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 Betreff des Beitrags: Augenkrankheiten und Kommunikation
BeitragVerfasst: Fr, 29.4.05 7:32 
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Es gibt insgesamt 800 verschiedene Augenerkrankungen, wobei viele heilbar sind und ein Teil zur Zeit nicht heilbar ist.
So gibt es viele Gehörlose und Hörgeschädigte mit zusätzlichen Augenerkrankungen, wie Grauer Star, Grüner Star, mit Glaskörpertrübungen, mit Netzhautdegeneration, mit Usher Syndrom, mit Kurzsichtigkeit, mit Bindehautentzündungen auch von Allergie hervorgerufen, bakterielle Hornhautendzündungen und vieles mehr.

Bei allen ist immer der Gang zum Augenarzt ganz wichtig. Denn nur er kann die richtige Diagnose und Behandlung feststellen.
In diesem Thread kann man einige Hinweise oder Erfahrungen schreiben, wie die Kommunikation mit den Betroffenen funktioniert.

In einer Selbsthilfegruppe kennt einer den anderen. Aber im Gehörlosen- oder Hörgeschädigtenverein ziehen sich Betroffene wegen der zunehmenden Kommunikationsproblemen immer mehr zurück, bis sie ganz zu Hause bleiben.
Ziel einer Gemeinschaft aber ist auch, niemanden in Stich zu lassen, wenn eine zusätzliche Erkrankung im Leben eines Gehörlosen und Hörgeschädigten hinzukommt. Und diese mit einbeziehen in das Leben in der Gehörlosengemeinschaft.

Solidarität lebt von gegenseitigem Annehmen, Hilfen und Gemeinschaft fördern.
Also, bis bald und ein frohes Schaffen.

Liebe Grüße

Phoenix

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Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


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BeitragVerfasst: Mo, 9.5.05 11:36 
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Nanu so still hier?
Es gibt noch eine Augenerkrankung - der grüne Star oder auch Glaukom genannt. Dieser bedroht die Sehkraft mit zunehmenden Alter.Ab dem 40.Lebensjahr steigt das Risiko. Bei älteren Menschen ist fast dreiviertel davon betroffen. Das Problem bei dieser Erkrankung ist, dass das Augenwasser nicht abfließen kann, weil die Kanälchen zu eng werden. Der dadurch erhöhte Druck zerstört den Sehnerv.

Deshalb sollten alle, die das 40.Lebensjahr erreicht haben, den Augeninnendruck regelmäßig kontrollieren lassen. Auch wenn keine Beschwerden wie starke Kopfschmerzen und Sehstörungen da sind. Wenn erst mal ein Schaden am Sehnerv eingetreten ist, kann das nicht mehr behoben werden. Medikamente können aber dafür sorgen, dass das Augenwasser gut abfliessen kann.

Das nächste Mal schreibe ich über die Kurzsichtigkeit, eine der weitverbreiteten Augenerkrankung und die Folgen in der Kommunikation.

Bis bald alles Gute

Phoenix

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BeitragVerfasst: Di, 10.5.05 21:58 
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@phoenix
danke,hab diesen thread glatt übersehen.
hier könnten wir tatsächlich verschiedene augenerkrankungen vorstellen bzw. verschiedene erkrankungen, die mit hör-u.sehbehinderung einher gehen...

melde mich bald...
lg beethoveny

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BeitragVerfasst: Di, 10.5.05 23:06 
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Nun, zum Augenarzt hinzugehen, ist für manch schon ein schweres Schritt. Ohne Hilfe, hat man kaum Vertrauen.

Es nützt auch wenig, wenn man hier im Forum Hilfe anbietet, haben die Betroffene auch wirklich Internet-Anschluss? Die Wahrscheinlichkeit, das der Betroffene hier liest ist leider gering.

Aber wenn es erstmal gefunden wurde... bei den Betroffenen gibt es in der Stadt oft gar kein Selbsthilfegruppe.


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BeitragVerfasst: Mi, 11.5.05 7:22 
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@ocram: Die Selbsthilfegruppen der Hörsehbehinderten findest Du meistens innerhalb des Gehörlosen- oder Schwerhörigenvereins. Das zeigt, dass immer wieder auch Gehörlose selbst mithelfen und ihre sehbehinderten Kameraden unterstützen.

