Taubenschlag-Foren

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BeitragVerfasst: Di, 17.12.02 23:28 
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@halfmoon
"Taxi nach London"
Um seine Zuschauer zu ermuntern, Englisch zu lernen, bezahlte ein chinesischer TV-Sender zwei von ihnen eine Taxifahrt von Peking nach London in einem Londoner Taxi. Gestern traf derTaxler Tony Arnold nach 13 Wochen und einer 16.ooo Kilometer langen Reise durch elf Länder mit seinen Fahrgästen
wohlbehalten am Trafalgar Square in London ein. Den Sender kostete die Taxifahrt, die gefilmt wurde, umgerechnet 38.9o9.- Euro.

Andererseits wird das Internet in China kontrolliert. Am häufigsten sind Webseiten über Taiwan, Tibet, Demokratie oder Menschenrechte blockiert.
Auch Nachrichtenseiten wie von BBC :x und Voice of America sind nicht zu öffnen. Suchmaschinen werden zeitweise gesperrt.
Surfen ist in China gefährlich, oder man kann das auch so verstehen, dass sich das Reich der Mitte vor fremden Einflüssen schützt.
Das wäre mal was anderes.


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 Betreff des Beitrags: mal was anderes...
BeitragVerfasst: Mi, 18.12.02 5:49 
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@auerhahn:
interessant, auf welche weise man zu einer anderen sprache kommen kann.
den einen wird auf luxuröse weise die fremdsprache sozusagen spendiert, den anderen wird sie weggenommen....

ich würde mir nichts lieber wünschen, als die gebärdensprache auf einem flug around the world zu lernen. und zwar so lange, bis ich sie beherrsche.

spätertaubte haben es nicht leicht, sie zu lernen. sie wird ihnen nicht so wie gehörlosen kindern gehörloser eltern in die wiege gelegt. mühsam musste ich einzelne wörter, begriffe, sätze und grammatik der gebärdensprache in einem zeitraum von vier jahren zusammenklauben.

mit den vielfältigen und gründlichen ausbildungsmöglichkeiten von heute und dem breiten kursangebot hat mans leicht, sie schnell und intensiv zu lernen.

eine zensur wie in china gabs übrigens auch bei uns. in den schulen war die gs verboten. erinnere mich noch genau, wie die lehrer streng sagten, die hände gefälligst unten zu lassen. als würde man einen hörenden vorm sprechen knebeln... tsts...

es soll aber bei diesem thema nicht ausschliesslich um gehörlosigkeit gehen, sondern um die sprache im allgemeinen mit allen ihren begleiterscheinungen, soviel ich aus dem titel dieses threads herauslese.

stimmts, auerhahn?
wenn ja, nur zu...


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 Betreff des Beitrags: Zeitungsauszüge
BeitragVerfasst: Di, 7.1.03 12:54 
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@halfmoon
In den letzten Tagen konnte ich nichts Nennenswertes über "Sprache" in den Zeitungen entdecken. Lediglich eine Karikatur ist mir aufgefallen.
In einer Tageszeitung war ein Silvestertreffen der Böllerveteranen abgebildet.Da standen abgebildet:
1 Kopfloser, 1 Einbeiniger,1 Sehbehinderter mit Binde, 1 Halbgesichtiger, 1 Mann ohne Arme, 1 Blinder mit Stock, 1 Rollstuhlfahrer ohne Unterschenkel, ein Rollstuhl-Brettfahrer ohne Unterleib, aber kein Taubstummer(wie auch immer die Karikaturisten das zeichnen), obwohl viele Böllerschützen nach Silvester schlecht hören oder einen Hörsturz haben.
Man kann die Zeichnung auch für das Jahr der Behinderten nehmen. Leute gibts.


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 Betreff des Beitrags: Auszug aus Zeitung
BeitragVerfasst: Di, 7.1.03 14:46 
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r@halfmoon
Beim Ausmisten der Zeitungen vom Monat Dezember fand ich
folgenden Bericht:
"Schauplatz Nachbarschaft" ( zu EU-Erweiterung)
Besonders nahe ist den Wienern natürlich Bratislava. Eine 92-jährige Dame erzählt als Zeitzeugin die Entwicklung vom alten Pressburg zur Hauptstadt der Slowakei - mit all dem manchmal freiwilligen, meist erwungenen Wandel. So auch die Geschichte von der Grösslinggasse, ganz nahe dem Nationaltheater gelegen. Den Kommunisten war der Name "Grösslingova ulica"
verdächtig, der Grössling könnte ja ein böser Deutscher gewesen sein. Die Straße erhielt einen neuen, einen politischen korrekten Namen.
Der damalige Stadtarchivar aber konnt es sich nicht verkneifen, in einem Zeitungsartikel darauf hinzuweisen, dass kleine Fische nicht unbedingt grosse Nazis sein mussten. Der Grössling war
nämlich ein Fisch, der sich in den Seitenarmen der früher noch unregulierten Donau bei Pressburg tummelte. Der Archivar bekam Schreibverbot.(Was Sprache ausmacht!)


