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BeitragVerfasst: So, 4.5.03 21:20 
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Bei dieser Diskussion sollte man auch im Hinterkopf behalten, daß der Spracherwerb und die Geschwindigkeit, mit der er von statten geht, stark vom Umfeld, insbesondere der Familie und den Eltern, abhängig ist. Eltern, die ihr Kind jahrelang nur mit einer verballhornten Sprache ala Teletubbis konfrontieren, werden möglicherweise auch nach 8 Jahren noch keinen vollständigen Satz von ihrem Sprößling zu hören bekommen. Wer umgekehrt von Anfang an auf eine gute Sprache achtet, auch bei sich selbst, wird so etwas eher auch bei seinem eigenen Kind erleben können. Insofern empfinde ich die Unterteilung in prä-, per- und postlinguale Ertaubung sehr schlüssig. Ich frage mich, was die "Muttersprache" der einzelnen ist. Für mich (seit 3 Jahren ohne Ton) ist es eindeutig die Lautsprache und ich sehe im Moment nicht, daß die Gebärdensprache je in diesen Rang kommen wird. Was jetzt bitte nicht so mißverstanden werden möge, die DGS hätte keine Bedeutung für mich. Wie sieht das bei den anderen hier aus, insbesondere den Spätertaubten?

Pnin


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BeitragVerfasst: So, 4.5.03 22:42 
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Auf dein Posting von Charly Brown kann ich nicht zustimmen!!!!! DGB-Basis NachKriegzeit kenne mich sehr gut aus, die nur von Ertaubte an der Zepter gehaltet, sodass durch mein Personlichkeit zum Sturz gebracht worden!! Nachfolger ist eher Schwerhörige, da er ja ein Jurist ist. Bei Sportverband sieht ahnliches aus. Entscheidend ist Schriftsprache auf jedenfall von Bedeutung! Ich kenne ein Zangengeburtertaubte Gehörlose, der Schriftdeutsch war, und hat Programmierkarrier zwar mit alte IBM; Generation mitgewirkt hat. Der war vorher Schriftsetzer erlernt, später zu Profiprogrammier für IBM Mainframe umgestattelt.

@Pnin: Richtig. Jedoch wundere mich über Abgrenzung ALter im Bereich Spätertaubte. MAnches habe ich Gefühl, dass behandelt man gleich zwischen 7 und 99 in einem Topf "Spätertaubte" , dadurch wehre mich! Alter als 50 wurde ich Altertaubte nennen, da Lernprozess langsam abnimmt.

Übrig, was die medizinische Bezeichnung interessiert mich zwar, aber padägogische Form sieht wohl anders als viele Mediziner. Oder irre mich?


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BeitragVerfasst: Di, 6.5.03 22:42 
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Fritzl, vom Thema „Arbeitsassi für Spätertaubte“ sind wir
zum Thema „Unterschied zwischen Taubgeborenen, Ertaubten,
Spätertaubten“ gekommen.
Und jetzt sind wir bei dem Thema „Spätertaubte im Vorstand
des Deutschen-Gehörlosen-Bund und Deutschen-Gehörlosen-Sport-Verband“.
Vielleicht sollten wir ein neues Thema eröffnen?
Hier in Klangpause sind Spätertaubte, die vermutlich nichts
von der Geschichte des DGB und DGS wissen und darum
nur “???“ verstehen.
Also, im Prinzip verstehe ich Dich. Viele taubgeborene oder
frühertaubte Gehörlose sind sauer, weil gutsprechende
Ertaubte (oft waren es nur Schwerhörige) schon in der
Gehörlosenschule die Lieblinge der hörenden Lehrer waren.
Darum haben viele taubgeboren oder sehr früh ertaubte
Gehörlose eine Abneigung gegen „gutsprechende Spätertaubte“.
Aber das ändert nichts an der Tatsache: Es waren und sind
Ertaubte mit guter Schriftsprache, die erfolgreich für
sozialen und kulturellen Fortschritt der Gehörlosen gekämpft
haben! Auch für Anerkennung der Gebärdensprache!
Der „Jurist“ in Deinem Beitrag, hat die Deutschen-Gehörlosen-
Kulturtage gegründet und den DGB von einem unbeachteten
„Freizeit-Vereine-Verband“ zur echten Interessenvertretung
der Gehörlosen gemacht!


