weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, auch nach der fünften Wiederholung noch nicht verstanden zu haben. Eine Einstellung, wie du sie äußerst, finde ich schon ein wenig arrogant. Wäre es mein Sohn, dann wären mir seine Gefühle doch so wichtig, dass ich ihn nicht zu etwas zwinge, was für mich zwar bequemer, für ihn aber äußerst unangenehm ist. Ich würde mich vielmehr fragen, warum Gebärden für ihn so peinlich ist und was man dagegen tun kann.

Genau darum ging es nämlich letzlich bei Rebeccas Fragen: Wo liegen die Probleme und wie kann man sie überwinden.
Einfach nur die Schulter zu zucken und sagen "mir egal, soll der andere sich bemühen" ist sicher eine Option. Allerdings nicht die Beste. - Im Gegenteil.

@Rebecca: Die Leute fühlen sich wahrscheinlich unwohl, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. Du mußt ihnen sagen oder zeigen, was du brauchst, damit du sie gut verstehst. Das Miteinander ist so oft an kleine Randbemerkungen, spontane Witze und ähnliche Kleinigkeiten gebunden. Mach ihnen klar, wie sie scherzen müssen, dass du es verstehst. Direkt anschauen, deutlich und langsam reden, unterstützende Gestik ... was immer. Mach es ihnen klar. Meine Erfahrung ist, dass kommunikationsfreudige Menschen richtiggehend erleichtert sind, wenn sie wissen, was geht und was nicht und vor allem wenn sie die Wirkung auch spüren. Ich versuche es gerne mit netten Bemerkungen und einem kleinen Dank, dass der andere sich so und so verhalten hat. Daraus ergibt sich oftmals ein Gespräch. Die Leute fragen dann auch von sich aus nach, wenn sie merken, dass du offen über deine Probleme redest. Viele trauen sich nämlich auch nicht, von alleine zu fragen.


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