Taubenschlag-Foren

Dies ist das Forum vom Taubenschlag
Aktuelle Zeit: Fr, 19.1.18 16:38

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 20 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Spätertaubt, aber GDB 30%???
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 8:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
Vorgestern bekam ich ein ziemlich depressives Fax von einer Bekannten, die in letzter Instanz gegen das Versorgungsamt bzw. das Land verloren hat um als Schwerbehinderte anerkannt zu werden.

Sie ist jetzt 29 Jahre alt und ist mit 24 ertaubt. Mit 25 riet ihr ihr HNO-Arzt einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, da mit 5% zu findendem Hörvermögen ja nun wirklich nichts mehr zu machen ist, und sie damals auch nicht mehr in ihrem Beruf als Verkäuferin arbeiten konnte (wie soll denn das gehen?). Sie schickte also 2000 sämtliche Gutachten - unter anderem auch aus der CI-Klinik in Hannover, wo sie sich testen lassen hat - ein und das Versorgungsamt lehnte ab.

Begründung: sie könne ja sprechen und weil sie lange genug als Hörende gelebt habe, dürfte es auch kein Problem sein sich weiterhin zurecht zu finden. Sie gaben ihr 30%. Das bedeutet keinen Ausweis, keinen Schwerbehindertenstatus, kein gar nichts.

Der Arzt riet ihr weiterzukämpfen. Sie hat in den vergangen 4 Jahren immer wieder Gutachten über ihren Hörverlust eingeholt - wie gesagt CI-Kandidatin - und vorgelegt, schließlich einen Anwalt hinzugezogen und am Ende doch verloren. GdB 30%.

Ich verstehe dieses Urteil nicht (sie und die Ärzte und der Anwalt auch nicht). Der Hörverlust ist medizinisch belegt, sie braucht Lichtanlagen und Fax, bekommt Sprachtraining um die Sprache nicht zu verlieren und GS-Unterricht.

Seit sie damals ihre Arbeit verloren hat kämpft sie darum umgeschult zu werden. Ohne Schwerbehindertenausweis weigert sich das Arbeitsamt (ach nee, heißt ja jetzt die Arbeitsagentur) ihr eine Hörgeschädigtenumschulung zu zahlen. Andernfalls bekommt sie aber überall absagen und als Verkäuferin kann man ertaubt nun mal nicht im Aldi arbeiten. Soll sie jetzt ihr Lebenlang arbeitslos sein, nur wegen diesem bekloppten Urteil? Nach fünf Instanzen kann man wirklich nichts mehr machen.

Ich habe zu hörenden Zeiten manch fragwürdige Urteile gesehen, zum Beispiel einen hochgradigen Spastiker (er konnte nicht gehen, nicht sprechen, sich nicht artikulieren...) mit 80%, aber das... Müssen wir jetzt alle damit rechnen runtergestuft zu werden, weil wir - noch - sprechen können?

Ava

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 9:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 21.8.03 7:49
Beiträge: 82
Wohnort: bad schwartau (d) und göteburg (s)
das ist ja der hammer, echt unglaublich! also ihr wurde abgewiesen! ne ich verstehe das nicht, also ich bin echt empört, wie kann so was denn zu gelassen werden??? also ich arbeite selber beim staat und könnte mir da so einige dinge denken, aber trotzdem schnall ich das nicht! bei welchen gerichten wart ihr denn schon? erst amtsgericht oder sozialgericht? ich würde vielleicht, noch mal mit den ärzten und der rechtsberatung sprechen! ich würde es weiter versuchen! vielleicht könnte sie ja auch irgendwo in einer sozialen einrichtung oder in der kirche arbeiten, als aushilfskraft, ich würde erst mal versuchen irgendwo was zu finden! und das arbeitsamt muss sie doch umschulen, wenn sie keinen job bekommt, da gibt es richtlinien! wie alt ist deine schwester 29? also sie sollte auf jeden fall weiter kämpfen, nie aufgeben! war ihr beim integrationsamt? bestimmt! ich habe zwar beziehungen zu solchen ämtern, aber das ganze ist ja landessache, von daher wird euch das wohl nicht viel helfen!