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BeitragVerfasst: Mi, 7.5.03 6:29 
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@Charly Brown:Das weiss ich auch, was du schreibst. Jedensfall ist bislang über Abgrenzung im Bereich Fruhertaubte und Spätertaubte kein KLarheit zu verschaffen. Offenbar hat einer von Fachbuch mit lautere Irrtume zuruckgegriffen. Ich weiss nur, dass ein Streitigkeit über Abgrenzung zwischen Fruhertaubte und Spätertaubte sehr alt ist. Unter Gehörlosen glaubt man, dass ich zu Spätertaubte gehört. Jedoch war ich Oralist. Ab 7.Lebensjahr bezeichnet einige Idioten schon als Spätertaubte, da war ich erstaunt. Dies gehört nach mein Betrachtung mehr zu "Ertaubte"

Weiterhinaus möchte ich auch sagen, dass Arbeitsassisent für Spätertaubte ist genauso wie Arbeitsassisent für Gehörlosen behandelt wird. ODER????


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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 0:17 
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Fritzl, Abgrenzungen sind nicht gut.
Jeder Mensch ist anders.
Ich kenne eine Frau, die ist mit sechs Jahren ertaubt, spricht
gut Lautsprache, hat Abitur und kein Interesse an Gl oder
Gebärdensprache.
Ich kenne aber auch Gl, die sind mit zehn Jahren ertaubt
und können nicht gut sprechen. Und ich kenne auch Gl,
die sind nur schwerhörig, können telefonieren, aber sie
können nicht richtig schreiben und lesen.
Es ist nicht gut, wenn manche GL alle gut sprechenden
Ertaubten ausgrenzen wollen.


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BeitragVerfasst: Di, 13.5.03 6:00 
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Solche Abgrenzungen in politische Form denke ich schon gar nicht, aber medizinische Abgrenzung verwirren die Bürger nur. CharlyBrown, wie du beshcrieben hast, da gehört zu "Ertaubte", aber nicht zu Spätertaubte, daher soll man nicht verwirren. Es geht um Logikdenken.Ich kenne viele Ertaubte, die erst zwischen 6 und 14 Jahre alt ertaubt, da kommen Sie meist ins Schwerhörigenklasse. Das weiss ich aus mein eigene Schulzeit, der ich selbst in der Schwerhörigenklasse war.

Zu Schreibdolmetschersache als Arbeitsassisent haben selbst auch taubgeborene Gehörlose ein Anspruch, warum nicht. Ich kenne ein sogenannte Zangengeburte Gehörlose, der beherrscht sehr gute Schriftdeutsch, doch beherrscht der kaum DGS!!! Die Übersetzungsweise bei Arbeitsassisent sollte die Betrofffene selber wählen. Oder?


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BeitragVerfasst: Do, 15.5.03 23:00 
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Fritzl, Du hast recht. Jeder taube Mensch soll selbst
wählen, Schreibdolmi oder DGS-Dolmi oder LGB-Dolmi.

Im Internet schriftlich diskutieren ist nicht einfach.
Ich verstehe nicht immer, was andere Teilnehmer genau
meinen.
Jeder Mensch sieht die Welt aus seinem Standpunkt.

Vorschlag: immer nur über ein Thema schreiben.
NIcht in einem Beitrag viel verschiedene Themen.
Besser drei oder vier Beiträge mit einem Thema.
Klar, das ist auch schwer. Viele Themen sind miteinander
verbunden.
Also, im Prinzip verstehe ich Deine Meinung.
Ich hatte auch schon Probleme bei der Kommunikation mit
Medizinern, die nix von Taubheit wußten.


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BeitragVerfasst: So, 18.5.03 21:50 
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@Charlybrown: Die themen wird oft verwassert (Verstreut), da passiert oft, aber nicht nur von Ertaubte allein! Das passiert in versch. Thread leider auch!

Zur Sache: Ich hábe vor kurzem mit Krankenkasse darrüber gestritten. Dies behauptet dass ein Regel gibt, der die Paienten kein freie Wahl Dolmi haben (NRW), doch verweise ich auf SBG IX, die steht mit freie Wahl ja!!! So ein unsinnige Machtspiel Kassenvereinigung im Raum NRW. Ich habe überlegt, dass ich ein juristische Weg einlegen will. Doch gibt Krankenkasse nach, weil ich drei Widerspruchverfahren gewonnen habe.


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BeitragVerfasst: Mi, 9.7.03 13:59 
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an Fritzl: das Soz. Gesetzbuch IX sagt das jeder der es braucht eine Arbeitsassistenz beantragen kann. Es wird nicht vorgeschrieben welche Form der Dolmetschertätigkeit der Betreffende nehmen muß. Er kann wählen welche form ihm am besten zusagt. Was ich nicht so gut finde ist, das bei der Beantragung und Abrechnung viele Hörbehinderte wohl überfordert sind. Na ja, man kann nicht alles haben....


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BeitragVerfasst: Fr, 11.7.03 16:09 
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Ich bin Schwerhörig !


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