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 Betreff des Beitrags: Auszüge aus Zeitungen
BeitragVerfasst: Do, 23.1.03 11:30 
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"Die Sprache, die wir sprechen" unter dieser Rubik schreibt in unserer Tageszeitung ein Deutschprofessor. Ich möchte eine kurze "story" nacherzählen.
Ein Mann(Österreicher) bestieg einen Zug und suchte sich in einem leeren Abteil einen Platz. Er hatte zwei Tageszeitungen
bei sich und einen harten Tag hinter sich.
Zwei jüngere Frauen kamen in sein Abteil, sie sagten "Grüss Gott, Ist da noch frei?" und später beim Aussteigen "Auf Wiedersehen". Ansonsten sagten die Damen nichts zum nachfolgenden Dialog.
Wenig später stieg ein älterer Herr mit grosskarierter Hose und beträchlichem Bauch zu. Er sagte "Hallo" wie Amerikaner eben "Hallo" sagen und alle sagten "Hallo" wie Österreicher
eben "Hallo" auf amerikanisch sagen.
Der Amerikaner stellte sich namentlich vor, erklärte den Grund seiner Reise, seine berufliche Handlungsfelder und stellte seine Familie vor. An sich ein netter Mensch denkt sich ein Österreicher.
Der Österreicher hatte jedoch schon lange keine englisch gesprochene Unterhaltung geführt und bezog seine Englischkenntnisse vom gängigen Musikalischen. Also beschränkte er seine Kommentare auf "oh,yes" und gelegentlichem "hahaha". Der Zug fuhr bereits eine halbe Stunde
aber der Amerikaner konnte mit dem Reden nicht aufhören, möglicherweise kommentierte er die amerikanische Innenpolitik, der Österreicher verstand zwischendurch nur "Bush" oder "Constitution" und begann zu schweigen, was den Amerikaner nicht störte.
Die Ankunft am Zielbahnhof war eine Erlösung und der Österreicher fand nun die Einheimischen doch netter und dezenter, die sich mit "Grüss Gott" und "Auf Wiedersehen" begnügen und bei denen man zum Zeitungslesen kommt.

Ich beobachte oft, was andere Leute soviel telefonieren und denke mir, das kann ich nicht. Vielleicht ist das so auch nicht in Ordnung, aber in einer stillen Welt lernt man zu beobachten,
Gesichter, Bewegungen, und man merkt an den Worten wie es gemeint ist.


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 Betreff des Beitrags: Sprache
BeitragVerfasst: Sa, 1.2.03 19:52 
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Ich las im Buch "Künstler über Kunst" folgenden Satz:
"
"Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort."
Wie wahr.


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 Betreff des Beitrags: Sprache
BeitragVerfasst: Fr, 14.2.03 8:44 
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Gehörlose haben oft wenig Freude mit der deutschen Schriftsprache. Oft liegt es daran, dass der Lehrer in der Schule den gehörlosen Schüler nicht zum Lesen motivieren konnte, oder die Deutschstunde einfach eine Qual war. Hörenden Schüler geht es oft auch nicht besser, obwohl sie sich leichter tun. Was auch immer, ich füge einen Auszug aus der Tageszeitung bei:
Es gab einen "Runden Tisch von Gymnasialdirektoren" bei einer Tageszeitung. Da wurde festgestellt, dass manche Ausländerkinder an Gymnasien sehr begabt sind. An einem städtischen Gymnasium bekam vor Jahren ein Perser und eine Tschechin die einzigen "sehr gut" bei der Deutschmatura.

Deutsch ist halt eine "schwere Sprache".


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 Betreff des Beitrags: zum thema
BeitragVerfasst: Fr, 21.2.03 14:56 
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@Boss ( Chef)
Als der Körper erschaffen wurde, wollte alle Körperteile Boss sein.
Das Gehirn sprach, da ich alle Teile kontrolliere und für sie denke, muss ich Boss werden.
Die Beine sagten, da wir den Menschen dort hintragen wo er hin will und das ausführen, was das Gehirn ihm eingibt, sollten wir Boss sein.
Die Augen sprachen, da wir auf euch Acht geben und euch warnen, wenn Gefahr droht, sollten wir Boss sein.
Und so meldete sich das Herz, die Lunge und schliesslich verlangte das Arschloch, das man es zum Boss mache. Alle Körperteile lachten und lachten und fanden die Idee einfach absurd, ein Arschloch zum Boss zu haben.
Das Arschloch wurde darüber so wütend, schloss sich zu und weigerte sich zu funktionieren. Darauf wurde das Gehirn fiebrig, die Augen schielten und schmerzten, die Beine wurden schwach und die Hände hingen schlaff herunter, sogar das Herz und die Lunge hatten Mühe, weiter zu arbeiten.
Schliesslich wandten sie sich flehentlich an das Gehirn, mit der Bitte, doch das Arschloch zum Boss zu machen und so kam es, dass alle anderen Körperteile die Arbeit verichteten und das Arschloch einfach Boss spielte und eine Menge Scheisse von sich gab.
Die Moral von der Geschichte: um Boss zu werden, brauchst Du kein Genie zu sein, nur ein Arschloch.
Vom Hören ist in der story nichts, also kann das Hören kaum Boss sein.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 21.2.03 15:32 
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Aloha Auerhahn,

tja lustig ist das! Das Hören können wir getrost vergessen.
Stimmt's? :lol: :lol: :lol:

~Luke

_________________
deitschsprachig? gebärdensprachig! :-)))


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 Betreff des Beitrags: Auszug aus der Zeitung
BeitragVerfasst: So, 23.3.03 7:59 
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"Dass die im Alltag gesprochene Sprache der Österreicher nur bedingt als "Deutsch" bezeichnet werden kann, ist bekannt. die Österreicher sprechen regionale Varianten des Deutschen.
Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen sind die österreichische und deutsche Rechtschreibung identisch. Die Vereinheitlichung der deutschen Sprache war ein langwieriger Prozess.
Im Jahre 1774 erlies Kaiserin Maria Theresia in Österreich die "Allgemeine Schulordnung" für die von ihr regierten Länder.
Es erschien ein Wörterbuch "Anleitung zur Rechtschreibung" an dem allerdings deutsche Experten einflussreich waren. Die erste gesamtdeutsche Orthographie-Konferenz fand 1876 unter Prof.Duden in Berlin statt.1879/1880 fanden Preussen und Österreich wieder zur eigenen Rechtschreibreglung."
Dazu fällt mir ein, dass ein Schreiber in den Foren geschrieben hat, man soll die Österreicher als Verwandte annehmen. Ich fand es lustig, die Geschichte lehrt oft etwas anderes. Die gemeinsame Sprache verbindet.