ich hoffe deafmax wird sich hier zu äußern, der hat immer gute ideen! :lol: gruß an dich falls du das liest *g*

_________________
Jenny :dogrun:


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 9:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo, 21.10.02 17:12
Beiträge: 701
@Ava: Die Begründung, dass Deine Freundin ja sprechen kann (weil eben spätertaubt) ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen. ABER dann nur 30 % zu bewilligen ist in der Tat eine Unverschämtheit. Meines Wissens nach, rechtfertigt dies nur, nicht 100% zu bewilligen - üblichen wären wohl 80%. Mich würde interessieren, wie die Herrn Beamten diese 30% begründen. Gewürfelt? Wichtig wäre es, an "Vergleichsdaten" heranzu kommen - möglichst vielleicht von anderen Versorgungsämtern. Wenn Betroffener A mit jener Hörkurve 80% GDB erhält, warum erhalte ich dann mit dieser Hörkurve nur 30%? Frage: Vor welchen Gerichten ist sie schon gewesen? Welche Begründung geben diese?

Pnin


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 10:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
Hallo ihr zwei,

N. war sowohl beim Amts- als auch Sozialgericht, sie hatte auch Unterstützung von meheren Behindertenverbänden in NRW und der Anwalt kennt sich in Behindertenrecht aus. Alles nichts genützt, fünf Instanzen hat sie durch und dann ging es nicht mehr höher, der Anwalt kam nicht weiter.

Begründung der Gerichte war immer wieder sie kann sprechen und sie hätte keine Orientierungsprobleme - hat sie doch -, und ihrem Kind singe sie sogar vor (das tut sie - aus der Erinnerung heraus - aber der Hörverlust ist DA) und bräuchte eben keinen Ausweis. Dass ihr nicht 100% zustehen wussten wir alle, aber der Arzt hatte mindestens 60-70% kalkuliert (und damit wäre ihr ja schon geholfen gewesen). Es ist wirklich lächerlich. *Bin ja mal gespannt, ob ich meinen Ausweis 2006 verliere, falls ich keine epileptischen Anfälle mehr kriege. Ich spreche auch noch.*

Generell eine Umschulung würde sie wahrscheinlich bekommen, aber für Hörende. Das nutzt ihr - je nach Beruf - nun wenig bis gar nichts, ihr steht ja nicht mal ein Dolmi zu.

Es regt mich wirklich einfach nur auf.


Ava

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 10:59 
Offline

Registriert: Sa, 9.2.02 1:00
Beiträge: 1199
Wohnort: Thueringen
@Ava:
Dieser Bescheid ist so nicht in Ordnung. Das Sprechen an sich besagt noch nichts, denn zu einer guten Kommunikation gehören immer zwei Personen in Frage und Antwort z.B.. Mit dem Sprechen bleibt die Kommunikation trotzdem eine Einbahnstrasse, wenn man seinen Gegenüber nicht versteht und technische Hilfen bzw. GSD benötigt.

Hier sollte zunächst beim Arbeitsamt eine Gleichstellung beantragt werden. Dann wird sie von dort aus mit diesem Dokument wie eine Schwerbehinderte behandelt und bekommt auch Zuschüsse zu Umschulungen.
Dann sollte geprüft werden, ob die Beamten auchmit dem medizinischen Dienst zusammengearbeitet haben und die betroffene Person dort vorstellig war. Wenn nicht, dann ist das Urteil nicht rechtens.
Gegen den Bescheid kann dann auch beim Sozialgericht Einspruch erhoben werden. Aber dazu sollte man eine Beratungsstelle für Hörgeschädigte aufsuchen und weiteres beraten und aufklären lassen.

