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 Betreff des Beitrags: Wieder hören - was wäre wenn?
BeitragVerfasst: Sa, 4.1.03 15:45 
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Kurz zur Vorgeschichte: Hartmut hatte in einer anderen Diskussion behauptet:
Zitat:
Sogar viele Spätertaubten möchten nicht wieder hören! Hast du davon nie gewusst?

Diese Frage hat Halfmoon aufgegriffen und im Cafe Taubenblau ein Diskussion eröffnet, in der er diese Aussage anzweifelte - war doch so, oder? Neben einigen lesenswerten Beiträgen, gab es leider wieder einige verbale Ausfälle der üblichen Verdächtigen, weshalb ich mir erlaube, diesen Thread hier in der Klangpause weiterzuführen. Dazu zunächst mein Statement aus dem vorherigen Thread:

Zitat:
Hmm, interessante Frage, die Halfmoon da aufgebracht hat. Zunächst mal meine persönliche Meinung: Wenn es die Hörpille gäbe, die mir das Hören wieder gäbe, näme ich sie - sofort! Keine Frage! Kleine Einschränkung: Es müßte wieder "gutes Hören" sein, nicht dieses Gefiepe mit Hörgerät und Tinnitus, der die Pianissimo Stellen in der Beethoven Sonate überdeckt! Eben so, wie ich es von 30 Lebenjahren knapp 26 Jahre lang erlebt habe! Damit bin ich bei dem Punkt angelangt, der wichtig ist, um die Meinungen hier richtig zu bewerten: Wie alt war man, als einem der Ton abgedreht wurde? Wer mit 2 Jahren schon sein Gehör verlor, der vermißt sicherlich weniger, als jemand der 15-Mal so alt war!

Delfin schreibt dann noch "Ich habe mich abgefunden!". Das ist richtig, gut und notwendig - aber nicht das worum es geht, zumindest nach meinem, und ich nehme an, auch nach Halfmoons Verständnis! Warum ist es so schwer zuzugeben, daß da etwas existiert, was man vermißt? Wenn jemand aus der Familie stirbt, lebt man auch weiter und wird glücklich, aber es bleibt die Erkenntnis, daß da ein Lücke ist. Diese Erkenntnis bricht immer mal wieder hervor - warum sie mit dem Gerede, der "Tod" sei eine "Bereicherung" schön färben?

Es geht auch nicht um das Warum, den Sinn oder Zweck. Diese Frage stellt man sich - das ist nur zu menschlich - aber Antworten darauf zu geben .... das ist schwierig und führt schnell auf das Gebiet der Religionen oder der Ideologien!


Die Frage, was wäre wenn, ist in meinen Augen auch deshalb interessant, weil ich die Hoffnung hege, daß Antworten hierauf, Möglichkeiten aufzeigen, mit dem Problem der Spätertaubung umzugehen. Vielleicht ergeben sich hier in ruhigeren Gefilden noch ein paar interessante Antworten.

Pnin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 5.1.03 9:39 
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danke pnin, dass du hier nen thread zu dem punkt "möchten spätertaubte wieder hören?" wie derzeit drüben im cafe heftig diskutiert wird, aufmachtest.
ich wollte eigentlich kein eigenes thema darüber anlegen, bloss auf die "feststellung" hartmuts, dass es mehr spätertaubte gibt, die nicht wieder hören wollen, antworten. luke mischte sich ein und kopierte meinen beitrag in einen eigenen thread, nachdem er - natürlich, was sonst?... - wieder einmal seine übliche motzerei nach ähnlichen postings von mir vom stapel lassen musste.
sein vorgehen war zwar richtig, als moderator soll man darauf achten, dass immer hübsch beim thema geblieben wird, aber einfach so einen beitrag woanders hinzuverlegen ohne zumindestens den autor deswegen zu verständigen, darüber war ich doch einigermaßen konfus.

zum schluss stellte es sich heraus, dass luke doch nicht mitreden konnte, weil er mir insgeheim recht gab. :wink:
dass jeder - wenigstens heimlich - meiner meinung ist, kann man getrost offen sagen. auch radikalinski schmiddi ists, hehe... er gibts bloß net zu.
stört mich aber net... :roll:

nun mal zur "wunderpille", der sogenannten "hörpille", wie hartmut sie taufte. fürwahr, es wäre ein segen, wenn es sie gäbe. gleichzeitig ists ein hirngespinnst, entsprungen aus der phantasie derjenigen, die hören wollen. ja richtig, liebe leute, wer an so etwas denkt, will hören!
also hat sich auch hartmut dieser sehnsucht (zumindestens im geiste) verschrieben. dieser gedankengang ist gar nicht so abwegig, immerhin hören seine frau und auch sein sohn, der übrigens streng antiaudistisch erzogen wird. so dreht er "freiwillig" das radio ab, wenn er spielen will, sehr zur freude seines vaters, dem er damit beweist, das man nicht unbedingt (in jeder situation) hören muss.
ein lautes bravo diesem leuchtendem beispiel an musterknaben, ja, lieber hartmut, du kannst stolz auf deinen sohn sein. er gibt dir mit seinem anerzogenem verhalten nie anlass, nachdenklich zu werden. oder etwa neidisch oder gar zu hoffen...
dass er gut hört, liest man aus deinen zeilen. sprechen kann er natürlich auch, gell? ganz normal wie jeder andere hörende, denk ich. gebärden selbstverständlich auch. das ist für ihn als hörenden zwar nicht so wichtig, er kann sich aber mit dir - seinem vater - richtig verständigen ohne mühseeliges nachfragen, wiederholen und so. lobenswert, wie du ihn zweisprachig aufzogst. das ist gewiß nicht ironisch gemeint, kommt aus vollem herzen. es gibt aber welche aus dem deaf-power-lager, die machen das ganz anders. darüber mal in einem eigenen thread.
sorry übrigens für diese kurze abschweifung, lieber pnin. es ist ja dein thread und ich sollte als moderator dieses forums auch selber beispielweisend darauf achten, beim thema zu bleiben.

doch weiter zur wunderpille:
es gibt sie leider nur in der phantasie der "möchtegern-hörenwollender". ein pülverchen, das jeden auch noch so stocktauben (wieder oder erstmals) zum hörenden macht, wirds niemals geben. einfach unvorstellbar aus medizinischer und logischer sicht. doch... was ist logik? und was medizin? beides basiert aus der summe von erfahrungen. inzwischen weiß man, das neben der schulmedizin auch die sogenannte "naturmedizin" existiert. naturheiler waren den schulmedizinern am anfang ein dorn im auge und "geschäftsstörend". heute weiß man, dass deren methoden doch nicht ganz so übel sind. die vielen erfolge, manche sogar unerklärlich, sprechen eine deutliche sprache.
und man darf niemals nie sagen. auch wenns zum heutigen zeitpunkt so unglaublich und utopisch klingt, wer weiß?... vielleicht gibt es sie doch eines tages?

ich würde sie sofort nehmen, keine frage. aber auch nur, wenn man danach perfekt, ach was perfekt... einfach normal hört.

dass früh- oder seit geburt ertaubte die hörpille ablehnen, ist ganz leicht zu erklären. sie haben nie gehört! wissen einfach nicht, was das ist. selbst diejenigen, die mittels hörgerät oder ci eine kleine spur "hören", wissen niemals so richtig bescheid über das wirkliche hören. eh klar, wenn sie von der hörpille nichts halten, sie sogar verteufeln. das würde ich - offen zugegeben - vielleicht auch tun, wenn ich nie gehört hätte. ich versteh deshalb frühertaubte, wenn sie die hörpille für nen blödsinn halten, der nicht notwendig ist. man lebt auch ohne hören gut. ja, stimmt, aber... wie gut? eben, das ist der springende punkt. man glaubt, gut zu leben, weil man nichts anderes kennt. es ist aber nicht meine absicht, frühertaubte vom "guten hören" zu überzeugen. gewissermaßen wie ein missionar schäfchen zu bekehren, wie das vielleicht einige hier so auffassen. nee... :D sicher nicht...
ich hab mich nach fast 40jähriger stille mit dem taubsein abgefunden. weiß, dass ich eines tages taub in die grube fahr, ohne jemals wieder die welt zu erleben oder zu geniessen, aus der ich komme. sehnsüchte und wünsche sind unterdrückt. leben still im engen kämmerlein, ohne forderungen und ansprüche zu stellen. ganz wegwischen kann ich sowas nicht. selbst ein saddam oder osama kann noch soviele flieger schicken, die da reinkrachen... es wird nicht ausgelöscht.

in früheren zeiten mal wünschte ich mir, wenigstens noch mal 5 minuten reinstes hören zu erleben, bevor ich dieser schnöden welt, auf der ich wie auch alle anderen bloß gast auf zeit bin, ade sag. dieser wunsch ist schwächer geworden...
ausgelöscht, vernichtet wird er wohl niemals werden.