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 Betreff des Beitrags: zur Sprache
BeitragVerfasst: Mi, 2.4.03 16:00 
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Am 25.7.1871 wurde das sogenannte Notariatszwangsgesetz
IN Österreich "kundgetan".
Es regelte alle Urkunden über Rechtsgeschäfte unter Lebenden, welche von Blinden,oder welche von Tauben, DIE NICHT LESEN,
oder VON STUMMEN, DIE NICHT SCHREIBEN KÖNNEN. .. sofern dieselben das Rechtsgeschäft in eigener Person schliessen.
AHA, DA LIEGT DER HUND BEGRABEN.
Jetzt verstehe ich, warum bei Gericht öfters gefragt wird: kann er lesen, kann er schreiben, kann er sprechen, versteht ER???

Es ist wie beim Osterhasen-Kuchen, die Form bleibt, weil man es so gewohnt ist. Von daher leitet sich mancher Ärger ab.


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 Betreff des Beitrags: Die Sprache, die wir sprechen...
BeitragVerfasst: Mo, 7.4.03 21:42 
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In unserer Tageszeitung stand ein Artikel "Weil Eltern zuwenig mit ihnen reden sind immer mehr Kinder sprachgestört".
9000 Mädchen und Buben im Kindergartenalter wurden untersucht. Bei knapp 50% zeigte sich eine Auffälligkeit in der Sprachentwicklung.
Die Schwächen liegen in der Grammatik und bei der Satzbildung.
In vielen Fällen verfügen die Kinder über einen zu kleinen Wortschatz. Es wird nun versucht, mit den Eltern zu reden, damit diese mehr mit ihren Kindern sprechen und den Kindern zuhören. Es handelt sich nicht um hörgeschädigte Kinder.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 8.4.03 7:47 
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Das stimmt: Das moderne Klagelied vieler ist immer wieder : "Keine Zeit zu haben"..... für das Wesentliche, worauf es wirklich ankommt.... Zuhören, mithelfen, Verständnis zeigen.
Das setzt sich auch im Alltag weiter fort.
Zeit füreinander muß ganz einfach vorhanden sein!

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


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 Betreff des Beitrags: Auszüge aus Zeitungen
BeitragVerfasst: Do, 10.4.03 6:12 
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Heute stand in den Schlagzeilen der Teletextnachrichten, dass
in einer "Taubstummenschule" in Russland ein Brand ausgebrochen sei. Das Wort "taubstumm" ist nicht auszurotten.


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 Betreff des Beitrags: Sprache, die wir sprechen
BeitragVerfasst: Sa, 26.4.03 9:45 
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"Brutalität ist gefragt" , Brutalität hat Hochsaison, stand heute als Überschrift in der hiesigen Tageszeitung. Weiters: Vorsicht, Rücksicht und andere Eigenheiten von Weichlingen haben ausgedient. Es ging um die Pensionsreform, die wie in Österreich, auch in Deutschland und in Frankreich läuft. Die Argumentation ist blendend. Zuerst heisst es"Wir sanieren den Staat", dann heisst es "Wir sanieren das Pensionssystem" und zuletzt "Rette sich, wer kann" für die Anwärter einer Frühpension.
Es wird viel mit Worten gestritten "mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten..." (wahrscheinlich aus Faust) Wie wird das mit der sozialen Unterstützung erst werden?


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 Betreff des Beitrags: Taubstummer vom Zug erfasst
BeitragVerfasst: Mo, 28.4.03 21:26 
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In unserer heutigen Tageszeitung stand eine kurze Notiz, dass ein "Taubstummer" vom Zug erfasst und getötet wurde. Am Wochenende davor wurde in diesem Bundesland ein Festival veranstaltet mit Theater, Ausstellungskojen in der Fussgängerzone etc.etc. hat nichts genützt, am Montag hies es dann "Taubstummer...". Nicht auszurotten.


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 Betreff des Beitrags: Zeitungsausschnitt
BeitragVerfasst: Fr, 2.5.03 11:34 
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Die Post brachte eine Broschüre, die der Tageszeitung beigelegt war. Darin wird erwähnt, dass 2003 "das Jahr des Hörens" sei???
Auszug:
"Wird Hörstörung nicht erkannt bzw. behandelt, führt dies zu einer erheblichen Verzögerung im Bereich des Hörens und damit Sprachentwicklung, sowie der Persönlichkeitsbildung.
Taubstummheit, Schwierigkeit im begrifflichen Denken aber auch Verhaltensstörungen in der emotionalen und sozialen Gesamtentwicklung treten auf."
Alles in einem Topf.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 3.5.03 20:17 
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@auerhahn, Kannst du oder irgendjemand diesen Broschüre einscannen und Online stellen? mann das ist wirklich eine ... :o
Ich seh nur so aus: :evil:

cu deafmax


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 3.5.03 23:49 
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Thomas A. Edison, einer der genialsten Menschen, dem die
Menschen das elektrische Licht, das Grammophon und viele
andere Erfindungen verdanken, war seit seiner Kindheit
stark schwerhörig, fast taub.
Vieleicht war er so genial, weil er konzentriert denken
konnte, ohne von dem täglichen dummen Geschwätz der
Hörenden abgelenkt zu werden!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So, 4.5.03 21:30 
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Beiträge: 1141
Diese Jahr ist "Jahr des Hörens"?
Also, das könnte im Prinzip eine Chance sein, die Hörenden
darüber zu informieren, das es auch Menschen gibt, die
nix hören oder schwerhörig sind und Probleme mit der
hörenden Umwelt haben.
Aber diese "Broschüre" macht alles kaputt.
Jahrzehntelange Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Verbänden der Hörbehinderten wird auf "taub=dumm"
zurückgeworfen.


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 Betreff des Beitrags: Auszügen aus Zeitungen
BeitragVerfasst: Mi, 7.5.03 13:00 
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Beiträge: 1345
Kleine Menschen klagen: Kaum Unterstützung trotz Mehraufwand. Überschrift: Abtreibung bei Kleinwuchs.