Alles Gute

Phoenix

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch der, der uns gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist stets Hilfen ermöglichen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 19.2.04 11:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 21.8.03 7:49
Beiträge: 82
Wohnort: bad schwartau (d) und göteburg (s)
also, das einzige was ihr noch tun könnte wäre euch zu erkundigen, in wie weit das noch landesrecht ist und dann würde ich mich noch mal in benachbarten bundesländern umhören! was mir gerade einfällt, ihr könnt euch an den petitionsausschuss wenn, der hat seinen sitz in berlin! vielleicht können die euch helfen! also mein vater hat sich in einer anderen sache dahin gewand und uns wurde geholfen! also ich werde mich noch mal weiter schlau machen, und werde dich auf dem laufenden halten!

_________________
Jenny :dogrun:


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 20.2.04 9:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
@Phoenix:

der Gleichstellungsantrag beim AB läuft. Auch der medizinische (und der psychologische) Dienst dort bestätigen ihren Hörstatus und eben alle anderen Gutachten. Gegen die Bescheide vom Gericht sind immer wieder Einsprüche erhoben worden und sie hat auch immer wieder neue Gutachten vorgelegt - jetzt in letzter Instanz... 30%! (Wir haben ihr gesagt, sie soll in einem Jahr nochmal versuchen zu klagen, ob es was bringen wird - ich glaube an gar nichts... aber dann hat sie es versucht)


@Jennifer: Den Petitionsausschuss kenne ich nicht, das werde ich ihr mal sagen. Ob das nach so viel Instanzen noch was bringt, bin ich skeptisch. Aber sie muss ja weiter kämpfen, sonst schmeißt sie sich ja selbst Steine in den Weg.
Wir haben gestern im Ertaubtenkreis drüber gesprochen und da war die Stimmung so was von unten... all die Jüngeren haben jetzt Angst, dass sie die nächsten sind. :cry:

Ich habe das mal mit anderen Urteilen verglichen:

Ich kenne einen Fehlhörigen mit70%. Ich will dessen Behinderung nicht vereinfachen und er ist sicher irgendwo auch eingeschränkt, aber er hat nur die Fehlhörigkeit, da finde ich das schon happig verglichen mit N.`s 30%.

Mein Vater hat Anfang der 90er durch einen Unfall ein Auge verloren und sein GdB dafür war auch 30%. Nu konnte der aber auch gut mit einem Auge sehen und in seinem Beruf arbeiten. Wenn er nicht gerade in Menschenmassen spazieren ging war da - sagte er selbst - so gut wie null Einschränkung.

Es bleibt ärgerlich (sorry, ich wiederhole mich...)

Vielen Dank euch beiden.


Ava

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 20.2.04 13:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di, 16.9.03 21:55
Beiträge: 925
Wohnort: Im schönen Oberösterreich
@ava
ist schon komisch. 30%?
allerdings ist es in deutschland sowieso anders. bei uns in österreich bekommen gehörlose meines wissens nach maximal 80%. es steht auch im ausweis "der inhaber dieses ausweises ist....gehörlos".
also nehme ich an, die prozente beziehen sich sowieso nur auf die gehörlosigkeit. 100% bekommen wir nicht, weil wir eben auch sprechen können. egal ob es jetzt ein unverständliches kauderwelsch ist oder man (noch?) deutlich sprechen kann.
eine freundin die jetzt in köln wohnt hat uns ihren ausweis gezeigt. "schwerbehindert" uff. ich käm mir komisch vor mit einem "schwerbehinderten-ausweis". weil schwerbehindert ist für mich ganz was anderes. spastiker, pflegefälle, down syndrom, querschnittgelähmt, amputierte usw.
aber andere länder, andere sitten......
interessant ist schon, daß bei erwachsenen, die das gehör verlieren, andere maßstäbe gelten. vergleichbare fälle suchen wäre hier wirklich wichtig. ertaubte erwachsene...
ich kenne hier in der nähe nur eine frau, die mit ca. 20 jahren ertaubt ist. mittlerweile ist sie sicher schon über 30. aber ob sie jetzt mehr prozente hat als deine bekannte, ist wohl nicht relevant weil wir ja nicht in deutschland sind. oder soll ich für dich fragen und bringt es was, weil wir ja alle zur EU gehören??? in deutschland ist leider alles riesig. weil sonst würd ich schreiben, deine bekannte soll immer wieder die gehörlosen-ambulanz in ihrer nähe aufsuchen. ist sie nämlich wegen kommunikations-probleme nur noch in solchen einrichtungen, wird die gl-ambulanz sicher helfen und öfters berichte schicken damit sie mehr prozente bekommt. glaub ich halt.....
dann muss ich noch schreiben, daß ich selbst auch fast nie dolmetscher hatte bei kursen. bis deine bekannte also ihr ziel erreicht und mehr prozente und damit auch dolmis bewillgt bekommt, kann sie ja schon mal bei 1-2 kursen mitmachen und selbst lernen. ist immer noch besser als nur zu hause sitzen! verkäuferin ist zwar nichts mehr, aber vielleicht kann sie bei kursen mitmachen, die für andere gehörlose sowieso dolmetscht werden. also, wo nicht extra für sie ein dolmi bezahlt werden muss.
viel glück jedenfalls!
beethoveny