Auch haben viele Gehörlose heute noch keinen Internetanschluss. Trotzdem funktioniert der Informationsfluss, eben durch die Vereine. Hier im Forum schreiben viele selbstbetroffene Hörsehbehinderte mit. Ich gehöre ja auch dazu.
Durch dieses Forum sind schon Anregungen zu Gründungen von SHG gekommen.

Der Gang zum Augenarzt ist unvermeidlich. Du kannst Dolmi mitnehmen. Aber bei Untersuchung hilft das nichts weil der Raum dunkel ist. Und die Augen geschlossen sein müssen wegen der Augentropfen zur Pupillenerweiterung. Wegen Kommunikation mit meinem Augenarzt kann ich mich nicht beklagen.

Alles Gute

Phoenix

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BeitragVerfasst: Mi, 11.5.05 16:22 
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dann fangen wir mal an...

MORBUS STARGARDT


• benannt nach dem deutschen Augenarzt
Karl Stargardt, der diese Krankheit (Morbus)
1909 in Marburg beschrieb

Morbus Stargardt ist eine nicht so seltene
Netzhauterkrankung, wobei die Netzhautmitte
als Stelle des schärfsten Sehens (Makula)
betroffen ist. Da sie typischerweise vor dem
20. Lebensjahr beginnt, spricht man auch von
einer jugendlichen (juvenilen) Makuladegeneration.
Ein späterer Beginn ist aber auch möglich,
wenngleich seltener.
In Deutschland leben schätzungsweise 8000
Betroffene.

Verlauf

Die Erkrankung beginnt meist mit einem relativ
plötzlichen Sehschärfeverlust (Visus). Dieser
schreitet weiter fort, wobei die Geschwindigkeit
und die Art des Fortschreitens (sprunghaft
oder gleichmäßig) sehr unterschiedlich
sein kann. In einigen Fällen nimmt die Sehschärfe
innerhalb weniger Monate dramatisch
ab. Diese zentralen Gesichtsfeldausfälle
(Skotome) bedingen Schwierigkeiten beim
Fixieren und Sehen von Details, also vor allem
beim Lesen und Erkennen von Personen.
Dieser Ausfall bleibt aber meist auf die Makula
begrenzt, so dass sich das Zentralskotom
nach einiger Zeit nicht weiter ausbreitet. Die
Peripherie (Randbereich) der Netzhaut ist
nicht betroffen. Nach der anfänglichen raschen
Visusminderung stabilisiert sich das
Sehvermögen auf einem niedrigen Niveau
(etwa 10 Prozent), so dass Lesen mit vergrößernden
Sehhilfen und die Orientierung
weiterhin möglich sind. Die Blendungsempfindlichkeit
ist erhöht, die Anpassung an die
Lichtverhältnisse wird schwieriger. Nacht-
Sehstörungen gehören nicht zu den Merkmalen
eines Morbus Stargardt, das Sehen in der
Dunkelheit funktioniert vergleichsweise gut.
Das Farbensehen verändert sich und ist abhängig
von der noch vorhandenen Sehschärfe:
Dunkle und auch sehr helle Farben sind
kaum noch unterscheidbar.

Autosom

Als Autosomen werden in der Genetik alle Chromosomen außer den Geschlechtschromosomen zusammengefasst.

Der Mensch beispielsweise hat 23 Chromosomenpaare, also 46 Chromosomen insgesamt. Davon sind zwei die Geschlechtschromosomen, XY beim Mann und XX bei der Frau. Die restlichen 44 Chromosomen sind die Autosomen.

Als autosomal - entweder autosomal dominant oder autosomal rezessiv - werden dementsprechend Vererbungen oder Erbgänge bezeichnet, bei denen das betroffene Gen oder die Genregion auf einem Autosom liegt.

Rezessiv

Rezessiv bedeutet in der Genetik "zurücktretend" oder "nicht in Erscheinung tretend". Der Begriff bezieht sich dabei auf ein Merkmal eines Lebewesens, dessen Ausprägung durch ein anderes Merkmal überdeckt wird.

In der Genetik gibt es dominante und rezessive Erbfaktoren oder Allele. Ein dominanter Erbfaktor setzt sich in der Merkmalsausprägung gegenüber dem rezessiven durch.