"Ob sie Pflegegeld oder erhöhte Kinderbeihilfe erhalten, sei stets abhängig von der Gunst des jeweiligen Amtsarztes bzw. der Behörde." Weiters: "Wir fordern einen einheitlichen Kriterien-Katalog für die Bemessung von Förderungen, wie es bei Blinden oder GEHÖRLOSEN längst üblich ist".
ICH GLAUBE:
Die Gehörlosen haben keinen einheitlichen Kriterien-Katalog.


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 Betreff des Beitrags: Sprache,Sprechen
BeitragVerfasst: Mo, 30.6.03 4:44 
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Der Schriftsteller Peter Handtke erhielt das Ehrendoktorrat in Salzburg. In seiner bemerkenswerten Dankesrede sagte er ua.,
dass es früher üblich gewesen wäre, die Idioten ausserhalb der Stadt anzusiedeln. Jetzt seien jedoch viel mehr Idioten in der Stadt wohnhaft als auf dem Lande und in der Regierung.

Vom Schriftsteller Peter Turrini stammt der Satz" Sprache ist meine Heimat". Das ist auch eine Aussage.
Man kann, wenn man mit der Sprache umgehen kann, recht gut
seinen Frust ohne Beleidigungen ausdrücken. Man kann Menschen aufrütteln, begeistern oder auch zum Nachdenken zwingen. Man muss sein Handwerk jdoch können.


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BeitragVerfasst: Sa, 19.7.03 7:55 
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Beiträge: 1345
Die Wochenendbeilage unserer hiesigen Tageszeitung brachte einen Bericht über einen Bauernhof, auf welchem behinderte Menschen leben, die auch aus der Psychiatrie dorthin überwiesen wurden. Die Einrichtung hat sich bewährt. Der Bauernhof hat Katzen, Schafe, Hasen, aber keine Hunde oder Pferde. Es leben dort auch drei gehörlose Personen.
Darüber steht:
" Unsere drei gehörlosen Bewohner taten sich sehr schwer in der Kommunikation und waren recht zurückgezogen. Aber wenn man sieht, wie sie beim Füttern der Hasen, Ziegen und Schafe auftauen, merkt man, welche Vertrautheit Zwei- und Vierbeiner
verbindet". Und weiter " Der taubstumme G. steht heute stundenlang im Stall und beobachtet die Tiere, anfangs war er kaum zu motivieren, das Haus zu verlassen."
Merkwürdig, dass man heute die gehörlosen Menschen in der Gruppe der Behinderten auch separat erwähnt, das war früher nicht üblich.


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 Betreff des Beitrags: Sprache...
BeitragVerfasst: So, 3.8.03 19:58 
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Den letzen "Spiegel" habe ich wegen der Aufschrift "Musik, die Mathematik der Gefühle" gekauft.
Verschiedentlich versuchen gehörlose Personen "Musik " zu definieren, die niemals Musik gehört haben. Es geht dabei um "Vibrationen". Sie versuchen der Sache näher zu kommen.
Aber ich glaube, "Musik" ist einem gehörlosen Menschen, der niemals Musik gehört hat, nicht erklärbar. Der Satz ist nicht entschuldbar, ich weiss.
Der letzte Satz im Artikel lautet: "Ohne Musik, wären wir vielleicht niemals zum Menschen geworden".
Ich meine nicht die laute Musik heute - es gibt schon Stimmen, die dagegen sind- ich meine die Schwingungen, die beruhigen,
erlösen,besänftigen,aufmuntern, den Menschen erinnern, dass er auch nur ein Mensch ist.


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BeitragVerfasst: Di, 5.8.03 19:53 
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Auerhahn, ein taubgeborener GL hatte einen hörenden Vater.
Dieser Vater war Musiker. Der taube Sohn fand die
"Mathematik der Gefühle" im Schachspiel. In genialen Kombinationen und Strategien auf dem Schachbrett ist eine
Verwandtschaft mit Musik.
Manche Leute denken, Schach ist rein logisch und kalt wie
Mathematik. Aber das stimmt nicht.
Sehr viele Musiker sind auch sehr gute Schachspieler.
Also, ich glaube, das Gefühl für Kombinatinen, Rhymtmik und
Harmonie geht nicht nur über das Ohr.
Wenn der Zugang über das Ohr fehlt, entwickelt das Gehirn
andere Möglichkeiten zum erleben dieser Gefühle.
Viele Gl lieben es Eiskunstlauf, Ballett oder Kunstturnen
zuzuschauen. Das ist wie sichtbare Musik. Das Auge kann auch
ein Zugang zu diesen Gefühlen sein.


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BeitragVerfasst: Di, 5.8.03 21:29 
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@Charly Brown: Nicht uninteressant, was Du schreibst. Allerdings bin ich etwas skeptisch. Nur weil man zwei Dinge mit dem selben Begriff bezeichnet, sind sie noch nicht identisch! Man verwendet in vielen Bereichen den Begriff der Harmonie oder des Rhythmus, z.B. auch bei der Beschreibung von Lyrik. Aber das ist - IMHO - immer "nur" eine Analogie, ein So-Sein-Wie! Die Harmonie, die sich einem vielleicht offenbart beim Anblick der Planetenbahnen (Kepler), hat nicht unmittelbar etwas mit der Harmonie in einer Kantate Bachs zu tun. Es ist sicherlich eine interessante, philosophische Frage, zu erklären, was das ist, wenn man sagt: "Das ist aber harmonisch, oder rhythmisch!". Die Harmonie der Musik, ihr Rhythmus und alles, was sie in einem einzigen Ton (oder auch einer Pause) an Gefühlen im Menschen auslösen kann, ist leider nur über das Gehör zugänglich! Alles andere (Balett, Tanz etc.) sind etwas ganz anderes!

Pnin


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BeitragVerfasst: Mi, 6.8.03 9:04 
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Zitat:
ich glaube, "Musik" ist einem gehörlosen Menschen, der niemals Musik gehört hat, nicht erklärbar.