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 24.2.04 11:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
@beethoveny:

danke.

Na, in Deutschland ist das schon anders. Ich glaube nicht, dass man "übernational" (gibt es das Wort überhaupt? Nee, ich glaube, das heißt länderübergreifend) etwas tun kann nur weil man zur EU gehört.

N. verbringt aber unmengen an Zeit in solchen Einrichtungen wie GL-Ambulanz und wenn es wichtiges ist, geht sie auch nie ohne Hörenden Begleiter wegen der Kommunikation. Sie kann gut Lippenlesen, besser als ich, aber Probleme gibts trotzdem. Ihr Sohn ist manchmal richtig genervt wenn er was nachsprechen muss, weil kein GS-Dolmi da ist und sie sein Mundbild versteht, das von Fremden jedoch nicht.

Mit berufsbildenden Kursen bei denen es sowieso Dolmis gibt, ist das hier leider so - anders habe ich es noch nicht erlebt -, dass du eine Bescheinigung vom Arbeitsamt brauchst, dass dir der Platz eben zusteht. So lange sie den Gleichstellungsantrag nicht bewilligt hat, hat sie da also schlechte Aussichten.

Ich bekomme im April eine REHA, die mit GS begleitet wird (es ist eine GL-Reha, nur wird sowohl in LS als auch GS unterrichtet, weil da auch Sh Plätze bekommen), da haben wir versucht sie mit reinzubekommen, zumal es eine Berufsfindung ist. Die hätten N. auch aufgekommen, aber das Arbeitsamt muss diese REHA übernehmen und die haben sich geweigert (wegen eben dem fehlenden GdB). Wir hoffen, dass sie mit Gleichstellungsantrag vielleicht in die nächste REHA kann.

Ava

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 23.3.04 10:59 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Hallo, Ava, ja es ist schlimm mit nur 30% rumzulaufen aber ich habs auch ebenso erlaebt, ich hatte einen lebensgefaehrlichen Fahrradunfall von der Firma nach hause mit linksseitigem Gehoerverlust, auch beim HNO-Arzt und der hiesigen MHH hannover nun muss ich dazu sagen ich bin Diabetiker ich muss spritzen mein Zucker ist nicht einstellbar darauf habe ich allerdings damals 70% bekommen nug ut 30% dazu sind 100% Glueck gehabt, kannst Du sagen aber nur die Hoerigkeit auch das waeren nur 30% Dies Argument mit dem Sprechen zieht immer es kommt auch darauf an wer deisen Fall bearbeitet da gibt es viel die kennen einen ja nicht und denen ist das gleichgueltig denn Aktengrundlagen nuetzt da wenig man muesste normalerweise hinfahren wo diese Schwerbehinderung bearbeitet wird, wer tut das schon? Das ist eben Deutsch Rechtslage. Sonst wende Dich mal an den Sozialverband Deutschland ich weiss nicht wo Du wohnst aber dort muesste es eine "Filiale" geben die setzn sich fuer so etwas ein, versuchs weiter viel Glueck wuenschj ich Dir!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 23.3.04 11:05 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Noch was Ava, dazui kommt wie ist Deine Schwester ertaubt, da sie ja wohl zu den Spaetertaubten zaehlt. Wichtig ist fuer die Feststeller immer ist das ein Privatunternehmen gewesen oder im Betrieb geschehen? da werden feine Unterschiede gemacht das muss mit einem guten HNO-Arzt besprochen werden was man da machen kann, wichti ist immer wie ertaubt? Privat oder im Geschaeft wenn im Geschaeft das der Berufsgenossenschaft meldemn die uebernehmen das dann alles was dazugehoert, Zahlungen v. Batterien und Hoergeraeten und zUSATZMITTELN; ICH HAB DAS NAEMLICH ERTAUBT IM gESCHAFT UND DIE Berufsgenossenschafr hat sich da eingeschaltet dann gibts auch mehr auf den Behindertenausweis.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 25.3.04 8:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
@Reimar:

