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 Betreff des Beitrags: Allgemeine Frage
BeitragVerfasst: Do, 26.6.03 22:08 
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Hallo Leute,

ich hab mal eine - vielleicht peinliche - Frage:
Ab welchem Alter der Ertaubung redet man eigentlich von "Spätertaubt"?

Zweite Frage: Weiß jemand, wieviele Spätertaubte es in Deutschland und Österreich gibt. (Ungefähr!)

Ciao
Caroline


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BeitragVerfasst: Do, 26.6.03 22:27 
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Peinlich..? ..nöö, im Gegenteil - die 1. Frage war gut! :)

Wer weiss? *neugierigsein*

_________________
Was ich nicht weiss, weiss www.google.de


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BeitragVerfasst: Do, 26.6.03 22:35 
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@Caroline, ich würde es sehen wie prä- und postlingual ertaubt. Bei der Festlegung des GdB ist das glaube ich das 7. Lebensjahr, ab dem man postlingual wäre und somit spätertaubt... bei mir wars zwar mit 25 Jahren auch spät, für meinen Geschmack aber wiederum viel zu früh :D

In Deutschland wird die Zahl auf 200.000-300.000 geschätzt, in Österreich ein Zehntel davon...

Viele Grüsse
Michael


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BeitragVerfasst: Do, 26.6.03 22:44 
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Registriert: Mi, 25.6.03 18:10
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danke Mike,

hab nicht gedacht, dass es doch so viele sind.
Hab übigens grad gemerkt, dass ich Deine Homepage schon von früher kenne. Ist ja interessant, wo man die Leute trifft, nicht?

Gibt es eigentlich eine - ich sag mal - offizielle Definition für spätertaubt. Z.B. vom Sozialamt oder so.

Ciao
Caroline


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BeitragVerfasst: Do, 26.6.03 23:35 
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Wohnort: Bielefeld
Nach mein ANsicht halte ich falsch, wenn man ab 7.Lebensjahr als Spätzertaubt nennen wurde. Eigentlich nach mein Erkenntnis, da soll man erst an 15.Lebensjahr genauer 2.Secoundschuljahr als Spätertaubte nennen. Alter zwischen 7 und 12. Lebensjahr kommen oft zu Gehörlosen - oder Schwerhörigenschule. Nach 15.Lebensjahr oder im Zeit 2.Secoundschuljahr wäre sinnlos, wenn man zu Sonderschule geschickt werden, da Wissenstandunterschied sehr gross ergibt. So denke ich, dass zwischen 7. bis ca. 15 Lebensjahr nur "Ertaubte" nennen, da wäre bei Gehörlosen zufrieden.

Grund: Ich kenne viele Ertaubte im Primäre und 1.Secounärschuljahr ertaubt worden, die oft gut gebärden können.Ich selbst gehöre zu Fruhertaubte, doch halt einige Gehörlose, dass ich zu Spätertaubte oder Schwerhörige gehöre. Leider so!

Übrigens kann Sozialamt gar nicht bestimmen, sondern viel mehr von Facharzt z.B.: MDK, Gesudnheitsamt, Versorgungsamt


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 6:58 
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Beiträge: 429
hallo caroline,

peinlich is deine frage gar net... eher interessant.

als hörenden würd mich das auch interessieren, wie man die verschiedenen formen der taubheit definiert bzw. zuordnet.
du hast sicher schon gemerkt, dass viele, um nicht zu sagen alle hörenden als erste frage die nach der dem "warum" der ertaubung stellen. sowas interessiert einfach, man möchte wissen, wie man selbst dran ist, sich eventuell schützen vor dem unheimlichen...

sagste, du wärst nach zugluft beim autofahren ertaubt, kannste sicher sein, dass der hearie künftig alle fenster in seinem wägelchen zu hat... :-)))

ich bin selbst ein sogenannter spätertaubter, im alter von 8 jahren an mumps erkrankt, das gehirnhautentzündung auslöste und mich in die ewige stille beförderte.
tja, das ist schon beinahe 40 jährchen her, in wenigen monaten wird ein unrühmliches jubiläum gefeiert, dann wenn der erste schnee fällt und weihnachtliche stimmung aufkommt. ausgerechnet um diese besinnliche zeit musste ich "hinüber", dorthin, wohin ich gar nicht wollte.
mich fragte niemand, obs mir auch recht ist, ein "glücklicher gehörloser" zu sein, wie´s von manchen anhängern der deaf-identy-scientology gepredigt wird. :wink:

als spätertaubt würde ich menschen, die nach dem (vollständigen) spracherwerb ertaubten, bezeichnen. das kann frühestens mit 5 jahren sein. in diesem alter reden die meisten kinder schon zusammenhängend und nicht mehr bruchstückenhaft. ab der 1. klasse allerdings trifft für mich der begriff der spätertaubung voll zu. in diesem alter ist man besonders aufnahmefähig und beherrscht einen sehr grossen wortschatz, den man als hörender, der alles gesprochene intensiv bewußt oder unbewußt aufsaugt und damit sein wissen erheblich erweitert.

schlimm ist eine ertaubung etwa ab dem 12. lebensjahr, wenn man schon über eine gewisse reife verfügt. da kommts in den meisten fällen zu depressionen, an denen sehr schwer zu kauen ist.
ich war mit dem hören so verwurzelt und verflochten, kanns bis heute nicht verwinden, dass ich nie wieder hören werde.

tja, nach einer gewissen zeit stellt sich gleichgültigkeit ein. abgefunden hab ich mich mit meiner taubheit nie und werds auch nie können.

ich mag gar nicht wissen, wie´s leuten geht, die nach der grundschule oder gar später im berufsleben ertaubten. das muss ein horror für den betreffenden sein und nur besonders starke naturen können dies seelisch verarbeiten.

wie ich deinem who is who - porträt entnehmen konnte, übersiedelst du demnächst zu den schwaben. als tiroler dolmetsch müßtest du auch den dortigen gebärden-dialekt dazulernen, sonst versteht man dich nur mühsam.

wünsche dir noch einen guten einstand in deiner neuen heimat...


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 8:26 
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Man kann kein bestimmtes Lebensalter festlegen, ab dem
das Wort spätertaubt zutrifft.
Ich kenne einige Spätertaubte, die sind schon mit 4 - 6 Jahren
ertaubt und haben trotzdem gute Lautsprache behalten
und sind nicht in der GL-Gemeinschaft.
Anderseits kenne ich Gl mit sehr schlechter Laut- und
Schriftsprache, die sind erst zwischen 6 - 10 Jahren ertaubt.
Manche Gl nennen sich taubgeboren, aber es sind nur
schwerhörig Geborene und sie können mit HG telefonieren.


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 9:37 
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Nun auch noch mein Senf dazu. Die Definitionen von Fritzl und Charly Brown gefallen mir nicht, da sie im Grunde darauf hinauslaufen den Begriff "Spätertaubt" an der Gebärden- bzw. Lautsprachenkompetenz der Betroffenen fest machen. Das greift in meinen Augen zu kurz. Bin ich nun, weil ich leidlich gut Englisch kann, ein halber Engländer, oder doch nur ein 1/4 Brite? Eher käme man mit der Frage weiter: Was sieht der Betreffende als seine Muttersprache an. Dies ist aber keine Frage, die irgendwie von rechtlicher oder medizinischer Relevanz wäre. Ich wiederhole hier gerne, daß in meinen Augen der entscheidene Punkt ist, wie weit der Spracherwerb abgeschlossen ist, bzw. ob er überhaupt bereits eingesetzt hat. Demzufolge würde ich zwischen prä- (vor dem Spracherwerb), per- (während des Spracherwerbs) und postlinugal (nach dem Spracherwerb) Ertaubten unterscheiden. Wann dieser Prozess des Spracherwerbs abgeschlosse ist, darüber kann man nun streiten. Das an der Anzahl der besuchten Schulklassen festmachen zu wollen, greift zu kurz. Es hängt ab vom Elternhaus und der Förderung dort, von der Begabung, etc. pp. Die Frage, wieweit der Spracherwerb gediehen ist zum Zeitpunkt der Ton-Abschaltung (einen Abschluß wird er vielleicht erst mit dem Tod finden), beeinflußt unmittelbar die Frage: Wie helfe ich diesem Menschen? Ein Kleinkind, das gerade anfängt, zu brabbeln hat da ganz andere Anforderungen als ein Erwachsener, der mitten in der Ausbildung oder im Berufsleben steht - von den sozialen und psychologischen Konsequenzen ganz zu schweigen.

@Mike: Wo hast Du denn die Zahlen her?