Der verstehe was er glaubt.

Ich glaube ich verstehe die Musik. Im Gegensatz zu Pnin denke ich, daß das verstehen der Musik, dieser geniale Dimension der Schwingungen, zwar fürs Hören bestimmt ist, aber die Wahrnehmung erst durchs Fühlen in vollem Ausmaß an Genuss möglich ist.
Stellt euch vor man hört ein Liebeslied auf einem keinen Schiff auf hoher See. Oder man ist müde, liegt im bett und hört kräftige Havey Metal Musik. Oder man tanzt Hiphop bei Mozart-Konzerte.
Ein Sänger steht teilnahmlos vor dem Mikrofon in der Hand, lakonisch und völlig gleichgültig singt mit einer rytmische Musik, wo tanzen und Hüftenschwingen eigentlich dazupasst. Musik stimmt auch erst, wenn man das richtige sieht.
:-))) Da stimmt die Harmonie nicht.
Weiters spielt die eigene Vorstellungen mit, eigene Interesse, seine Träume, seine Vorlieben, und wenn die Musik dazu im Einklang stimmt, fühlt man sich ...ich würde sagen vollkommen. :) Ich glaube Fühlen&Hören gehören zusammen. Also Harmonie und Rythmus der Musik ist daher für mich nicht nur durchs Hören wahrnehmbar.
Ich bin taub, ist meine Fühlsinn umso empfindlicher umso mehr nehme ich die Musik wahr, wenn auch nicht in vollem Ausmaß.
Auch muss mann die Musik verstehen.

Jedem das Seine.

LG deafmax


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BeitragVerfasst: Mi, 6.8.03 9:22 
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@Deafmax: Ich will ja nicht abstreiten, daß man über das Fühlen der Schwingungen der Musik, wenn man die Hände aufs Klavier, die Box oder die Wände des Raumes legt, diese auch erfahren und erleben kann. Man muß aber klar sagen, daß dieses Verstehen von einer anderen Qualität ist, als jenes Verstehen, das sich einem offenbart, wenn man das gesamte Spektrum der Töne hören kann. Das liegt zum einen daran, daß man tiefe Töne besser fühlen kann als hohe, sich also das "gefühlte Frequenzspektrum" deutlich von dem "gehörten" unterscheidet. Es sind 2 verschiedene Herangehensweisen, 2 verschiedene Welten! Auch muß ich aus eigener Erfahrung wiedersprechen, daß "erst durchs Fühlen in vollem Ausmaß an Genuss möglich ist". Wenn man Musik fühlt, d.h. die Schwingungen körperlich wahrnimmt, dann ist meist eine gewisse Lautstärke nötig, um die Schwingungen zu spüren (Schalldruck). Das Problem ist dann, daß die Musik, insbesondere klassische Musik mit komplizierten Strukturen, mehreren Instrumenten etc. mehr und mehr zu einem Klangbrei verschwimmt, d.h. die akustische Wahrnehmung leidet. Alle Komponisten haben ihre Werke auf den akustischen, den auditiven Eindruck hin komponiert, so daß sich nur über diesen Kanal die ganze Dimension eines Werkes offenbart.

Wie gesagt: Man kann Musik sicherlich spüren, man sollte sich aber auch darüber im klaren sein, daß dieser Eindruck mit dem, was man erlebt, wenn man Musik hört, nicht übereinstimmt.

Pnin


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BeitragVerfasst: Mi, 6.8.03 9:53 
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@pnin

Es gibt hin und wieder ganz gute Komponisten, aber ich bin überzeugt, daß durch die Präzision der Musikusikumfang die Wahrnehmung alles was zu einem perfekten Musikgenuss nicht wahrgenommen werden kann. Hier gelangt man an die Grenzen. Eine Musik mit wunderbarem Qualität (wo ich vermute dass sie durch eine solche Orchester möglich wird) zu hören kann man mit eigener Vorlieben/Vorstellungen/Träume kombinieren. Wenn aber wie der Komponist die Qualität auf die Instrumenten kontrolliert ist es wieder eine andere Welt. Konzentration ist hier wie Lippenablesen :-)))
Also DAS kann nicht wunderbar sein, oder?
Ich möchte aber nicht mit unser Diskussion auf den Punkt kommen, daß man Musik genauso fühlen kann wie hören - weil das einfach nicht stimmt - aber es kann nahezu genauso schön sein: Musik nur Fühlen und Musik hören/mit Fühlen.
Eines ist sicher, die Begleitung zum Musik, nämlich das Singen, bleibt den Nichthörenden verborgen. Aber wenn du die Singenden beim singen siehst, die Texte kennst - oder eine Gebärdensingenden siehst - kann man gut die Musik durchs fühlen zu einem Ganzen kombinieren.

Zitat:
Man kann Musik sicherlich spüren, man sollte sich aber auch darüber im klaren sein, daß dieser Eindruck mit dem, was man erlebt, wenn man Musik hört, nicht übereinstimmt.

Ich stimme da vollkommen zu, nur ist das Nichtübereinstimmen kein Defizit. Es ist zwei verschiedene Sachen, zwei verschiedene Welten. Ich bin taub und kenne nur das was ich fühle. Der der hört, kennt es zwar durchs hören, jedoch bin ich überzeugt, daß er das Phänomen des Fühlens eines Gehörlosen nicht kennt. Oder gar nicht haben kann, weil er hört. :)

LG deafmax


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BeitragVerfasst: Mi, 6.8.03 10:07 
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@Deafmax: Du schreibst, daß "das Nichtübereinstimmen kein Defizit" sei - für Dich, weil Du es nicht kennst. Für jene, die Musik (ich rede hier jetzt nicht von diesem Diskoeinerelei von Modern Talking und diesem ganzen Schmu, sondern von Musik, die Dich, wenn Du sie hörst, ins Mark trifft, manchmal nur ein paar Töne, Takte. Das findet man hauptsächlich in der klassischen Musik und im Jazz) gehört haben, kann es sehr wohl ein Defizit sein, weil einfach bei der Übertragung des akustischen Eindrucks eines Musikstücks in eine taktile Wahrnehmung Informationen verloren gehen. Insofern stimmt es auch nicht, daß konzentrierte Wahrnehmung von Musik nicht wunderbar sein kann. In manchen Fällen stimmt sogar das Gegenteil: Es gibt wunderbare Musik, die sich einem nur dann erschließt, wenn man sie konzentriert hört, unter Umständen auch die Noten mitliest. Nur dann erschließt sich der ganze Reichtum der Musik. Alles andere ist wie ein Dümpeln an der Oberfläche eines sehr tiefen Sees.