was du im letzten Post schreibst ist richtig. Ich selbst habe ja 100 % auf dem Ausweis (die Bekannte hat die 30%), und meine 100 % habe ich eben bekommen - obwohl es eine gute Frage ist ob ich sie behalte -, weil ich durch Epilepsie ertaubt bin. Damit durch Epis ertaubt muss man schwere Anfälle haben, und da diese schweren Anfälle - besonders der, dem meine Ertaubung zugeführt wird - mit einer "Arbeitsunfall" verknüpft waren, hat das bei mir auch geholfen, es hätte ja durch den Sturz auch schlimmer kommen können.

Wie das bei N. genau war weiß ich nicht, weil sie wohl damals noch zur Schule ging. Ich werde ihr den Post - wie die anderen auch - ausdrucken, vielleicht hilft ihr das weiter.

Danke

Ava

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa, 27.3.04 10:07 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Ava, ich wsuerde sagen, Deine 100% wirst Du behalten da das duerch eine oder mehrere Epi(s) entstanden st, das kann man nicht wegleugnen. Aber, wenn Du sagst, ein Arbeitsunfall war dabei wende Dich doch mal an Deine Berufsgenossenschaft, wenn Du in einer Gewerkschaft bist meglicherweise kannst Du da nch was rauskriegen, Kostenuebermnahm,e von Batterien ind Hoergeraeten. Versuchen. Wenn dies Schwerhoerigkeit Deiner Freundin waehrnd der Schulzeit entstand ist das schwierig und dann wird sie nicht mehr als 30% bekommen, war das evtl. diese Musikabspielgeraete die man sich so in das Ohr stoepselt? Dann kommt sicher nicht mehr raus dann muss Deine Freundin zufrieden sein, denn eine Schwerhoerigkeit ist eitgentlich keine Krankhiet in dem Sinne sie ist nur herbeigefuehrt durch irgend etwas. Denn mein Hoerverlust links war ein epileptischer Anfall dazu kommt ein Diabetes bei mir, aber festestellt wurde ein Anfall. Viele gruesse, Reimar


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 29.3.04 8:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do, 22.1.04 11:47
Beiträge: 152
Nein, ich selbst kann nichts mehr rausholen. Ich habe nicht mal "RF" auf den Ausweis dazu bekommen, und damals war ich nicht in der Gewerkschaft, weshalb ich selbst auch keine Kostenhilfe für irgendwas durch die Berufsgenossenschaft kriegen könnte. Mit Batterien könnten die mir eh nicht helfen, bei mir nützen Hörgeräte nichts mehr. Faktisch höre ich gar nichts mehr.

Und bei N. ist das keine Schwerhörigkeit, das ist auch eine Ertaubung, sie war wohl zuerst schwerhörig und ertaubte dann. Bei Schwerhörigkeit 30% kann ich nachvollziehen, sie hört aber auch nichts mehr, und da kann ich es eben nicht nachvollziehen. Na ja...