resümierend würd ich sagen, dass eine hörpille für spätertaubte wohle ein segen sein wird, für frühertaubte aber bloß neuland, das sie erst kenennlernen müssen. vorstellungen davon haben sie keine. ich bin mir aber sicher, dass sie "drüben" bleiben wollen. ebenso würdens alle nehmen, diese wunderpille, auch wenns jetzt nur so wettern dagegen. selbst der überzeugteste aus dem deaf-power-lager wird sie runterschlucken - aus neugier. und diese eigenschaft ist nur allzu menschlich.. bei hörenden wie gehörlosen... :wink:


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BeitragVerfasst: Mo, 13.1.03 22:07 
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Es gibt einige Spätertaubte, die sagen, sie wollen nicht
wieder hören. Das ist aber nur eine Art Trotz oder um
sich als besonders "selbstbewußt" darzustellen.
In den USA müssen Spätertaubte das sagen, wenn sie am
Gallaudet-College studieren wollen oder in der Gl-Kultur
akzeptiert werden wollen.
Solange es keine Möglichkeit gibt, wieder echt zu hören,
ist es ganz leicht zu sagen:das will ich garnicht.
Es ist ähnlich wie ehemals in der UDSSR und heute noch in
China: ehemalige "Kapitalisten" sagen, sie sind sehr
glücklich im Kommunismus und wollen nie wieder Kapitalisten
sein. Aber wenn sie die Möglichkeit bekommen, in den Westen
zu fliehen, werden sie sofort wieder Kapitalisten!
Der einzige Unterschied:Taube Menschen können nirgendwo
hin fliehen, wo sie wieder hören können!


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 Betreff des Beitrags: Hörpille
BeitragVerfasst: Do, 16.1.03 18:32 
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@Pnin

diese Hörpille würde ich gerne nehmen, wenn es sie gäbe. Das Leben wäre leichter, man müsste sich nicht "fügen". Eine "gut
geschulte Stimme" , hören, einem gescheiten Referat zuhören wäre schön. Die Welt der Töne im Frühling wahrnehmen, eine Fremdsprache lernen(vielleicht italienisch), mit Klang umgehen,
Freunde anrufen. eine grenzlose Freiheit.
Aber, es gibt überall böse Leut' man muss sich jeden "Sch..." im überfüllten Bus anhören, mit bösen Leuten streiten, deren Streiterei mit jedem Detail mitbekommen. Andere Leute "furzen" hören,intime Geräusche aus der Nachbarwohnung. Na ich weiss nicht. Die Stille hat auch ihr Gutes, ich höre, resp, verstehe nur was ich will.
Die Gehörlosigkeit ist irgendwie auch ein Schild, man kann unangenehme und lästige Leute schnell abhängen. Man muss auch ein bisserl Positives an den gegebenen Umständen sehen, dann geht es leichter.


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BeitragVerfasst: Fr, 17.1.03 12:54 
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Hmmm, habe ein bisschen nachgedeacht. Sollte es die Hörpille geben, JETZT, ich weiss nicht ob ich sie nehmen würde, denn ich bin in "meiner" Welt glücklich :wink:
Irgendwie würde sie mir "zu spät" kommen,.....ausser man gäbe mir die Garantie, ich könnte auf Schlag alles hören und verstehen, hätte niemals Nebenwirkungen, es gäbe niemals Komplikationen, und vor allem täte ich dann vorher gerne in die Zukunft reisen wollen, um zu sehen, ob ich damit glücklich werden kann, als hörender Mensch und ob das Hören mich nicht verändern würde,.......erst dann täte ich mir überlegen, obs wert ist,.....denn ich gebe zu, dann täten mich die Stimmen und das Lachen meiner Kinder bestimmt freuen,........

ABER ich sehe die Realität, dass dies nur eine Utopie ist, also lebe ich, wie ich bin und ich bin überzeugt, es könnte mir nicht besser gehen wie jetzt! :D

Gruß Delfin


Zuletzt geändert von Delfin am Fr, 17.1.03 14:06, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 17.1.03 13:47 
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Hallo,

Ich habe auch versucht in irgendwelcher Weise ein Grund zu finden, daß ich wieder hören will. Aber ich kann nicht. Ich bin seit mit 2 1/2 Jahren gehörlos. (ich gehöre daher nicht zu den Spätertaubten, möchte trotzdem meine Meinung schreiben)
Ich war lange traurig nicht hören zu können, auch wenn ich das nicht geäußert habe. Aber dann fand ich Wege wo ich mit gehörlossein glücklich bin. Ich glaube zu verstehen, wie das Hören ist. Und deshalb auch, denke ich dass es nicht notwendig für mich ist zu hören. Für mich hat das LEBEN größten Wert über alles. Dann kommt vielleicht Liebe, dann kommt das Hobby. Ich weiss nicht wann das Hören/nichthören drankommt :D
Ich würde ich die Hör-Pille nicht nehmen. Aber wenn ich es tatsächlich in der Hand habe, ist es ein andere Situation.
Ich vertrete sonst gleicher Ansicht wie Delfin (Deine Argumenten sind so wunderbar :love:), Hörpillen sind Utopie. Ich bin mit meinem Leben glücklich, auch wenn ich Tiefen erlebte.

cu deafmax

P.S. Auerhahn, diesesmal ein ehrliches und freundliches Hallo - frei von jeder Ironie und Sakrasmus,
Grenzenlose Freiheit gibts bei Nichthörende auch, wie ich :) Ein gut geschulte Stimme? Ich kann mit Gebärden kommunizieren, wer nicht gebärden kann, mit dem red ich halt in unschöner weise, denn perfekt rede ich nicht. Taubsein ist auch schön. Einen gescheiten Referat lesen oder von einem Dolmetscher übersetzen lassen. Die Welt der Farbtöne im Frühling und Herbst wahrnehmen. Fremdsprache mit andere Gehörlosen aus anderen Ländern lernen. Mit Klang der Vibration umgehen. Mit der "Klang" der Farben umgehen. Mit der "Klang" des Gespür umgehen.
Ich habe das Gier nach dem Hören aufgegeben und versuch mit dem Nichthören genauso zu Leben wie zu hören und ich glaube, das habe ich geschafft :)

@Halfmoon: wenn die hörpille gäbe und du dir es genommen hättest, und du damit hören würdest, wärest du trotzdem mein freund. Ich versteh dich :)

Korrektur nachträglich: "mit 2 1/2 jahren" :D


Zuletzt geändert von deafmax am Fr, 17.1.03 14:47, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 17.1.03 13:53 
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weise gedanken, delfin...
auch ich weiss nicht so recht... ob ich mich in "meiner welt" wieder wohlfühlen würde. dazu ist seither zuviel wasser die donau runtergeflossen.
natürlich wär eine vorraussetzung, diese "hörpille" zu nehmen, ein einwandfreies hören danach.

trotzdem... ich leb schon zu lange in dieser welt, in die ich gepresst wurde. die umstellung wär nicht so leicht. mit diesem gedanken hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt.

die 5 minuten des hörens, die ich mir insgeheim wünsche, bevor ich absegle, die möcht ich aber haben. dann kann mir diese schnöde welt wurscht sein. psychische probleme hätt ich danach nicht mehr... :wink:


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BeitragVerfasst: Fr, 17.1.03 13:58 
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oops, maxerl... hab dich eben erst gelesen, unsere postings waren beinahe zeitgleich.
auch eine gesunde einstellung, die du von dir gabst.
übrigens bist du nicht erst seit 2 1/2 jahren gl, sondern schon erheblich länger, denke ich :wink:
wenn erst seit dieser kurzen zeit, würdest du wahrscheinlich, ach was, mit ziemlicher sicherheit anders denken.
pnin ist in ungefähr deinem alter ertaubt. er sehnt sich bestimmt mehr nach dem hören als ich, zumal er immer noch seinen freundes- und umgangskreis aus seiner hörenden zeit haben dürfte. stimmts, pnin?...


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BeitragVerfasst: Fr, 17.1.03 14:27 
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:D Hi,halfmoon und deafmax :xyxwave:

musste, schmunzeln, als ich las, dass du deafmax, erst seit 2,5 Jahren taub bist,....aber halfmoon war schneller :roll:

Es erstaunt mich immer mehr, denn ich merke, je öfters ich mit jemanden übers sogenannte Wiederhören rede, umso mehr setze ich mich damit auseinader,......erst wenn man darüber spricht, erst wenn man zu diesem Thema kommt, denkt man nach, träumt vor sich hin, macht sich still und heimlich auf eine Reise, die man oft seinen gl Freunden verschweigt, aus Scham, aus Unsicherheit, oder vielleicht aus Angst,.....keine Ahnung.
Das ist nur am Anfang, später vielleicht redet man darüber und dann sieht man, dass man da nicht wirklich alleine ist.