Pnin


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BeitragVerfasst: Mi, 6.8.03 10:43 
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@pnin
Zitat:
stimmt es auch nicht, daß konzentrierte Wahrnehmung von Musik nicht wunderbar sein kann.


Ein antiker Tisch.

Durchschnittsmensch: Er sieht ganz schön aus, es gefällt einem, man wird es dann in Erinnerung haben.
Ein Techniker würde von der Stabilität und Standfestigkeit des antiken Tisches berauscht sein. Ein Ärchologe wird von dem Konstruktion und antiker Schnitzerei vom Tisch schwärmen.
Alle können den Tisch mögen, inwieweit aber das Mögen ins Detail geht, kann in der Vielfalt unübersichtlich verschieden sein.

Dasselbe ist es beim Musik.
Komponisten und Musikliebhabern feiner Art sehen die Konzentration in der Musik als Erschliessung des Musikreichtums. Es gibt aber auch Menschen, die das nicht können obwohl sie hören.

Es ist ganz klar, die die Musik schon mal hörten und jetzt es nicht können, es als Defizit empfinden. Aber wenn man versucht, das was man einmal hörte und dieselben ähnliche schöne Musik über die anderen Sinne nochmals zu einem Genuss wie wenn man es hören würde zu vereinen, dann ist es für sich selbst ganz schön. Man muss es nur von anderer Sicht sehen.
Danke für die Erklärung mit Feinschliff, was das tiefen Innerste des Musikreichtums ist, in Anbetracht wenn es ein tiefer See wäre. Es ist schön sowas vorzustellen.

LG deafmax

P.S. Mir hat schon öfter das Fühlen von Musik zu Gänsehaut geführt.


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BeitragVerfasst: Fr, 8.8.03 22:18 
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Pnin hat recht. Wenn man Musik ganz genau verstehen und empfinden will, geht es nur über das Gehör. Gehörlose, die niemals hören konnten, haben bei rhytmischen Vibrationen und manchen optischen Eindrücken ähnliche Gefühle wie Hörende bei Musik. Aber es ist nicht genau gleich.

Anderseits habe ich beobachtet: Manche Gehörlose haben für Vibrationen und auch bei optischen Eindrücken ein ganz besonderes Gefühl, das Hörende überhaupt nicht verstehen.
Ich vermute, der Gehirnteil, der bei Hörenden für Musikgefühle zuständig ist, übernimmt bei taub geborenen Menschen andere Eingangskanäle und entwickelt Strukturen, die bei Hörenden nicht vorhanden sind.


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BeitragVerfasst: Sa, 9.8.03 8:57 
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@Charly Brown
Guten Morgen, Du hast recht mit Deiner sachlichen Erklärung. Es geht nicht darum "Ätsch, ich habe mal gehört, Du verstehst das nicht.." sondern der Gefühls-und Empfindungshaushalt ist einfach ein anderer. Es ist keine Kränkung, sondern vielleicht ein Ausgleich der Natur, was Hören und Empfinden betrifft.


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 Betreff des Beitrags: Auszug aus der Tageszeitung
BeitragVerfasst: Sa, 13.9.03 16:43 
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Die gestrige Tageszeitung brachte einen Hinweis, dass ab sofort keine Piercing bei der Turnstunde getragen werden dürfen. Es ist bereits zu Unfällen gekommen.

Weiters erschien ein Hinweis, dass in Deutschland(im Saarland) eine neue Schulordnung Titel:"Anstand und Benehmen"für eine bestimmte Schule herausgekommen ist. In dieser Schule darf nicht gerauft,geraucht werden. Handys sind unerwünscht. Lehrer sind zu grüssen und die Wörter "Bitte" und "Danke" sind zu verwenden.

Ich hoffe, das wird auch in den Gehörlosenschulen eingeführt.
Es wäre nett, wenn junge Schüler sich auch mit Älteren etwas unterhalten würden, anstatt nur den Stinkefinger zu zeigen, wie es manche tun.

Immerhin ein neuer Zug der Zeit, in der wir jeden Tag nur den Terror in den Nachrichten haben.


Zuletzt geändert von Auerhahn am Sa, 13.9.03 19:21, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 13.9.03 19:15 
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Dass "Bitte", "Danke", Lehrer zu gruessen sind und nicht in der Schule geraucht werden darf, bedarf es meiner Meinung nach nicht mal eine Schulordnung...es ist sozusagen ein "ungeschriebenes" Gesetz, welches selbstverständlich in JEDER Schule (auch Gehörlosenschulen) angewendet wird/werden sollte!
Das empfinden gehörlose Pädagogen wohl selbstverständlicher, das es zum Knigge gehört - im Vergleich zu den meisten hörenden Pädagogen, die in gehörlosen Schulen unterrichten, da es denen meist an demenstprechender Identifizierung gegenueber den "andersartigen", sprich "gehoerlosen" Schuelern "fehlt"...
was in Bezug zu hoerenden Pädagogen in hörenden Schulen betrifft - bin ich der Meinung, dass denen (Pädagogen) die Moral an der Geschicht verloren ging, leider...
Gruss
SimpleMinds


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 Betreff des Beitrags: Auszug aus Tageszeitung
BeitragVerfasst: Fr, 17.10.03 7:40 
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In der heutigen Tageszeitung stand ein Bericht zur Musterung beim Heer.
2002 waren zehn Prozent der Getesteten "untauglich". 20 Prozent "bedingt tauglich". Hauptproblem ist das Gehör. Hörschäden lagen mit 22,8 Prozent an erster Stelle. Wer Befehle schlecht hört, darf nicht zum Heer.