_________________
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" - Franz Kafka


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 30.3.04 10:09 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Du hast sicher recht ich hab allerdings eine 100%ige Behinderung auf mein Anfallseschehen und einen Diabetes, mit Rundunkund Telefonbefreiu8ng. Ich binmir da nicht sicher ich glaube die Gerwekschaften helfe Dir auch, Ava, wenn Du nicht in der Gewrkschaft warst. Ich kenne da mehrere die einen Arbeitsunfall hatten und nicht gewerkschaflich gevbunden waren die helfen dann nicht so gut aber sie tun es. Bei Deiner Schwester wuerd ich dann sagen sie war vorher schon schwerherig auf einem Ohr moerglicherweise durch geburt meistens ist das ja sowas. Hab ich auch gehabt Geburtsschaerhoerigkeit hab mich allerdings nie drum gekuiemmert, das das andere Ohr ja gut funktionierte. Ich sprach jetzt gerade mit meiner Berufsgenossenschaft da ich durch Unfallnachfolgen eine Rentenerhoehung wollte, die sagten miir auch ich habe 100% Schwerbehinderung mehr kann man nicht zahlen da hat man natuerlich all meine aNDEREN eRKRANKUNGEN MIR HINEINGERECHNET; ES BLEIbt bei diesen 30% behinderung durch diesen Unfall und die Berusgenossenschaften zahlen ja gut, die haben mir dann ebenangeboten saemtliche medizinische Behandlungen zu uebernehmen ist auch was wird ja mit zunehmenm Alter teurer ich bin jetzt 60 Jahre alt kann ich mir dann ja ausrechnen wieviel das spaeter wird mit einer gebrochenen Schulter, die nie richtig geheilt wurde ohne Schmerzmittel sondern so gewachesen ist sieh man auch die guckt richtig raus aus dem Koerper oben. Es ist nicht mehr zumachen 30% sind 30% Darum einen Prozess ist zu teuer. Ich meine ja Du solltest es bei der BG noch mal versuchen auch wenn Du nicht in der Gewerkschaft warst.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 31.3.04 16:19 
Offline

Registriert: Fr, 9.5.03 10:16
Beiträge: 125
Hallo Reimar und Ava,

bei einer völligen Ertaubung bekommt man 70 oder 80% Behinderung allein aufgrund der Taubheit. Besteht eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit oder Taubheit schon vor dem siebten Lebensjahr, so bekommt man sogar 100%. Falls andere Behinderungen dazu kommen, gibt es entsprechend mehr.

Im Übrigen gibt es generell das Merkzeichen Rf, wenn der Inhaber des Schwerbehindertenausweis schwerhörig oder taub ist. Für Rf reicht schon eine mittelgradige Schwerhörigkeit.