Es gibt bestimmt Momente, Augenblicke, wo man sich still wünscht, ach hätte ich jetzt die Hörpille, wenigstens für diesen Augenblick (wo man sich ausgeschlossen fühlt, missverstanden, ignoriert, meist in der hörenden Gesellschaft, bei grossen Familienfeiern wo man erst als letzter über eine amüsante Erzählung von Verwandten lachen kann, im Beruf, wo einem alles nur abgekürzt erklärt wird,.....vielleicht auch wo anders)
hören zu können,.....

Dass es aber auch Hörende gibt, die sich vielleicht mal insgeheim wünschen, nicht hören zu können, vielleicht auch nur für einen kleinen Augenblick, will ich euch mit einem Gedicht von meinem ersten hörenden Freund zeigen :oops:
Ich habe es zufällig beim durchstöbern meiner Erinnerungskiste wiedergefunden und es berührt mich heute, nach mehr als 10 Jahren, noch immer :roll:

Wenn ich daran denke Mark Knopfler nicht mehr zu hören,
einfach weg, verloren,
Janis Joplin nicht mehr imitieren zu können,
Pink Floyds Dramatik zu verlieren,
dass das Kribbeln im Bauch nicht mehr aufsteigt,
wenn Roy Orbinson oder Phil Collins singen,
dass ich nicht mehr die Extase von Queen
bei 1000 Watt erlebe, weil ein winziger Teil des Körpers tot ist,
nie mehr das manchmal deprimierende
manchmal loslösende,
manchmal liebende Gefühl, das sonst nur du mir geben kannst,
erleben zu können,
dann wäre das Leben aus mit dieser Sekunde.
Dann wünsche ich es mir so inniglich,
nicht das hören zu können, was alle anderen hören können,
anders zu sein, nicht schlechter deswegen zu sein,
etwas aufzugeben,
nur um einen Teil erahnen, verstehen zu können,
von deinen Gefühlen.
Vielleicht dann erst wäre ich glücklich,
ich weiss es nicht,.......


Der Rest ist leider ein bisserl zu persönlich, daher lasse ich das Gedicht offen :angel:

Was bringt es uns, nachzudenken, über das Wäre wenn,... wenn wir auch unsere Träume haben, die uns keiner nehmen kann! :lol:

Liebe Grüße Delfin


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BeitragVerfasst: Sa, 18.1.03 9:42 
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Geht ganz schön unter die Haut, das Gedicht von deinem Ex, Delfin! Es zeigt aber auch ganz krass die unterschiedlichen Erlebnis- und Gefühlswelten. Wer von den deafies kann schon etwas mit den Namen der Popstars verbinden? Einen kurzen Bericht über Janice Joplin hab ich gesten abend noch im Fernsehen gesehen. Immer noch umwerfend, diese kratzige und rauchige Stimme! Für jemanden, der nie gehört hat, lässt sich das wohl nicht erklären. Ähnlich, wie ich mir nicht vorstellen kann, wie eine Fledermaus im Dunkeln mit Schallwellen navigiert. Deswegen möchte ich aber nicht unbedingt eine Fledermaus werden. :wink:

_________________
Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.
(Tucholsky)


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BeitragVerfasst: So, 19.1.03 12:23 
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Anders sein als die Anderen,
wer will das nicht?

Mensch sein unter Gleichen,
wem gefällt das nicht?

Das Leben teilen mit einem geliebten Partner,
wer strebt danach nicht?

Träumen von einer heilen, friedlichen Welt,
wer tut das nicht?

_________________
cu
Pyros


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 Betreff des Beitrags: Wieder hören
BeitragVerfasst: So, 19.1.03 13:43 
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@Bernd,
Heute sah ich mittags eine Sendung im Österreichischen Fernsehen mit dem Titel "Orientierung". Es ist eine Sendung zu Religionsfragen. Es wurde die Thematik des Islams, der Demokratie und des Katholismus angeschnitten. Die Sendung wird seit einiger Zeit untertitelt. Sie ist aufschlussreich und interessant, besser als die Seifenopern auf jeden Fall.

Da kam der Satz (untertitelt) vor "... Das erste Wort Gottes in der Bibel war "Höre...". und " ... man muss sehr gut zuhören können, was Gott sagt...". Es macht nachdenklich. Das Hören auf seine innere Stimme ist mehr ein Folgen des Unterbewusstseins. Aber es heisst "hören" ( horch, passauf was
ich Dir zu sagen habe, folge....)


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BeitragVerfasst: So, 19.1.03 16:53 
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Interessante Gedanken, die hier geäußert werden, auch wenn ich nicht allen zustimmen kann.

Delfin schrieb: "Was bringt es uns, nachzudenken, über das Wäre wenn,... wenn wir auch unsere Träume haben, die uns keiner nehmen kann!" --- Dieses Was-Wäre-Wenn ist doch gerade einer dieser Träume, die manche hier vielleicht haben. Es ist in meinen Augen ehrlich, wenn man sich dies eingesteht. Solange man nicht den Fehler macht, sich von diesem wohl unerfüllbaren Traum den Rest des Lebens bestimmen zu lassen, sehe ich da kein Problem.

Deafmax schrieb dann "(ich) versuch mit dem Nichthören genauso zu Leben wie zu hören" - geht das denn? Nein! Du weißt nicht, wie Dein Leben gelaufen wäre, wenn Du hören könntest. Wäre es besser verlaufen, vielleicht auch schlechter? Das kann niemand wissen, dazu hängt das Leben und die Geschichte eines Lebens von zu vielen Zufällen ab. Man kann sich immer nur bemühen, das Leben so gut zu meistern, wie es einem die eigenen Fähigkeiten und Unfähigkeiten erlauben. Genauso wäre es wohl auch, wenn man durch irgend einen glücklichen Umstand wieder hören könnte: Es ist eine Herausforderung der man sich stellen muß, kann, sollte - genauso wie die Ertaubung eine Herausforderung ist - nur eben mit negativem Vorzeichen :-(.

Deafmax beschreibt dann noch, was er alles machen kann, z.B. "Fremdsprache mit andere Gehörlosen aus anderen Ländern lernen". Da beschleicht mich immer ein merkwürdiges Gefühl, denn das könnte ich auch, wenn ich höre könnte.

Pnin


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BeitragVerfasst: So, 19.1.03 20:25 
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@pnin,
richtig, ich weiss nicht wie mein leben gelaufen wäre, wenn ich hören könnte. Ich brauche das auch nicht, weil ich ja jetzt und hier jemand bin, der nicht hört. punktum. Damit lebe ich. Jeder hat seine Weisheit, ich meine, du deine und die anderen ihren. Ich kann mit deinem "nur eben mit negativem Vorzeichen" nicht identifizieren - denn diese Sicht ist negativ und mir scheint, du bist jemand, der wirklich gern hören würde.
Ich habe Probleme mit meinem nichthörenkönnen, aber ich stelle das nicht als Lebensfrage. Hörenden haben auch probleme, nur andere und auch manche gleiche.

ok, ich wünsche euch schöne Tagen.

deafmax


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BeitragVerfasst: So, 19.1.03 21:29 
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Nebenbei zum Thema:

http://www.gleichstellung.at/news.php?nr=3774

Zitat:
Blindheit ist keineswegs furchtbar - furchtbar ist aber, wenn einem blinden Menschen Tätigkeiten abgesprochen werden, die er täglich macht.


Dasselbe gilt für Hörbehinderten!


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 8:15 
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@Pnin (wiederzitiert aus dem Café Taubenblau in dem Eröffnungsbeitrag in dem Thread hier) fragt vorwurfsvoll "Warum ist es so schwer zuzugeben, dass etwas existiert, was man vermisst?" Aus meiner Feststellung "Sogar viele Spätertaubte möchten nicht wieder hören." wurde das Nichtzugeben der Existenz des Hörens herausgelesen. Darauf würde ich gegenfragen, "Warum ist es so schwer zu verstehen, dass man den Wert des Hörens nicht zu hoch stellt oder gar das Gehör nicht vermisst?" Ferner haben wir auch die Existenz des Gehörs nie verneint. Auch nicht, wenn wir sagen, dass wir es nicht vermissen. Was ich schreibe, geht es nicht um die Frage des Zugebens, sondern um den Audismus, also um das Hochsingen des Wertes des Gehörs, hinter dem das Glauben steckt, dass ein jeder hören möchte.