Die Gesundheitsbehörde wird nun ihr "Augenmerk" auf die Hörschäden bei Jugendlichen und auch allgemein legen müssen.


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BeitragVerfasst: Fr, 17.10.03 19:27 
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Bei jungen Männern, die nicht zum Militär wollen, ist die
einfachste Möglichkeit: "schlecht hören simulieren".
Aber die Prüfer bei der Musterung kennen das und haben
einen raffinierten Trick um die Simulanten zu entlarven.
Sie holen hinter dem Rücken des Prüflings eine schöne junge
Frau und lassen sie mit leiser betörender Stimme sagen:
"Mit diesem hübschen jungen Mann möchte ich ins Bett".
Alle Simulanten drehen sich sofort um.
Aber darum wurde einmal in Norddeutschland ein tauber
junger Mann zur Bundeswehr einberufen.
Grund: Er hatte gute Augen und sah im Spiegelbild einer Fensterscheibe hinter sich die schöne junge Frau.
Er drehte sich um und die Prüfer dachten:Aha, er hat gehört
und ist ein Simulant.


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BeitragVerfasst: Mi, 22.10.03 21:23 
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CB@ guten Abend ich muss Dich korrigieren.
Die Zeitung hat ihre Meldung berichtigt, dass viele junge Leute durch die lautstarke Disco-Musik schlecht hören und man überlegt, in den Disco's Stöpsel anzubieten um Hörschäden vorzubeugen. Manche Leute freut es halt.


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BeitragVerfasst: Di, 28.10.03 9:22 
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In einem anderen Thread hat mir Bernd vor einiger Zeit den Vorwuf gemacht, dass ich den Ausspruch von Luther "Hier stehe ich, ich kann nicht anders" rezitiert habe.

In unserer Tageszeitung von gestern war eine Karikatur abgebildet mit dem deutschen Finanzminister als Prometheus, der angekettet ist und einem grossen Geier, der nach ihm pickt. Zu dem Artikel" Eichel muss die höchsten Schulden aller Zeiten machen". Da stand "Hier hänge ich, ich kann nicht anders".

Das Zitat wid oft gebraucht und ist nicht als Missbrauch gemeint.Dies zur Erklärung.


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BeitragVerfasst: Di, 28.10.03 11:22 
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Aloha Auerhahn,

ganz echt schlimm, wenn man so als Politiker zugeben muss. Das Schröder-Team muss aber auch die vorangegangenen Kohl-Jahre (waren es 16 Jahre oder länger?) teuer bezahlen. Der deutschen Bevölkerung ist wirklich nicht zu beneiden.

Alles eine Frage, wieweit die Regierung Mut zu Reformen hat.

Dieses Zitat ist für mich auf dem "Täglich Alles" Niveau. :) (Sprüche wie "So einfach ist das", "Glaube es mir, das stimmt", "Das ist eine bewiesene Tatsache", "So ist das und nicht anders" sind, finde ich, unterstes Niveau) Und Nachplappern ist auch nicht gerade hohes Niveau. :)

Aber nach all dem was ich in österreichischen Zeitungen lese... Das "gängige" Mittel in der Privatwirtschaft ist also Konkurs - anders genannt das "Sozialisieren" der Schulden, also muss der Staat zahlen? Ist das nicht eine fahrlässige Krida???

Konkurs hat als eine Grundlage entweder Überschuldung des Unternehmens oder "Illiquidität" (laut Konkursordnung). Der österreichische Staat als Eigentümer der öffentlichen Verwaltung z.B. ÖBB, Streckenerhaltung, Universitäten, Schule, Straßen, Infrastruktur, ... kann nicht in Konkurs gehen, muss also seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Vielleicht haben sich auf diese Weise so hohe Schulden in Deutschland ergeben?

Als Eigentümer ist der Staat verpflichtet, diese Investitionen durchzuführen - Investitionen, die die Politiker als "Schulden" bezeichnen...

Um trotzdem etwas zu zitieren: "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!" (Schlußsatz aller Senatsreden von Cato d.Ä.

Ich bin der Meinung, dass Österreich wieder aufgebaut werden muss! :-)))

~Luke

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BeitragVerfasst: Di, 20.1.04 9:46 
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Unsere heutige (österreichische)Tagezeitung brachte einen Bericht "Lehrer warnen: Sprach-Notstand und Nationalitäten-Konflikte in Klassen"
U.a.In den städtischen Bereichen gibt es Klassen, in denen kaum noch österreichische Schüler befinden. Schüler aus Albanien, aus dem Kosovo agieren gegen jene aus Serbien, Mazedonien und Kroatien, Kurden gegen Türken. Sie tragen ihre in der Heimat vom Elternhaus verankterten Konflikte in der Schule aus. (Weit sind wir gekommen mit den politischen Verhältnissen)

Ein Beispiel für einen Deutschunterricht:
Die Aufgabe: setze die Geschichte fort...
(und der 14-jährige Hauptschüler setzte fort)
Der Polizei sagten: Wenn jemand fangt die zwei dann er griegt zu uns 3000 Euro am Tag nächsten ich schmeisse das Müll".

Es ist heute nicht mehr möglich, Probleme, die man früher am Ansatz korrigieren konnte, in den Griff zu bekommen."

Ich denke, man sollte mehr die Sprach-Begabten in einer eigenen Gruppe fördern.