Bitte schreibt noch einmal im Forum von

http://www.schwerhoerigen-netz.de/pinboard

Dort sind viele, die Euch ganz konkret helfen können, weil sie selbst Widerspruchsverfahren für sich und andere durchgeführt haben.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 1.4.04 9:32 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Hallo habe ein CI, bei mir ist das anders gewesen zu meiner Taubheit durch den Unfall hatte ich vorher schon ein neurologisches Anfallsgeschehen seit meiner Kindheit zu dem dann 1983 ein Diabetes dazukam ich muss spritzen. 6 Monate spaeter nache meiner Diabetesersteinstellung kam ein Fahrradunfall dazu bei dem ich links mein Gehoer voollstaendig verlor. Ich hatte schon ein Behinderung von 70% zu zwei Erkrankungen der Rest zu 100% war dann der Unfall. Ich habe rechts ein leichtes Restgehoer denn 1984 ging das mit dem CI los inder Medizinischen Hiochschule in hannover da hab ich gleich Bescheid gesagt, das ich das auch wollte aber da die Berufsgenossenschaft-es war ein Betriebsunfall- sagte sie habe damit noch keine Erfahrung lehnte sie dies ab. 2000 dann bekam ich ein Ci auf Kosten der Berufsgenossenschaft. 70% hate ich schn nun muss ich dazusagen mein Vater war Arzt der natuerlich wussrte an wen er sich wenden musste. Mein HNO-Arzt sagte immer das wird bei mir nicht gemacht da ich rechts ein Restgehoer habe, dann sagte aber die MHH mir zu trotz Restgehoer operierte sich mich, denn mein rechtes Restgehoer hatte abgernommen da ich dann rechts ein normales Hoergeraet trug das zu schwach war es war schon das damalis staerkste Hoergeraet das es gab, alles bezahlt durch die Berufsgenossenschaft. Nuin waren die damaligen CIs fuer taub geborene Kinder entwickelt weniger fuer ertaubte Erwachsenen das kam dann spaeter nach 1984.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do, 1.4.04 19:33 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Reimar, Du schreibst."Die damaligen CI waren für taubgeborene
Kinder entwickelt, für taube Erwachsnene kam es später dazu..."
Also, vermutlich hast es verwechselt.
Es war genau umgekehrt.
Die CI wurden zuerst für ertaubte Erwachsene entwickelt.
CI-OP für Kinder kam erst später (ab ca.1988).
Und es waren zuerst auch nur ertaubte Kinder.
OP bei taubgeborenen Kleinkindern kam noch später.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 20.4.04 9:38 
Offline

Registriert: So, 5.1.03 11:00
Beiträge: 64
Hallo, CharlyBrown, stimmt nicht so ganz! Ich hatte einen lebensgefaehrlichen Fahrradunfall im Jahre 1984 mit Verlust des linken Gehoers. Zu etwa gleicher Zeit ich lebe in Hannover kam Herr Prof. Dr. Lehnert aus Australien wieder mit einer CI-Entwicklung fuer Kinder sie waren hier in hannover die ersten die das bekamen, denn ich erinner mich nocjh ich wollte mir das sofort einsetzen lassen bekam jedoch die Antwort das sei fuer Kinder entwickelt, noch nicht fuer Erwachasene und auch meine Berufsgenossenschaft lehnte eine OP ab da man noch keine Erfahrungen hatte mit der Funktion eines Cis. Da hatte ich dann eben rechts ein Hoergeraet das zu schwach war ich atte rechts ein kleines Rechtsgehoer von 30% das Hoergeraet schwaechte meine rechtes Gehoer um 10% in 5-6 Jahren zuletzt hatte ich noch 20% restgehoer. Als dann um 2000 herum Herr Prof.Lennertz kam operierte man Erwachsne mit an Taubheit grenzendes Restgeher worunter ich dann fiel. Gott sei Dank denn die 6 Jahre ohne Gehoer schrecklich. Ich hab das da weiter verfolgt, hier an der MHH wurde das erst fuer Kinder gemacht dann erst fuer Erwachsene ziemlich gleich hinterher. Moeglicherweise hat man anderswo es anders gemacht, denn Prof. Lehnert war haeufig auf Reisen und richteter diese Stationen ein. Kann wohl sein das er es anderswo erst fuer Erwachsene einrichtete hier hab ich es zuerst bei Kindern erlebt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 20.4.04 18:12 
Offline

Registriert: Di, 19.2.02 1:00
Beiträge: 1141
Reimar, vieleicht hast Du damals, als Du plötzlich taub
wurdest , vieles nicht richtig verstanden, was man Dir sagte?

Ich bekam mein CI im Jahre 1987 in der MHH von
Prof.Dr.Dr.Lehnhardt. Und vor mir waren damals erst
ca 85 Ci-OP.
Prof.Dr.Lehnhardt hat damals CI bei Kindern NICHT
operiert und auch nicht bei taub geborenen Erwachsenen.
1984 war alles noch in Planung und Entwicklung.
Erst der Nachfolger von Prof.Dr.Lehnhardt, Prof.Dr.Lenarz,
hat mit routinemässigen OP bei Kindern begonnen.
Wegen der Namensähnlichkeit der beiden Professoren
gibt es viel Verwechlung und manche wissen garnicht,
es sind zwei Personen.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 20 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de