Beispiele:

* Hat ein Mensch in seinem Erbgut die Blutgruppeneigenschaft B und auf dem zweiten Chromosomensatz die Blutgruppeneigenschaft 0, dann ist B dominant und 0 rezessiv. Seine Blutgruppe ist B, denn die dominante Eigenschaft B setzt sich in der Merkmalsausprägung gegenüber der rezessiven Eigenschaft 0 durch.
* Bei der Erbsenpflanze gibt es rote und weiße Blüten. Für die unterschiedliche Blütenfarbe sind verschiedene Allele zuständig: das Allel für die rote oder das für die weiße Blütenfarbe. Da in diploiden Organismen wie der Erbsenpflanze immer zwei Allele vorkommen, die ein Merkmal bestimmen, kann die Pflanze zwei gleiche Allele für die rote Blütenfarbe, zwei gleiche Allele für die weiße Blütenfarbe oder zwei unterschiedliche Allele (eines für die rote und eines für die weiße Blütenfarbe) besitzen. In letzterem Fall entsteht dennoch eine rote Blüte, weil das Merkmal "weiß" durch das dominante Allel für die rote Blütenfarbe überdeckt wird.

Die autosomal-dominant-(eltern krank) vererbte
Form ist extrem selten
Lipofuszin ist ein braungelbliches Abfallprodukt,
das beim Sehvorgang in den Pigmentepithelzellen
als Abbauprodukt entsteht und
bei Morbus Stargardt wahrscheinlich vermehrt
gebildet wird. Dies könnte den gelben
Flecken zugrunde liegen. Gendefekte im
ABCA4-Gen führen letztendlich wohl zu gestörten
Transportvorgängen.

Dominant-rezessive Vererbung

Bei dieser Form der Vererbung setzt sich das dominante Allel gegenüber dem rezessiv vererbten Allel durch. Die Augenfarbe beim Menschen wird dominant-rezessiv vererbt, wobei das Allel für braune Augen dominant und das Allel für blaue Augen rezessiv ist. Bekommt ein Kind von einem Elternteil die Erbinformation für blaue Augen und vom anderen die für braune Augen, so wird es braune Augen haben. Die Erbinformation für das rezessive Allel (hier "blaue Augen") bleibt jedoch erhalten und kann an die nächste Generation weitergegeben werden.

Ein Morbus Stargardt wird in der Regel autosomal
rezessiv (dies bedeutet: eltern sind gesund aber träger des kranken gens) vererbt und wird ausgelöst durch
eine Veränderung (Mutation) im ABCA4-Gen.
Dieses Gen ist sehr groß und komplex und
dient als Bauplan für eine große Gruppe von
Transportproteinen; die verschiedenen Arten
von Defekten auf diesem Gen bedingen unterschiedliche
Krankheitsverläufe. Diese reichen
von Morbus Stargardt bis hin zu einer ausgeprägten
Zapfen-Stäbchen-Dystrophie.



Quellen: wikipedia, pro retina, flexicon...

für euch zusammengesucht. wenn es euch interessiert, stelle ich als nächstest die ZAPFEN-STÄBCHEN-DYSTROPIE und MORBUS REFSUM vor. m.refsum ist auch eine mit schwerhörigkeit/taubheit einhergehende augenerkrankung...für mich sind diese beiträge übung für artikel die ich noch vorhabe... :wink:

ciao beethoveny


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BeitragVerfasst: Mo, 22.8.05 10:57 
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Nachdem schon eine Weile her ist, wo wir zu diesem Thema geschrieben haben, möchte ich hier nun weiterschreiben.
Besonders häufig sind auch Augenallergien, die vielen zu schaffen machen. Die Ursachen sind sehr verschieden, weil durch Umweltbelastung und allergieauslösende Mittel in Nahrung, Arzneimittel oder durch Chemikalien am Arbeitsplatz oder im Haushalt weiterhin zunehmen.

Bei einer Allergie gibt es verschiedene Beschwerden wobei mit Jucken, Rötung, Gefühl von Fremdkörper im Auge und Anschwellen der Augen einhergeht. Ursachen sind auch Heuschnupfen, Allergie gegen Tiere, Sonnenallergie usw.Die Bindehaut des Auges ist am meisten mit betroffen.

Man sollte hier auch den Augenarzt aufsuchen, der Diagnose und Therapie mit den effektivsten Behandlungsmöglichkeiten festlegen kann.
In Zeiten der Entzündungen ist Kommunikation per Gebärdensprache eingeschränkt. Eine gute Möglichkeit ist dann auch, wenn man das Lormen beherrschen kann.

Bis bald alles Gute

Phoenix

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