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 Betreff des Beitrags: Sprache...
BeitragVerfasst: Mo, 23.2.04 8:07 
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Gestern sah ich im Fernsehen plötzlich - ganz kurz - eine Einblendung, ich weiß nicht mehr in welchem Kanal "Es gibt ... Prozent Analphabeten, die nicht lesen und schreiben können. Helfen sie uns... unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit diese Personen lesen und schreiben lernen...."
Ich war sehr erstaunt, dass man sich plötzlich auf das "Lesen und Schreiben" besinnt. Ich denke da immer an viele, nicht geförderte Gehörlose, die sich schwer tun mit diesem Stoff. Wieso hat man das Problem nicht von Anfang an in den Griff bekommen? War niemand da, der aushalf, etwas zu erklären versuchte???


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BeitragVerfasst: Do, 6.5.04 12:39 
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Nach dem unglücklichen zweiten Weltkrieg waren die Amerikaner recht lange in Österreich als Besatzungsmacht ein alltägliches Bild. Viele Menschen störte das, es gab viele Witze und Karikaturen in den Zeitungen darüber. Man wehrte sich dagegen. Man bemühte sich Englischkurse anzubieten, darüber wurde auch viel gelacht. Man kann es nehmen wie man will.

Unvergessen ist mir eine viel belachte Karikatur in der Tageszeitung. Ein Bettler sitzt im Leiberl und zerissener Hose am Straßenrand, er hat Bartstoppeln, und einen alten Hut auf seinen Knien. Um den Hals hatte er ein Schild mit folgender Aufschrift " Ich bin taubstumm" darunter "englisch spocken" (spucken)" genau in dieser Schrift. Wie sich die Zeiten ändern.
Heute würde man es nicht mehr tun, es gäbe eine Beschwerde.


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BeitragVerfasst: So, 6.6.04 8:00 
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Auszug aus einem Vortrag zu "Megatrends"

Österreich ist sehr Marketing-empfänglich und offen für Informationstechnologie. Die Schweizer hingegen setzen sich hin und hören zu und sagen dann, sie glauben gar nichts.

Die Deutschen sind derzeit sehr panisch und verängstigt und wollen auf das Datum genau wissen, wann der Weltuntergang kommt.

Die Briten wiederum nehmen alles gelassen und gehen Trends mit hoher Flexibilität ein.

Megatrends sind global, halten mindestens 25 Jahre an und sind überall, also in allen Bereichen spürbar.War früher Wohlstand und Wirtschaftswachstum wichtig, ist jetzt die Wissensgesellschaft im Superwachstum.


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BeitragVerfasst: So, 4.7.04 20:53 
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Ich kann Zeitung lesen.

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BeitragVerfasst: Mi, 6.10.04 9:08 
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Unsere heutige Tageszeitung brachte einen Leserbrief:
" Es gibt im Bayrischen und damit auch im Österreichischen
keine Mitvergangenheit. Notgedrungen wird im Bayrischen das Erzählte nur in der Vergangenheit als in Sein und Haben ausgedrückt. Da die Grammatik aber normalerweise unbewußt gebraucht wird, hört sich ein Österreicher, der versucht, Norddeutsch zu sprechen, an, als würde ein Walzer als Reggae
gespielt. Würden das die Germanisten in den Schulen auch einigermaßen rüberbringen, dann müssten sie nicht in der Zeitung seufzen, dass ihre Bemühungen eigentlich für die Katz sind."

Es wird gesagt, dass die Österreicher eigentlich Bayern sind, aber die Bayern ohne Geld.


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BeitragVerfasst: Mi, 6.10.04 9:38 
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Was ist denn eine Mitvergangenheit? Über Google fand ich die Auflösung:
Zitat:

Mitvergangenheit (Präteritum/Imperfect)

Die Mitvergangenheit wird für Handlungen verwendet, die in der Vergangenheit begonnen haben und auch in der Vergangenheit beendet wurden.

Beispiel:
Der Mond verbarg sich hinter Wolken, ein Käuzchen schrie - da fiel ein Schuss.


Kennt man das in Bayern und Österreich wirklich nicht? Wie Du allerdings auf die Idee kommst, Bayern seien geldlose Österreicher ... das sehe ich nicht!

Pnin


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BeitragVerfasst: Mi, 6.10.04 11:01 
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@Pnin
Den Ausspruch, dass die Österreicher Bayern sind, jedoch das Geld der Bayer nicht haben, habe ich auch aus der Zeitung.

Genauso wie den Ausspruch, dass die "Preissn (Preußen) scho
wieder do san", wenn westdeutsche Urlauber in Österreich Meinungsverschiedenheiten mit dem Dialekt der Einheimischen hatten.

Zu Deinem Statement über Grammatik muss ich mir ein bißchen Zeit lassen. Ich kann Dir bei Deiner sachlichen Argumentation nicht immer das Wasser reichen.
Schönen Tag noch.


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BeitragVerfasst: Mi, 6.10.04 23:52 
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Aloha Auerhahn,

das dürfte dich nebenbei interessieren:
Bild

"Bairisch" = Sprachwissenschaftliche Bezeichnung
"Bayerisch" = Politische Bezeichnung

Bayerns Dialekte im Ausland
http://www.br-online.de/land-und-leute/ ... zenlos.xml

Quelle:
http://www.br-online.de/land-und-leute/thema/dialekte/

~Luke

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BeitragVerfasst: Do, 7.10.04 8:52 
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@Pnin

"O tempora, o mores! (O Zeiten, o Sitten!)
Aus meinem Wörterbuch zu Imperfekt oder Präterium:

"Es regnet" bezeichnet einen Vorgang, der sich gerade jetzt vollzieht. (Präsens)

"Es regnete" bezeichnet etwas Vergangenes, es drückt gleichzeitig aus, daß im Zeitpunkt der Aussage der Regen anhielt. Was nicht abgeschlossen ist, ist unvollendet, lateinisch ausgedrückt: es ist imperfekt. Das Imperfekt nennen wir auf deutsch 1.Vergangenheit oder anschauliche Dauer der Vergangenheit.

Ich schreibe eher mit Sprachgefühl,das ist bei mir Gewohnheit.


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