Pnin


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 10:39 
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Die Eingangsfrage ist eigentlich eine simple Frage gewesen auf die es ebenso eine recht einfache Antwort gibt:

In der Hörgeschädigtenpädagogik wird unterschieden zwischen prälingual Ertaubten und postlingual Ertaubten. Letztere sind die nach dem Spracherwerb Ertaubten - und bei dieser Definition wird im allgemeinen das 3. Lebensjahr (das ist das Alter in dem ein Kind über das Hörvermögen das gesamte Sprachspektrum aufnehmen kann) als Grenze gesehen. Wer also von Geburt an normal gehört hatte und dann ab einem Alter von 2 1/2 - 3 Jahren ertaubt, gilt im Fachsprachgebrauch als spätertaubt (und das ist wohl auch die Antwort auf die Frage von Caroline), ganz egal ob jener Mensch die Gebärdensprache als bevorzugtes Kommunikationsmedium nutzt oder ("normal") spricht.

Anders


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 10:56 
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@PNIN: Aus einer Publikation des DSB. Die Zahl dort wurde verifiziert mit den Daten der Integrationsämter, also in etwa wieviele wg. Taubheit gemeldete Schwerbehinderte es gibt.

Die Zahl für Österreich ist von mir geschätzt anhand der Grösse der Population...


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 11:08 
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@Anders: Ist diese Einteilung nicht zu grob, bzw. das angesetze Alter von 3 Jahren zu jung? Wer mit 3 Jahren ertaubt, hat zwar vielleicht ein "Hörvermögen, [das] das gesamte Sprachspektrum aufnehmen kann", aber ein solches Kleinkind ist doch mitten im Spracherwerb begriffen. Das muß doch von der Pädagogik her ein ganz anderes Problem sein, einem solchen Kind die Sprache beizubringen, als einem 18-jährigen Abiturienten, der plötzlich ertaubt, oder nicht? Im übrigen habe ich auch andere Definitionen der Begriffe gesehen, auch in der Fachliteratur. Deine Definition gefällt mir aus einem weiteren Grund nicht: Sie suggeriert, der Spracherwerb sei eine Prozeß, der am Tage X beginnt und am Tage Y endet. Das ist aber, nach allem was ich als Laie über dieses Thema so gelesen habe, sicherlich nicht der Fall. Es handelt sich dabei um einen stetigen Prozeß, der auch im Erwachsenenalter, zumindest meinem Erleben nach, nicht wirklich abgeschlossen ist. Nun bringt es aber die Natur der Behinderung "Taub" mit sich, daß unmittelbar die Sprache bzw. die Kommunikation betroffen ist. Insofern kommt keine wirklich sinnvolle Definition darum herum, sich auf die Phase des Spracherwerbs zu beziehen, wann die Ertaubung eintritt. Es muß aber - IHMO - Medizinern, Pädagogen etc. klar sein, daß es da fließende Übergänge gibt.

@Mike: Danke! Ist diese Publikation zufällig online verfügbar oder kann man die anderweitig beziehen?

Pnin


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 11:42 
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@Pnin: Vielleicht im Schwerhoerigennetz.de ... ich hab sie schriftlich daheim, dort werden auch Zahlen für die anderen Grade der Schwerhörigkeit genannt und auch Definitionen, was leicht, mittel- und hochgradig SH sein soll...


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 15:28 
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@ Pnin, natürlich ist der Spracherwerb nicht am Tag Y abgeschlossen, die namhaften Hörgeschädigtenpädagogen bezeichnen aber trotzdem das Alter von 2 1/2 - 3 Jahren als die Grenze (besser ist "Schwelle") für den passiven Spracherwerb, das die typischen Merkmalen von den Spätertaubten - im Gegensatz zu den Gehörlosen - ausmachen. Wobei hier auch wieder die Ausnahmen die Regel bestätigt, d.h. es gibt auch - wenige - Gehörlose, die es mit sehr viel Training schaffen zu einer solchen (Laut-)Sprache wie die Spätertaubten zu kommen.

Was mir bei dieser Bezeichnung wichtiger ist, ist die Tatsache, dass jemand von Geburt an gut gehört hatte und dann mit 2 1/2 - 3 Jahren (oder später) ertaubte. Diese Tatsachen kannst du nicht per Augenscheinnahme feststellen (du musst es wissen!). Ich kann daher nicht hergehen, einem hörgeschädigten Bekannten, von dem ich nicht viel mehr weiß als dass er "normal" spricht (i.S. von gut artikuliertes und verständliches Sprechen) so dass er ohne Schwierigkeiten verstanden wird, das Etikett "spätertaubt" anheften.

