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 Betreff des Beitrags: suche dringend Rat
BeitragVerfasst: Mi, 25.8.10 17:31 
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Registriert: Mi, 25.8.10 17:03
Beiträge: 1
Hallo,

ich suche Rat als Schwester eines schwerhörigen Bruders.Mein Bruder ist 30 Jahre alt uns seit Geburt an auf beiden Ohren hochgradig schwerhörig.Wir als Familie sehen schon seit vielen Jahren, dass er ernsthafte psychische Probleme hat.Ich versuche auszuholen:Er ist in seiner jugend schon wegen selbst-und fremdgefährdendem Verhalten (ist aggressiv auf unsere Eltern losgegangen und hat auch Suizidgedanken geäussert) mehrfach zwangseingewiesen worden.Nach dieser schwierigen Phase ging es einige Zeit passabel mit ihm.Er ist allerdings schon ein labiler Mensch, der zu Depressionen neigt und nur über ein geringes Selbstwertgefühl verfügt.In den letzten 5 Jahren haben wir als Familie das Gefühl dass er phasenweise in seinenn Depris versinkt.Er hat eine Ausbildung absolviert und tingelt so von Betrieb zu Betrieb, weil er nirgendwo lange aushält, weil es in den Betrieben immer Personen gibt die ihm nicht wohlgesonnen erscheinen.In 90 Prozent der Fälle sorgt er dann dafür, dass ihm gekündigt wird indem er sich unmöglich verhält (bedroht und schlägt Kollegen oder beleidigt sie).Zunächst fühlt er sich immer im Recht, im Gespräch mit ihm kann er dann aber auch Fehler eingestehen.Zur Zeit istb es wieder mal so, dass alles eskaliert und sein erklärtes Ziel ist es nun Hartz 4 zu beantragen weil dann keiner mehr Ansprüche an ihn stellen kann.Ich weiß aber, dass er es nicht so meint sondern nur uns als Familie treffen will indem er so spricht.Zudem glaube ich, dass er hin und wieder (oder öfter?) Drogen konsumiert mit seinen sogenannten Freunden /eigentlich ist er sehr einsam, und hat diese Kontakte nur um einen drauf zu machen).Ach ich könnte soviel erzählen....!
Meine Frage ist, ob es Möglichkeiten gibt um Hilfe zu Organisieren, denn er hat überhaupt kein Bewußtsein für seine Situation und wir können ihn ja schlecht zwangstherapieren lassen.Also was kannman tun wenn man den Starken Verdacht hat, dass jemand eine psychische Störung hat und dieser jemand sich als psychisch gesund (Schuld sind nur die anderen) betrachtet?

Hoffentlich ist hier jemand, der Tipps hat, denn ich bin echt verzweifelt!


Liebe Grüße
Nelli


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 Betreff des Beitrags: Re: suche dringend Rat
BeitragVerfasst: Mi, 25.8.10 17:45 
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Registriert: Fr, 8.6.01 1:00
Beiträge: 1075
Wohnort: Hilgermissen
Hallo Nelli,
vielleicht könnten ihm selbst betroffene Therapeuten helfen, z.B. Dr. Oliver Rien (http://www.oliver-rien.de/), Dr. Roland Zeh (http://www.taubenschlag.de/meldung/4555) oder Dr. Ulrike Gotthardt am Behandlungszentrum für Hörgeschädigte in Lengerich (http://www.lwl.org/LWL/Gesundheit/psych ... gszentrum/). War dein Bruder denn schon mal in Rendsburg? (http://www.hoergeschaedigt.de/). An den Maßnahmen dort können auch Angehörige teilnehmen. Vielleicht wäre das ja was für euch.
Gruß Bernd

_________________
Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.
(Tucholsky)


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 Betreff des Beitrags: Re: suche dringend Rat
BeitragVerfasst: Do, 26.8.10 8:54 
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Registriert: Mo, 7.11.05 13:55
Beiträge: 393
Hallo Nelli,

ich wünsche Dir, daß Deinem Bruder bzw. Euch bei einer der Adressen, die Bernd genannt hat, geholfen werden
kann.

Problematisch ist vermutlich, daß Dein Bruder - wie Du schreibst - keinerlei Einsicht in seine Situation zeigt.
Wenn er sich selbst nicht für therapiebedürftig hält - keine Ahnung, ob dann Hilfe möglich ist; denn eigentlich
muß der Patient, soweit ich das weiß, ja auch wollen. Zwangstherapieren geht nicht, da hast Du recht. Nur
die Zwangseinweisung bei bestehender Gefahr für sich selbst oder andere kann halt gegen seinen Willen durch-
geführt werden - aber das kennt Ihr ja schon, wie Du schreibst.

Übrigens halte ich eine weitere Einstellung Deines Bruders für bedenklich; ich weiß nicht, ob Ihr ihm da etwas
Gegenteiliges vermitteln könnt:
Daß bei Hartz IV-Bezug keiner mehr Ansprüche an ihn stellen kann.
Da soll er sich mal nicht täuschen; da wird schon auch einiges verlangt; Bewerbungen und Teilnahme an Maß-
nahmen usw. Von daher ist HartzIV wirklich nur eine Notlösung und keine Dauerlösung des Problems.
An Menschen, die ihm nicht liegen, wird er eigentlich immer und überall geraten, egal ob im privaten Umfeld,
auf Arbeitsstellen oder in Behörden.
Vielleicht schafft Ihr es, ihm das deutlich zu machen - falls er das nicht nur sagt, um Euch zu treffen, sondern
das evtl. doch selbst glaubt, daß er da noch ein "Schlupfloch" hat?
Wenn er das verstünde, würde er vielleicht eher begreifen, daß er dringend Hilfe braucht und daß es da keinen
Weg dran vorbei gibt. Damit wäre vielleicht eine Grundvoraussetzung schon mal vorhanden - nämlich die Bereit-
schaft, sich helfen zu lassen?

Ich wünsche Euch aber alles Gute und daß Ihr irgendwie Zugang zu Deinem Bruder bekommt.


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