Dass der spätertaubte Pnin die Hörpille ohne weiteres nehmen würde, wenn sie ihm das vollkommene Hören bringen würde, kann ich durchaus verstehen und kritisiere ihn überhaupt nicht. Weiter habe ich nie jemanden kritisiert, der zugebt, das Hören zu vermissen. Wenn man schon taub geworden ist, ist es wichtig für sein psychologisches Wohlbefinden zu lernen, kein oder nur wenig Aufhebens mit dem "Hörverlust" mit dem Gerede des Vermissens zu machen. Es ist daher wichtig, dass der Audismus in der Gesellschaft verringert und dafür der Wert-Relativismus eingeführt wird. In einer nicht-audistischen Gesellschaft kann ein Spätertaubter leichter seinen Verlust verkraften.

@Halfmoon, 5.1.03, 9:39:
du lässt wieder eine Tirade gegen mich vom Stapel laufen! Solche Tiraden stellen einem sein Geduld auf dem Prüfstand! Du könntest nur einfach sagen, dass es mit deinem Realitätsverständnis von Gehörverlust nicht übereinstimmt und dir keiner begegnet hat, der gesagt hat, nicht wieder hören zu moc/hten. Mehr nicht!

Aus "Viele Spätertaubte ..." hast du "Mehr Spätertaubte ..." gemacht. Warum?

Auch ist es vollkommen unnötig, mir unterzustellen, dass ich insgeheim mit meinem Hervorbringen von dem Gallaudet Präsidenten und der Hörpille hören wollte (mit Fettdruck sogar). Die Geschichte mit der Hörpille wurde anderswo in einem bestimmten Kontext hervorgebracht, als Halfmoon in seinen früheren Tiraden über das "Taubheit erwerben" bzw. "Taubheit als Gottesgeschenk" immer wieder hervorbringt, wie wertvoll das Hören sei und man blöd sei, zu denken, dass "taub zu sein" ganz positiv sein kann, wie in diesen Äusserungen zum Vorschein kommt. Merke bitte nocheinmal, dass die positiven Äusserungen zum Taubsein Ausdrücke einer Einstellung, nicht Tatsachen-Feststellungen seien.

Die "Hörpille" enstprang nicht aus meinem Hirngespinnst. Ich schrieb sogar, als ich das in einem anderen Forum erwähnt habe, dass es ein TV-Journalist war, der die Frage dem Gallaudet Präsidenten stellte. Warum wieder diese unfreundliche Unterstellung?

Ich glaube I.King und andere Spaettauberworbene ernstlich, wenn sie sagen, dass sie nicht wieder hoeren moechten. Dass Halfmoon das nicht glauben kann, kann ich durchaus nachvollziehen wegen dem audistischen Kilmas in seinem Lande und auch in Deutschland.

Warum diese Abschweifung über meine nicht-audistische Erziehung meines Sohnes in dem Beispiel des Abstellen des Radios beim Spielen.

Du möchtest nur nicht glauben, dass es tatsächlich taube Menschen gibt, die ehrlich nicht wieder hören möchten. Es geht vielmehr um festzustellen, dass es so was gibt und dass das gar nicht schlecht sei und nicht kritisiert werden soll. Ich habe nur den Relativismus des Wertes des Hörens mit bestimmten Begebenheiten, die tatsächlich geschehen, zu illustrieren versucht.

Der Satz "...mir insgeheim recht gab, dass jeder .." ist unvollständig. Meinst du, "dass jeder wieder hören möchte"?

Hartmut


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 11:36 
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@Hartmut, zu dem Teil Deines Beitrages der mich betrifft: Es geht um meine Frage, warum es so schwer sei, zuzugeben, daß man etwas vermißt. Du liest daraus einen Vorwurf. Tue dies, aber dieser Vorwurf stammt nicht von mir. Die Frage beschreibt lediglich eine Beobachtung eines allgemein menschlichen und zum Teil auch verständlichen Verhaltens - nicht mehr, nicht weniger. Den Vorwurf liest Du hinein. Im zweiten Absatz schreibst Du dann: "Wenn man schon taub geworden ist, ist es wichtig für sein Psychologisches Wohlbefinden zu lernen, kein oder nur wenig Aufhebens mit dem "Hörverlust" mit dem Gerede des Vermissens zu machen." In meinen Augen ist das ein Prozeß, den die psychologie als Verdrängung bezeichnet - führt zu Magengeschwüren. Entschuldige, aber das ist nicht die Art und Weise, die ich für die richtige halte, um sich als Spätertaubter mit seiner Behinderung auseinanderzusetzen. Es geht mir schlicht und einfach darum sagen zu dürfen: "Ja, ich vermisse das Hören, die Musik, den Gesang der Vögel, etc.!" ohne von manchen in die Ecke des Audismus gestellt zu werden, in der sich nach Deinem Weltbild auch Rassisten, Nazis etc. tummeln. Dieses Vermissen hat auch nichts mit meiner angeblichen audistischen Umwelt zu tun. Es entspringt der einfachen medizinisch-pathologischen Tatsache, daß meine Hörkurve so niedrig ist, daß das Geräusch eines startenden Jumbos in 100 m Entfernung gerade mal einem Säuseln gleicht. Tut mir leid, aber manchmal habe ich den Eindruck, daß meine hörende (audistische!!!) Umwelt mit mehr Verständnis auf die Probleme Spätertaubter reagiert, als mancher Anti-Audist hier im Forum.

Pnin


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 12:35 
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@hartmut:
ich schließe mich den ausführungen pnins vorhin voll an.
im übrigen tuts mir leid, dass du meine beiträge als "tiraden" gegen dich siehst. sie sind nicht gegen dich persönlich gerichtet, nur gegen deine überzeugung.
das darf ich mir wohl noch erlauben, ok?

ich habe verständnis für deine bemühungen, tauben menschen neuen lebensinhalt geben zu wollen und sie "psychologisch zu stärken".
es entspricht aber nicht der wahrheit, dass niemand wieder hören möchte. das kennst du vielleicht von einer handvoll gehirngewaschener radikaler. ´tschuldige diesen ausdruck, aber ein anderer paßt wohl schwerlich dazu. niemand, verstehst du, lieber hartmut?... einfach niemand betrachtet seine taubheit als "segen". jeder wünscht sich, (wieder) zu hören. auch taubgeborene!
ich sehe natürlich an dieser stelle, wie du wieder mal den kopf schüttelst, über so viel unverfrorenheit von mir. vielleicht nennst du es insgeheim gar selbstherrlichkeit?
nein, lieber hartmut, es ist weder egoismus, selbstherrlichkeit, noch vieles andere in dieser preislage, das mich so sprechen läßt.
es ist einfach nur gesunder menschenverstand und vor allem logik. tasachen- und einstellungslogik.

mal zum gallaudet-präsidenten:
es war keine unfreundliche unterstellung, als ich dir deine eigene aussage von damals wieder präsentierte. unterstellung ist etwas, das nicht wahr ist, aus den fingern gesogen. habe ich gesagt, dass du diese frage an jordan stelltest? ich glaube nicht, hab lediglich gesagt, das jordan gefragt wurde - von wem, ist doch egal. und dann betont, dass ich das nicht glaube. du weißt, warum!...
der liebe jordan wär sofort weg ausn gallaudet-fensterchen!

dann noch die "abschweifung" zu deinem sohn...
aber bitte, was soll eigentlich dieser vorwurf von abschweifung? es gehört doch zur sache, oder? du selbst erwähntest das mal auch hier, war dies etwa auch abschweifung?

ich hab auch lediglich gesagt, dass dein sohn sehr brav anti-audistisch von dir erzogen wird. seine eigenen interessen wegen dir zurückstecken muss... aus rücksicht... nix dagegen. was ist denn so schlimm daran?

ich würde meinem hörenden sohn aber wohl erlauben, alles zu tun, das ihn glücklich macht. musik kann manchmal lästig sein und in der konzentration stören. aber auch beschwingen, kommt ganz auf die stimmung an. er muss es selber wissen, was er tun will. entweder spielt er mit oder ohne musik und basta. die welt ist für hörende gemacht worden und nicht für gehörlose.

zu deinem letzten satz:

Zitat:
Der Satz "...mir insgeheim recht gab, dass jeder .." ist unvollständig. Meinst du, "dass jeder wieder hören möchte"?


natürlich mein ich das! und nicht nur ich... sehr viele hier, die das lesen. selbst du würdest wieder hören wollen, hättest nur einmal und auch nur kurze zeit ganz normal gehört. da bin ich mir absolut sicher!.... 8)

oder willst du etwa niemals die stimme deiner hörenden frau hören? der wärme in ihr lauschen, wenn sie dir sagt, dass sie dich von ganzen herzen liebt?
wenn du von dem gottesgeschenk "taubheit" so sehr überzeugt wärest, hättest alles hörende links liegen lassen. ein deutlicher widerspruch zu deiner überzeugung...