Anders


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 15:51 
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@Anders: Aha, damit kommen wir doch der Sache auf den Grund, denn Du sprichst vom "passiven" Spracherwerb, während ich mich dagegen auch auf den "aktiven" Spracherwerb beziehe. Letzter ist wohl noch nicht mit 3 abgeschlossen, wird aber doch auch von der Fähigkeit zu hören beeinflußt. Was bitte verstehst Du unter "typische Merkmale" von Spätertaubten bzw. Gehörlosen?

Dein 2ter Abschnitt ist selbstverständlich, weswegen ich mir angewöhnt habe zu sagen, wenn ich Menschen treffe, die nichts von meiner Behinderung wissen, ich sei "ertaubt". Damit will ich klar machen, daß dies nicht immer so war.

Pnin


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BeitragVerfasst: Fr, 27.6.03 17:55 
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@Pnin, Anders

Ich bin vier Monate vor dem siebenten Lebensjahr durch Krankheit(Meningitis )ertaubt. Es hiess bei mir, die Sprache blieb,nur das Gehör ging flöten. Ich bin mir bis heute nicht sicher: was bin ich: spätertaubt oder???


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BeitragVerfasst: Sa, 28.6.03 17:44 
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spät aber doch, hab ich wieder mal Zeit zum Schreiben.

@ Fritzl: Du hast geschrieben, dass das Sozialamt nicht festlegen darf, aber z.B. MDK. Was bedeutet MDK? Ich kenne diese Abkürzung nicht.

Aus meiner Sicht finde ich es ziemlich früh, ab 2 1/2 oder 3 von spätertaubt zu reden. Ich kenne auch einige, die in diesem Alter (die meisten durch Meningitis) ihr Gehör verloren haben. Aber sie erklärten mir alle, dass sie absolut keine Erinnerung an die akustische Wahrnehmung haben, weder Stimme, Geräusche oder sonst etwas.

Spielt das nicht auch eine Rolle, ob eine aktive Erinnerung gegeben ist?

@ Auerhahn: Kannst Du Dich noch daran erinnern, z.B. an die Stimme Deiner Mutter oder so?

Eine Frau, die mit 16 durch einen Hörsturz ertaubte, (jetzt ca. 30 Jahre alt) erzählte mir, dass sie sich noch genau dran erinnern kann und immer noch das Gefühl hat in manchen Situationen zu wissen, welche Geräusche da sind.

Ich glaube, dass das mit eine Rolle spielt.

Wie seht Ihr das?

Ciao
Caroline


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BeitragVerfasst: Sa, 28.6.03 18:39 
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@Caroline
Zu Deiner Frage nach Stimmen: ja ich kann mich noch an die Stimmen in meiner Familie erinnern, an mehrere Fremdsprachen, an Ansprachen und Musik im Radio. Manchmal fühle ich mich schon wie unter einer "Kasglock'n", weil ich von den Lauten getrennt bin. Es ist nicht Depression, sondern das Wissen, wie es klingen könnte.


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BeitragVerfasst: Sa, 28.6.03 19:43 
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Pnin, Du hast geschrieben, Fritzl und ich machen spätertaubt
an der Sprachentwicklung fest. Das ist zu kurz gegriffen.
Stimmt. Aber was erwartest Du auf eine unbestimmte Frage?
Das Wort „spätertaubt“ ist durch den ersten Teil (spät)
ein sehr unbestimmter Begriff.
Eine exakte Definition zu einem in sich selbst schon
unbestimmten Wort ist vermutlich unmöglich.
Fritzl und ich können dazu nur sagen, was Gl unter dem
Wort „spätertaubt“ verstehen. Und auch Gl haben dazu keine
genau gleiche Meinung.
Anders hat erklärt, wie Pädagogen „spätertaubt“ definieren.
Aus meiner Kindheitserfahrung kann ich dazu nur ein grobes
Beispiel nennen: In manchen Deutschen Großstädten wurden
taube Kinder je nach Sprachvermögen in die Gehörlosen- oder
Schwerhörigenschule eingeteilt, egal in welchem Alter die
Kinder taub geworden sind.
Da kamen manche nur schwerhörigen Kinder in die Gl-Schule
und manche stocktaube Kinder in die Schwerhörigenschule.


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