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 Betreff des Beitrags: Eine Sommerlektüre
BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 14:10 
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Dieses habe ich heute in einer Zeitung gefunden:

Wer als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebte und zurückblickt, glaubt es kaum dass er es bis heute überleben konnte.
Denn die Kinderbettchen waren angemalt in vielen strahlenden Farben voller Blei.Die Fläschchen aus der Apotheke ließen sich genauso leicht öffnen wie die Flasche mit den Bleichmitteln. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung der kleinen Fingerchen.Man trank das Wasser aus dem Wasserhahn und nicht aus Flaschen.

Man baute sich Wagen aus Seifenkisten. Bei der ersten Hangabfahrt merkte man dann gleich, dass die Bremsen dabei vergessen wurden. Aber nach einigen Karambolagen kam man damit klar. Man verließ früh das Haus zu Spielen und kehrte erst wieder heim, wenn es anfing dunkel zu werden. Niemand wußte wo man sich gerade rumtrieb und man brauchte auch kein Handy.

Man hat sich geschnitten, brach sich auch mal die Knochen oder kam mit einem Zahn in der Hand heim. Niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Keiner hatte Schuld außer wir selbst.Man trank mit Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Man hatte keine eigenen Fernseher mit 64 Fernsehkanälen, Computer und Videospiele. Man hatte Freunde. Diese traf man draußen auf der Straße oder bei ihnen zu Hause. Man brauchte nur zu klingeln und traf sich so ohne Termin. Man brauchte niemanden zu bringen und auch nicht abzuholen. Den Weg wußte man selbst.Man dachte sich Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbälle und alle hatten ihren Spaß.

Man hatte Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Damit konnten alle gut umgehen.

Wie haben diese das alles überlebt bis heute? :)

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Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


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BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 15:25 
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Klasse! Kommt mir wie eine Beschreibung meiner Kindheit vor. - Ob die guten alten Zeiten allerdings so viel besser waren???

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Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.
(Tucholsky)


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BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 18:55 
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Das wurde auch schon im Klönforum bei spätertaubt.de
unter dem Titel "Wir waren Helden" diskutiert.
Man könnte noch vieles andere ergänzen, was wir damals
überlebt haben.
Aber manches ist im Rückblick so "haarsträubend", das
die junge Generation heute das garnicht glaubt.


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BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 20:24 
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Wohnort: Thueringen
Zum Spazierengehen eigneten sich am besten die Großväter mit uns Kindern. Sie meckerten nicht, wenn man sich der Länge nach in den Dreck legte. Sie holten geduldig die Bälle immer wieder aus dem Gebüsch oder aus Nachbars Garten, die wir immer wieder da hinein warfen. Sie hatten viel Zeit.
Meistens hatten sie auch immer etwas Kleingeld dabei, so dass man sich einen bescheidenen Komfort leisten konnte wie Stundenlutscher, Windrädchen, Wackelenten und Sandschaufeln. :)
So sollten wir auch unsere Großeltern nicht vergessen.

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BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 22:47 
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Phönix, sorry, aber Du bist irgendwie weit weg vom Thema.
Omas und Opas und Enkel ist ein Thema für sich.
Hast Du Enkel? Ich glaube, Du wärst bestimmt ein
guter Opa. Aber darum geht es nicht in diesem Thema.
Es geht darum, wie normale Menschen damals lebten und
arbeiteten unter Bedingungen, die heutige junge Menschen
als "unmöglich" ablehnen würden.


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BeitragVerfasst: Do, 3.8.06 23:29 
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Wohnort: Thueringen
@CharlyBrown:

Es ist möglich, dass ich einen kleinen Umweg gemacht habe, aber man kann sich heute kaum vorstellen, dass früher viel Zeit da war. Zwar gibt das heute auch noch, aber es ist doch "modern" geworden, keine Zeit mehr zu haben allgemein.Dabei hat der Tag schon seit der der Umrundungen der Erde um die Sonne immer 24 Stunden gehabt. :) Darauf wollte ich mal hinzeigen.

Man saß eben nicht vor der Kiste, egal welche, sondern spielte draußen mit seinen Kameraden zum Beispiel mit einer Fahrradfelge, welches man dem Stock angetrieben hat und rannte neben her. Wer zuerst an der Ortsgrenze war, der war Sieger, auch wenn man da mit vielen Schrammen und Beulen ankam.Dann gab es auch Wettrudern mit Waschwannen auf dem Bach entlang. Trotz einiger Erfahrungen mit dem "nassen" Wasser :) , ist keiner krank geworden. So wurden sicher schon viele Entdeckungen und Erfahrungen gemacht. :) :)

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BeitragVerfasst: Fr, 4.8.06 6:01 
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hallo an alle

Und wie die Zeiten sich geändert haben, dass heutzutage viele Jugendlichen Handy haben (früher noch nicht möglich bzw noch Luxus! -man denke an die Minutenpreise, damals noch über 1 Mark!!).... heutzutage manche Jugendliche bleiben lieber zu Hause und telefonieren, anstatt radeln, draussen spielen etc.

So ändern sich die Zeiten....

Grüsse von Marky :bday:


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BeitragVerfasst: Fr, 4.8.06 19:10 
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Beiträge: 124
Ich hatte auch so eine Kindheit.

Auch war ich jeden Tag draußen auch bei Regen und bin täglich Rad gefahren

Gruß Janabär :angel:


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BeitragVerfasst: So, 6.8.06 15:49 
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Registriert: Di, 16.5.06 21:20
Beiträge: 3
Wohnort: Norderstedt
Da waren noch Zeiten. War gerade 17 Jahre alt und bin mit dem Fahrrad ohne Flickzeug von Hildesheim nach Bremerhaven ohne Unterbrechung gefahren. Auch in der Ausbildung bin ich nach Feierabend von Hildesheim nach Hameln zum Fussballtraining geradelt und danach wieder zurück nach Hause geradelt. Bin nie zu spät zur Arbeit gekommen.Andere Möglichkeiten etwas zu unternehmen war nicht möglich, zur Zeit habe ich nur 10 DM Taschengeld im Monat.


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BeitragVerfasst: Sa, 21.7.07 17:35 
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Beiträge: 20
wow... das waren ja wohl Zeiten... :-)))


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BeitragVerfasst: So, 22.7.07 11:19 
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Registriert: Sa, 7.7.07 13:51
Beiträge: 17
Wohnort: Heidelberg und Land der Sonne (Südspanien)
Ich denke, die Entwicklung unserer Kinder hat so wenig mit
Natur zu tun, wie der PC bei der Entwicklung eines Kindes
vor 30 Jahre...

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LG
Libertad
Freiheit und Frieden


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