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 20:01 
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Zitat:
Tut mir leid, aber manchmal habe ich den Eindruck, daß meine hörende (audistische!!!) Umwelt mit mehr Verständnis auf die Probleme Spätertaubter reagiert, als mancher Anti-Audist hier im Forum


ja, da magst du sogar Recht haben:-)

Umgekehrt sollte der Schuh aber auch passen!

Im ernst, ich verstehe dich auch langsam besser! Zumindest gebe ich mir MÜhe.

Karin


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 22:43 
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Das Thema hier ist: "Wie wäre es, wieder hören können?"

Da können nur Menschen mitreden, die schon voll in der
hörenden Welt gelebt hatten und dann taub wurden.
Taubgeborene und Frühertaubte ohne Erinnerung an das
Hören sollten hier nicht mitreden. Sie wissen ja garnicht
was hören ist und haben darum nach eigener Aussage kein
Verlustgefühl.
Hörende, auch wenn sie die Welt der Gl gut kennen,
wissen nicht, wie es ist taub zu sein.
Darum sollten sie sich auch aus diesem Thema raushalten.

Manche Leute machen hier aus jedem Thema einen Kampf für
GS-Kultur und gegen CI usw.


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BeitragVerfasst: Di, 28.1.03 22:57 
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@Hartmut, mal ehrlich, halfmoon hat irgendwie, wenn doch wirklich recht? Wer möchte nicht, wenn auch nur ein einziges Mal, wenn auch nur einen Augenblick lang hören?
Ich habe zwar in meiner Kindheit gehört, bestimmt damals Musik geliebt, das Lachen meiner Eltern, das Jauchzen meiner kleineren Schwester, vielleicht begeisterte mich das Bellen unseres Hundes, das Zwitschern der Vögel,......damals als ich noch hören könnte, nur habe ich keine Erinnerungen an meine "Zeit des Hörens", wahrscheinlich aufgrund meiner schweren Krankheit, ich weiss es nicht. Ich hadere desswegen nicht mit meinem Schicksal, denn ich bin glücklich, wie mein Leben verlaufen ist, ob es genauso verlaufen wäre, wenn ich hörend geblieben wäre, dass weiss niemand, nicht einmal ich. Und das ist gut so.
ABER wenn ich die Möglichkeit bekomme, für einen Augenblick nur, die Stimme meiner Liebsten, das Lachen, Jauchzen und Kreischen meiner Kinder und das Bellen unseres Hundes zu hören, ich würde sie nützen, aber auch dann nur, wenn ich mir sicher bin, dass mir nichts passieren würde.
Das heisst aber nicht, dass ich um jeden Preis hören will, darum geht es nicht, es geht darum wie schön es wäre, wie sehr es unter die Haut gehen würde, dies einmal zu erleben.

Ein Ci kommt für mich niemals in Frage, das Risiko ist mir zu hoch und ich will keinen zu hohen Preis für das Wiederhören bezahlen, einfach deswegen, weil ich mit meinem Leben glücklich bin.

Dass ein CI Spätertaubten helfen kann, glaube ich, denn diese Leute haben jahrelang gehört und sie haben vor allem eine perfekte Lautsprache. Mit dem CI erinnern sie sich an Höreindrücke, ich glaube daher dass ihnen das Ci wirklich was bringt.
Für sie bricht eine Welt zusammen und das CI ist für diese Menschen eine Chance ihr Leben wie bisher weiterzuführen, auch wenn sie niemals wieder so hören werden wie vorher.

Gruß Delfin


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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 9:23 
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Hallo, Delfin, ich kann mir als Spaetertaubter mit einem CI nicht vorstellen das man sagen kann ich moechte nie wieder hoeren, es sei denn Du hast Dein Gehoer fruehzeitig verloren wie mein Zahnarzt der seit seiner Geburt schwerhoerig ist trotzdem eine Praxiy vertreibt, den kann ich nocht verstehen, aber als Spaeterteubter kann ich das nicht nachempfinden, icjh habe 1984 einenlebensgefaehrlichen Fahrradunfgall erlittenmit linksseitigem Gehoerverlust bis zum Jahr 2000 musste ich warten um mir ein CI einsetzen zu lassen. Es fiel mir furtchtbar schwer hier rumzusitzen ohne etwas zu hoeren ich hatte dann rechts ein HdO-Geraet was mich nicht weiterbrachte. Der Mensch braucht doch Ansprache was einem als Tauben nahezu unmoeglich ist! Was fuer ein Risiko bitte sehr gehst Du mit einem CI ein ? Es ist eine Selbstbestrafung ja nahezu eine Selbstverstuemmelung daran grenzt so etwas meiner Ansicht nach. Wenn nun ein Blin Das ist docvh die Faehigkeit des Menschen das er sein Hoeren u d Sehen entwickeln kann um es zu nutzen!der sagt, ich will nie wieder sehen koennen? was sagst Du dann dazu?. Man ist ja heute schon fast soweit das man dem Blinden helfen kann. Sicher ist jede Technik teuer, aber nicht mehr unbezahlbar. Es geht einfach nicht das ein tauber Mensch das ablehnt was ihn zum unter anderm zum Menschen macht naemlich hoeren. Hoeren und Sehen gehoert nun einmal zusammen wie Fuehlen und Sprechen.


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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 10:19 
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@reimar:
was für ein risiko man mit einem ci eingeht?...
ein ziemlich hohes, würd ich sagen. nicht immer glückt so eine operation, wenngleich ich auch zugeben muss, dass fälle wie im cafe in "horror-ci" beschrieben, eher selten vorkommen. sie kommen aber vor!
und wo ein risiko, muss mans sich schon sehr überlegen, was man sich da antut. ich würde aber das risiko eingehen, wenn ich wüßte, dass es etwas bringt. das ci bringt aber nix. das ist nun mal faktum. wer behauptet, dass er mit einem ci so gut wie früher hört, lügt wie gedruckt. man kann mit einem ci nicht einmal annähernd so hören, wie mans als ehemaliger hörender gewohnt ist. ich soll mir ein fremdartiges hören, das so künstlich klingt und üben bis zum erbrechen erfordert, antun? ....
nee, so nicht. dann lieber eine transplantion, wo garantiert werden könnte, dass man mit einem "menschlichen ersatzteil" eher normal hört als stimmen ohne "farbe" zu lauschen.

du sagst noch, dass es selbstverstümmelung sei, wenn mans nicht macht. ohweh... ich seh hartmut schon überm zaun lugen... :wink:
der würd dir dafür ein donnerwetter blasen, das sich gewaschen hat. seit geburt taube wollen nämlich nicht hören! schwer zu verstehen für jemanden, der die welt "drüben" schon mal erlebte. ich begreifs zwar bis heute nicht richtig, akzeptiers aber.
so wie es menschen gibt, die um keinen preis in ein unbekanntes land auswandern möchten, gibts auch gl, die sich in "ihrer haut" äußerst wohl fühlen.
sie möchten so bleiben, wie sie sind. wo bitte ist da selbstverstümmelung? sie geben ja nichts auf, können durchaus angenehm leben.
selbstverstümmelung wärs aber, wenn sie sich unters messer begeben würden und womöglich die welt der schiefmäuligen und gesichtsmuskelzucker damit etwas erweitern.

ich hab nix dagegen, wenn sich ein vollmündiger mensch für eine op entscheidet und damit glücklich oder unglücklich wird - je nachdem.
nur... von den kindern soll man die hände weg lassen! so lebensnotwendig ist so ein ci auch nicht, dass man dafür ein risiko eingehen muss. schon gar nicht bei so jungen würmern, die überhaupt nicht wissen, was ihnen geschieht.
was machste denn, wenns bei ihnen nicht klappt?...

ich möcht nicht der vater sein, der sich vorwürfe mal anhören muss. außerdem bleiben alle ci-träger schwerhörig. sie haben mehr oder minder verständigungsprobleme mit hörenden. viele gebärden auch, ja müssen sogar.

nein, lieber reimar, für mich bleibt das ci ein unding, das nur eine schlechte krücke ist und noch dazu von einer menge risiko und unanehmlichkeiten umgeben....


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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 14:39 
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@reimar, hallo, ich bin jemand der gar nichts hört und das Hören auch nicht braucht. Für dich mag es unvorstellbar sein, aber ich verlor mein Gehör schon so früh, daß ich mich nicht mehr erinnern kann wie das Hören ist.(Ich kann mir nur vorstellen wie es funktioniert, aber das ist eine andere Geschichte) Damit lebe ich. Wenn ich wieder Hören würde, müsste ich sicher mehrere Jahren damit beschäftigen die nervende Geräusche von dem was ich hören will auseinanderdividieren. Und das Gesprochenes zu hören lernen. Da wird mir sicher öfter wieder den Wunsch kommen, daß ich "doch taub geblieben wäre". Und letzentlich werde ich wohl auf zwei Erfahrungen zurückgreifen können, ich bin überzeugt dass ich bei beiden Erfahrungen Vorteile UND Nachteile sehen werden.
Ich habe nun mal in diesem Leben die ich habe entschieden, jemand zu bleiben der nicht hört :)

Aber warum den kopf darüber zerbrechen? Ich erlebe zwar manchmal Dinge, die ich mit dem Hören hätte besser erreichen können, doch der Sinn meines Leben geht bei mir auf das ganze Leben aus. Ich fühle mich als Gehörloser gut. Also brauche ich nicht mehr. Die Natur wollte dass ich taub bin, also mach ich daraus das Beste.
Und ich glaub, ich machs gut :)

Jedem das Seine.

CuDeafmax


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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 22:37 
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Das Thema "wieder Hören können" wird auf hören mit CI
reduziert. Das Hören mit CI ist kein richtiges Hören wie
das normale Hören, welches alle Spätertaubten noch in
Erinnerung haben.
Das CI ist im Prinzip für taube Menschen nur dasselbe, wie ein
Hörgerät für Schwerhörige.
Im Taubenschlag wird aus fast jedem Thema eine Diskussion um CI. Viele im Prinzip interessante Themen werden dadurch
abgewürgt.


Zuletzt geändert von CharlyBrown am Mo, 12.5.03 22:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo, 12.5.03 22:39 
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@Reimar,

jedem das Seine. Der eine möchte lieber taub bleiben, der andere möchte verzweifelt hören. Bei mir ist es so, dass ich es genieße, es mir aussuchen zu können. Gespräche und Reden mit CI. Aber wenn ich zu Hause allein bin und auf meinem Balkon sitze und mir die Sonne auf den Pelz brennen lassen, dann lieber ohne CI und Hörgerät.

@Halfmoon,

der eine ist schon froh, dass er schwerhörig anstatt taub ist. Der andere hält ein CI erst dann für einen Erfolg, wenn er damit normalhörend ist. Sicher ist das Ci eine Krücke, aber eine ziemlich wirkungsvolle.
Wusstest Du eigentlich, dass Leute mit zwei CIs, von sich behaupten, dass zwei CIs völlig natürlich sind und das Verstehen sehr erleichtern. Ich kann das nachvollziehen, da ich früher mit Hörgeräten gleich schlecht gehört habe. Ich hätte gerne ein Zweites, aber die MHH will nicht :cry:


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BeitragVerfasst: Di, 13.5.03 15:07 
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halfmoon hat geschrieben:
@reimar:
nein, lieber reimar, für mich bleibt das ci ein unding, das nur eine schlechte krücke ist und noch dazu von einer menge risiko und unanehmlichkeiten umgeben....


@Halfmoon: Jedem das seine, Dir das Deine... schade, dass Du Dich mit den Erfolgschancen die HEUTE bestehen nicht wirklich auseinandersetzt. Es sind schon einige Flugzeuge abgestürzt, aber bleibst DU deswegen auch immer am Boden ? Du gehst an der heutigen CI-Wirklichkeit bzw. den Möglichkeiten dermaßen weit vorbei, dass es eigentlich schon wieder traurig ist...

Sonnige und vor allem bilaterale Grüsse
Michael


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BeitragVerfasst: Do, 15.5.03 22:27 
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Mike, Du bringst Halfmoon vieleicht zum Grübeln und
vieleicht läßt er sich ein modernes CI implantieren.
Jeder Mensch, der hören konnte und Musik genießen konnte
und plötzlich den Ton abgedreht bekommt, möchte wieder
so hören wie früher.
Es gibt jetzt CI mit umschaltbaren Funktionen:Musik oder
Sprache.
Aber auch diese modernen CI sind NICHT wie das normale
Hören!
CI ist grundsätzlich nur eine Hörhilfe.
Klar, es ist in jedem Fall besser, all nix hören.

In diesem Tread sollte es aber nicht um CI gehen, sondern um
"Wieder vollkommen normal hören, was wäre wenn es sowas
gäbe?"
Es gibt Gl, die behaupten, sie sind mit der Taubheit glücklich und wollen nicht wieder hören können.
Die "Krücke" CI ist für diese Gl nicht wert eine OP zu riskieren.
Vieleicht haben diese Gl recht, denn wir CI-Träger sind in der
hörenden Welt auch mit CI nur "Hörkrüppel".

Anderseits sind Gl, die nicht wieder hören wollen, ähnlich
manchen Menschen in der ehemaligen DDR, die sagten, sie sind
glücklich im Sozialismus und wollten nie im kapitalistischen
Westen leben. Aber als die Mauer fiel, waren diese Menschen
unter den Ersten, die sofort Kapitalisten wurden!


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BeitragVerfasst: Do, 15.5.03 22:55 
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@CB Den Halbmond werd ich bestimmt nicht bekehren können, aber den Hinweis mit dem Sozialismus find ich gut: CI-Träger aller Länder vereinigt Euch... ! :D Um daran mitzuwirken hab ich mich ja auch ins Präsidium der DCIG wählen lassen... :lol:

Schönen Freitag !!!
Michael


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BeitragVerfasst: Do, 15.5.03 23:13 
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Mike, im Prinzip habe ich eine gute Meinung von Halfmoon!
Und ich respektiere es, wenn taube Menschen das CI
ablehnen. Wir CI-Träger sind im Prinzip nur "Krüppel" in
der hörenden Welt!


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BeitragVerfasst: Fr, 16.5.03 6:35 
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@CB: Was soll das Gerede über "Krüppel"... ? Damit machst Du Dir nur selber das Leben schwer. Jeder freue sich an dem was er hat, dann sieht die Welt bunter und besser aus. Alles andere ist eine Neiddebatte, die einem in keiner Weise weiterbringt, nicht mal zum Frustabbau. Ich sehe mich nicht als "Krüppel" in der Hörendenwelt und sehr viele andere CI-Träger auch nicht und wir kennen doch unsere Grenzen, aber OHNE dass wir uns von ihnen einengen lassen.

Grüsse
Michael


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BeitragVerfasst: Fr, 16.5.03 7:04 
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charly:
thanks für die blumen... :D
inzwischen respektier ichs auch, wenn taube das hören ablehnen. früher hab ich das nicht verstanden, hielts für unglaublich dumm. jetzt ging mir aber ein licht auf...
wie sollen gl, die noch nie im leben gehört haben, wissen, wie´s "drüben" aussieht?...
beschreiben kann mans nicht annähernd so realistisch, dass man sich "ein bild" davon machen kann.
die welt des hörens wird echten gl wohl immer verborgen bleiben. und das ist auch gut so...
denn... würde mans wissen oder auch nur ein zipferl davon schmecken, ist die sehnsucht da. die unstillbare sehnsucht der spätertaubten, die für den rest ihres lebens auf ne winzige insel verbannt wurden.

das hören geht übrigens auch nicht so automatisch wie das sehen. babys nehmen schon seit geburt ihre umgebung bewußt wahr, erkennen gesichter, dinge, räumlichkeiten, farben, dimensionen. das echte hören kommt erst später. zwar hört man geräusche, kann sie aber noch nicht zuordnen. stimmen schon gar nicht. wohl aber den klang erkennen, gut und böse darin unterscheiden. spricht die mutter zu ihrem kind in zärtlichem tonfall, quickt das kleine vor vergnügen, obwohl es die sprache noch nicht versteht. diese lernts innerhalb ein paar jahren. das ist aber mit dem lernen übers ci nicht zu vergleichen...

ich kann das behaupten, denn ich habs erlebt. beides...

im übrigen hast du recht, charly. mike brachte mich zum grübeln... zum glück aber nicht so sehr, dass ichs mir noch überlegen würde. mit meinem hörenden leben ists vorbei. ich durfte 8 jahre lang so leben, wie es die natur für die menschen einrichtete. dann wurde es mir weggenommen, aus welchen gründen auch immer. religiöse würden jetzt vielleicht sagen, es sei eine prüfung. andere wiederum könnten meinen, es wäre ne "bestrafung" für die untaten des "früheren lebens". hmmm.. wenns so wäre, was war ich denn damals? dschingis khan? hitler? stalin? oder einfach nur ein bastard, der seine mitmenschen quälte?...
sorry für diese these, mit der ich keinesfalls das gl-leben für echte gl verdammen möchte. es ist eine gedankenspielerei mit der suche in einem "labyrinth von puzzles".

jeder spätertaubte wird mich aber verstehen. genauso wie die menschen auf der suche nach der lösung der rätsel dieser welt, machen wir uns gedanken nach dem "warum".
niemand kann uns menschen sagen, wofür wir leben. niemand weiß die antwort auf die frage nach dem sinn des lebens. sind wir menschen auf einer entwicklungsstufe im irdischen evolutionsbogen? kommen noch andere individuen? wie sehen die dann aus, welche funktionen werden die wohl haben?

der mensch ist von natur aus neugierig. sucht zeit seines lebens nach antworten auf seine fragen. nichts kann er mitnehmen, wenn er wieder gehen muss. alles erfahrene nützt ihm nur im leben. tja... ich sollte besser aufhören, zu grübeln, es bringt nix. genausowenig wie denen auf dem sturm zu den sternen. was habens denn davon?... die gewißheit, dass es woanders lebensformen gibt? na und, wenn?...
besuch dort abstatten und hie oder drüben sterben?...
oder hoffen, das man das leben verlängern könnte, vielleicht sogar auf ewig? ein uralter traum, der angst vor dem ende entsprungen.
diese angst hat uns die natur auch ins leben mitgegeben, um uns während diesem vor uns selbst zu schützen. nicht auf dumme gedanken zu kommen, uns vor gefahren zu warnen, uns selbst zu erhalten, bis uns das alter zwingt, wieder hamzulatschen, von wo ma kommen san.

damit wären wir wieder am anfang der frage nach dem sinn des lebens... verrückt, was?...


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BeitragVerfasst: Fr, 16.5.03 8:35 
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[quote="halfmoon"]niemand kann uns menschen sagen, wofür wir leben. niemand weiß die antwort auf die frage nach dem sinn des lebens.[quote]

@halfmoon: Jedes Leben hat einen Sinn. Die des Nichtbehinderten und die des Behinderten, unabhängig von der Art und Schwere. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist wichtig. Das Leben ist nicht einfach und Fragen kommen oft auf, wenn wir vor fast unlösbaren Problemen stehen.
Trotzdem geben die Antworten darauf auch oft den Weg frei für weiteres.

Schon seit vielen Jahren weiß ich, dass die Welt eines Tages für immer dunkel sein wird. Ich habe aber noch nie einen Taubblinden gesehen, der irgendwie traurig war. Alle haben eine innere Kraft und Freude in sich, wenn sie mit anderen zusammen sein können. Und sich über das Lormen (taktile Gebärden) verständigen.

So können auch andere Behinderte, Gehörlose und Spätertaubte im Umgang miteinander wachsen und reifen in Geduld und Hoffnung. Und auch einander viel geben und auch nehmen. Das Leben hat einen Sinn, wenn wir über das eigene Ich hinausschauen und andere in die Gemeinschaft mit einbeziehen. Gemeinsam lässt sich vieles tragen.
Und das ist das Schöne am Ganzen. Das lässt viele Probleme lösbar machen.

Alles Gute

Phoenix

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


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BeitragVerfasst: Sa, 17.5.03 19:55 
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@Halfmoon und Phoenix: Jetzt wirds hier filosofisch, aber mit den Grundgedanken finde ich mich in Euren Gedanken 1 zu 1 wieder. Was man letztlich aus seinem Leben macht, ist eigentlich das Essentielle und den Hinweis mit den Taubblinden finde ich wirklich naheliegend. Wenn man sich eingeengt fühlt ob seiner Kommunikationsdefizite, wie es ein Spätertaubter wie ich empfindet, zieht man sich häufig in sich selbst zurück, besonders wenn auch die Umwelt nicht auf einen entsprechend eingeht.

Beim Friedberger Symposium, bei dem die Masse der Vorträge nach meiner Einschätzung nicht hörgeschädigtengerecht waren, habe ich das einmal deutlich angesprochen. Meinen eigentlichen Vortrag habe ich auf meiner Ohrenseite online gestellt. @Pnin leider nur in Windoofs Powerpoint... ;o)

Schönen Abend noch
Michael


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BeitragVerfasst: Sa, 17.5.03 21:14 
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Mike, das Wort "Krüppel" hatte ich in Anführungszeichen
geschrieben. Klar, Du hast recht, jeder Mensch kann glücklich leben, wenn er seine Grenzen akzeptiert.

Haalfmoon, solche Gedanken habe ich mir auch oft gemacht.
Vieleicht sind Behinderte von Gott ausgewählt um die
nichtbehinderten "Normalos" zu prüfen?
Nicht für uns ist es eine Prüfung, sondern für die "normalen" Menschen!? Wie sie mit uns umgehen zeigt, ob sie
denkende und fühlende Menschen sind oder nur
egoistische Lebewesen.

Niemand weiss genau, was der Sinn unseres Lebens ist.
Vertrauen wir einfach darauf, daß das Universum und das Leben
von einem Gott geschaffen wurde.
An irgendeine Religion muß man nicht glauben.
Jede Religion ist viel zu eng und von Menschen gemacht.


Zuletzt geändert von CharlyBrown am Mo, 19.5.03 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo, 19.5.03 22:38 
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Das Thema „wieder normal hören können“ hat grundsätzlich
nichts mit CI oder Hörgeräten tun.
Aber auch nichts mit dem „selbstbewusst taub sein“ mancher
Gehörlosen.

Bei der Frage “Möchtest Du normal Hören können?“, gibt es für
viele Gehörlose und Ertaubte eine psychologische Barriere.
Jeder weis, es gibt gar keine Möglichkeit, so zu hören, wie
Hörende. Die Frage ist also rein hypothetisch.
In der Gl-Kultur gilt es als selbstbewusst, sich zu Taubsein
und Gebärdensprache bekennen.
Darum werden Gl auch dann Nein sagen, wenn sie sich eigentlich wünschen, so zu sein wie die Hörenden.
Diese Gl lügen nicht, wenn sie die Frage verneinen.
Sie sagen eigentlich nur Nein zu einer Frage, die aus Sicht
von Gl eine „Fangfrage“ von CI-Befürwortern oder Lautsprach-
pädagogen sein könnte.
Auch manche Ertaubte verneinen die hypothetische Frage.
Sie leben seit Jahrzehnten mit der Taubheit, sind beruflich
relativ erfolgreich, glücklich mit ihrer Familie.
Sie wollen daran nichts ändern und in der Familie oder in
der Firma nicht den Eindruck machen, Probleme zu haben oder
unzufrieden zu sein.


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BeitragVerfasst: Mi, 21.5.03 15:16 
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Hallo Reimar,

vorweg: Ich war entsetzt als ich Dein Posting las. Zum einen, weil Du behinderte Menschen in wenigen Sätzen den Lebenswert absprichst und zum anderen, weil es viel über Dein Selbstbild aussagt. Aber ich möchte nicht zu persönlich werden...
Trotzdem möchte ich ein paar Dinge zu Deinem Standpunkt sagen.

Zitat:
Der Mensch braucht doch Ansprache was einem als Tauben nahezu unmoeglich ist!

Auch gehörlose Menschen sind in der Lage zu kommunizieren. Sei es über Gebärdensprache, LBG, über Gesten, Schriftsprache, Lautsprache etc. Richtig, Menschen brauchen Austausch mit anderen. Dafür müssen sie aber nicht hören können. Auch bei Hörenden läuft Kommunikation nicht nur über einen Kommunikationskanal.

Zitat:
Man ist ja heute schon fast soweit das man dem Blinden helfen kann.


Die häufigste Ursache für Blindheit in Industrienationen ist die Krankheit "Retinits Pigmentosa". Diese ist nicht heilbar und es gibt auch nichts vergleichbares wie das CI für Blinde. Das kann die Bild-Zeitung und der Kölner Express so oft schreiben wie sie wollen - es stimmt einfach nicht.

Zitat:
Es geht einfach nicht das ein tauber Mensch das ablehnt was ihn zum unter anderm zum Menschen macht naemlich hoeren.


Jeder Mensch ist ein Mensch. Punkt. Es gibt auch Tiere, die hören. Das sind aber noch lange keine Menschen.
Was immer öfter vergessen wird: Es gibt keinen Menschen-Norm. Jeder Mensch ist verschieden und hat auch nicht die Pflicht, sich dem Schönheits- und Gesundheitsideal von irgendwem anzupassen. Wer sich für das CI entscheidet soll es tun, wer es ablehnt hat ebenfalls das Recht dazu. Aber diese terrorisierende Dominanzkulter (die Minderheit muss sich der Mehrheit anpassen und ihr immer ähnlicher werden), geht mir langsam ziemlich auf die Nerven und belastet die Gesellschaft.

Zitat:
Hoeren und Sehen gehoert nun einmal zusammen wie Fuehlen und Sprechen.


Den Vergleich verstehe ich nicht. Ich kann auch Fühlen ohne zu sprechen...

Zusammenfassend: Es ist nicht von der Behinderung abhängig, ob jemand zufrieden und glücklich ist. Die Vielfalt der Menschen macht das Leben miteinander erst interessant.

Herzliche Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: Do, 22.5.03 0:18 
Christiane, ein schönes und weises Posting - vielen Dank dafür, :-)!


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BeitragVerfasst: Do, 22.5.03 21:56 
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Christiane hat recht. Reimar schreibt gefährlichen Unsinn,
wenn er sagt, erst das hören macht den Mensch zum Menschen.
Aber ich vermute, er wollte nicht pauschal über Gehörlose
urteilen. Er schreibt einfach nur seine ganz persönliche
Erfahrung mit Taubheit.
Wenn ein Hörender plötzlich taub wird, geht für sie oft die
Welt unter. Als es noch kein CI gab, war Suizidrate bei
erwachsenen Spätertaubten sehr hoch.
Die meisten Hörenden haben eine vollkommen falsche
Vorstellung von taub sein.
Sie sagen oft:Nicht so schlimm, hauptsache man kann
laufen und arbeiten.
Erst wenn sie plötzlich selbst betroffen sind, erkennen sie
was es wirklich bedeutet.
Im Prinzip können nur taub Geborene und früh Ertaubte
in ein Leben ohne hören hineinwachsen und nichts vermissen.
Und viele taub Geborene verstehen auch nicht, warum
wieder hören für Stätertaubte ein wichtiges Thema ist.


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BeitragVerfasst: Mo, 26.5.03 11:58 
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Hallo, ich habe heute einen Artikel in einem Ö-Zeitung gelesen und darin wurde ein Interview gemacht mit einem blinden Marathonmann Henry Wanyoike aus Afrika, der das Sehen erst 1995 verlor. Und da wurde es mir warm ums Herz:
Zitat:
[...]Wie hat der blinde Held Wien erlebt?
Als offene, herzliche, wunderschöne Stadt - 2004 möchte ich wieder hier Marathon laufen. Ich habe sogar das Riesenrad gesehen.
Gesehen?
Vielleicht nicht so, wie Sie es sehen. Ich mach mir mein eigenes Bild von den Dingen: durch ihre Bewegung, den Duft, die Musik.
[...]

HERRLICH!!!
Der blinde Läufer hat übrigens nur 5% Sehrest und das erst seit 1995. Spätertaubten können genauso positiv sein :)
CuDeafmax


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BeitragVerfasst: Mo, 26.5.03 21:11 
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Deafmax, ja, Spätertaubte können auch positiv ihr Leben
meistern. Aber einzelne starke oder hochintelligente oder
sehr tüchtige Menschen sind kein Maßstab für alle anderen!
Und es kommt immer auf das soziale Umfeld an, wie ein
Mensch mit einem Handicap fertig wird.
Dazu zwei grobe Beispiele:
1.Die Tochter eines reichen Mannes ertaubt mit fünfzehn
Jahren, bekommt gute private Erziehung, muß sich keine Sorgen
über ihren Lebensunterhalt machen, der Vater läßt sie
in der Gl-Welt Gebärden lernen und sie wird bei den Gl
eine führende Person. Sie sieht ihre Taubheit positiv und
vermisst nichts. Das CI lehnt sie ab.

2.Sohn eines einfachen Arbeiter besucht Gymnasium, ertaubt
mit fünfzehn, schafft danach grade die Realschule,
lernt einen Handwerkberuf, muß immer für seinen
Lebensunterhalt selbst hart arbeiten, stößt überall wegen
der Taubheit auf Schwierigkeiten in seinem beruflichen Fortkommen. Er entschließt sich zum CI und schafft danach
eine Fachhochschule.
Er hat sein Leben aus eigener Kraft gemeistert, aber niemals
vergessen, wie schwer das Berufsleben mit Taubheit ist!

Eines Tages begegnen sich diese beiden Stätertaubten und
diskutieren über Taubsein.
Die junge Frau denkt, der jungen Mann ist nicht selbstbewußt,
weil er ein CI hat und Taubheit als Behinderung im Leben
bezeichnet.
Der junge Mann denkt, die junge Frau hat keine Ahnung
vom Berufsleben unter Hörenden.

Jeder Mensch erlebt die Welt anders.
Grundsätzlich sollen Ausnahmemenschen nicht als "Vorbild"
für alle anderen hingestellt werden!
So etwas ist immer unfair.
Und bei seh- oder hörbehinderten Menschen werden gar zu oft
Menschen mit Sehresten und Menschen mit Hörgeräten als
"Vorbilder" für die Blinden oder Tauben vorgeführt!


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BeitragVerfasst: Mo, 26.5.03 21:33 
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Registriert: Do, 23.1.03 8:09
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Wohnort: Bad Nauheim
@CB: Deine Story finde ich gut, es sind immer die jeweiligen Geschichten, die man kennen muss, um entsprechendes Verständnis für den anderen zu haben. Alleine diese Vielfalt an Facetten macht das Leben so reichhaltig ! Wie es aus Sicht einer Spätertaubten aussieht, findest Du in einem neuen sehr lebendigen Erfahrungsbericht auf meiner Ohrenseite ! Es gibt eigentlich nicht Pro und Contra CI, sondern jeder muss SEINEN Weg im Leben finden, den einen treibt der Wunsch wieder zu hören, der andere kommt wunderbar in seiner GL-Welt zurecht, beides ist bewundernswert !!!

Viele Grüsse
Michael


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BeitragVerfasst: Di, 27.5.03 8:05 
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Registriert: Fr, 12.4.02 1:00
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Wohnort: Össi
@Charly
Es geht mir definitiv nicht darum, Rosen auf Vorzeigemenschen oder Ausnahmemenschen zu streuen, sondern nur darum zu zeigen, daß es solche Menschen gibt! Du hast recht, die soziale Umfeld ist davon abhängig, daher sehe ich es auch als wichtig, zu zeigen welche Menschen es gibt. Es gibt unendlich viele Wege um seinen Leben mit Zufriedenheit zu erleben. Nur muss man die Wege kennen und diese Wege will ich zeigen. Aber es gibt auch viele Menschen die nicht neues wagen wollen oder auch nicht zur Auge bekommen, was Ihnen hätte positiv verändern können. Damit meine ich sie fixieren ihre Hoffnungen aufs Hören und erreichen nie das was sie wünschen! Das kann soweit gehen, sie kaputt zu machen!
Im Beispiel vom blinden Läufer ging es mir nicht um die schulischen oder beruflichen Fortkommen oder gar die finanzielle Verhältnisse der Eltern, sondern um den Sichtweise des eigenes Lebens. Ich bin taub und bin glücklich! Mike34 wurde taub, nun hört er mit dem CI und ist glücklich! Aber Ich weiss dass es viele gibt, bei dem das Taubsein schwer für sich ist, oder bei anderen bei dem der CI nicht so funktioniert wie es gewünscht ist.
Jedem das Seine. Ich zeige nur Dinge, von dem ich positiven Meinung habe, aber obs andere annehmen bzw. ob sie den Weg - die Ihnen gezeigt wird - gehen wollen, müssen sie selbst entscheiden. Ganz wie Mike34 schrieb: "jeder muss SEINEN Weg im Leben finden"
cudeafmax


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BeitragVerfasst: Di, 27.5.03 12:34 
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Registriert: Mi, 27.3.02 1:00
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@Charlyx Brown
In Deiner Stroy vom 26.05 fehlt das glückliche "happy end".
Der Leser glaubt, da finden sich zwei Gehörlose und das Ende bleibt offen.
Hörende Leser oder Hörende der Umgebung gehörloser Pesonen interessiert unheimlich die Kommunikation zweier Gehörlosen in der Nacht. Die Frage ist: was macht einer, der gebärdet und eine die nicht gebärdet in der Nacht. Da bin ich oft gefragt worden, zuerst war ich stutzig, dann fand ich es lustig. Ich weiss nicht, warum es die Hörenden so interessiert, ich interessiere mich nicht für Bettgeschichten anderer Leute. Leute die viel über dieses Thema reden sind skeptisch zu sehen, es ist meist viel Lärm um nichts.


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BeitragVerfasst: Di, 27.5.03 23:55 
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Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Auerhahn, ich wollte keine "Story" schreiben.
Ich wollte nur Deafmax an zwei sehr unterschiedlichen
Beispielen zeigen: Jeder Mensch empfindet Taubsein in dieser Welt anders, jeder Mensch lebt sein eigenes Leben.
Und verschiedene Menschen, auch wenn beide taub sind,
verstehen einander oft nicht.

Aber Du hast mich auf eine gute Idee gebracht,
vieleicht mache ich aus der "Story" einen Roman mit
Happy End.
Das Problem ist , schöne Romane mit Happy End werden
nicht als Literatur anerkannt, es wird nur als Heftroman
gedruckt.


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BeitragVerfasst: So, 6.7.03 18:05 
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Hallo,ich bin neu hier.

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Ich bin Schwerhörig !


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