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BeitragVerfasst: Do, 30.4.09 11:59 
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Registriert: Di, 21.10.08 19:00
Beiträge: 13
Hallöchen!
Ich studiere bereits im 4. Semester und bin hochgradig schwerhörig. Da ich für einen Kurs einen Vortrag halten MUSS, es aber eine gesetzliche Regelung geben soll, die Hörgeschädigte davon befreit, würde ich gerne wissen, was eure Erfahrungen in diesem Bereich sind!?
Gibt es sinnvolle Alternativen, die auch vom Dozenten schnell anerkannt werden können, wenn das Halten eines (mündlichen) Vortrages ja essentiell ist? Oder gibt es ggf. eine Art Kommunikationsassistenten, der den Hörgeschädigten bei dessen Präsentation unterstützt?
Ich habe da nämlich absolut keine Erfahrung, deshalb bin ich offen für viele Vorschläge, Tipps, etc. ;)
Schöne Grüße,
Merle


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BeitragVerfasst: Do, 30.4.09 16:04 
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Registriert: Mo, 11.6.01 1:00
Beiträge: 1135
Du kannst doch gebärden und lässt dich von einer Dolmetscherin voicen!
Gruß Karin


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BeitragVerfasst: Do, 30.4.09 16:46 
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Registriert: Di, 21.4.09 23:15
Beiträge: 15
Wenn Du dich unwohl fühlst, mach es wie eben empfohlen wurde - mit einem sogenannten "Studienhelfer". Wende Dich an den Behindertenbeauftragten Deiner Uni. Die sind meiner Erfahrung nach meist unterbeschäftigt und (darum) sehr hilfsbereit.

Der Studienhelfer kann für dich Fragen mitschreiben und dir zeigen (oder dicht bei Dir wiederholen oder gebärden, je nachdem was Du brauchst) oder bei Schwierigkeiten einspringen. Das ist gut für die Lockerheit.

Wenn Dir irgend möglich würde ich aber versuchen, den Vortrag selbst zu halten. Die Situation wird es sicher noch öfter in Deinem Leben geben und es ist gut, wenn man ein bißchen präsentieren kann. Und es geschafft zu haben oder zu können ist gut fürs Selbstbewußtsein. Selbstbewußtsein kann man als Schwerbehinderter immer brauchen und es auszustrahlen ist auch gut. Vorträge üben kann dabei helfen.

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Not quite like Beethoven Mein Blog über Unhörbares, Unerhörtes und Nicht-Gehörtes


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BeitragVerfasst: Fr, 1.5.09 1:39 
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Registriert: Di, 21.10.08 19:00
Beiträge: 13
Karin hat geschrieben:
Du kannst doch gebärden und lässt dich von einer Dolmetscherin voicen!
Gruß Karin

Hehe, gibt nur einen Haken: Ich kann keine Gebärdensprache ;)

NotquitelikeB hat geschrieben:
Wende Dich an den Behindertenbeauftragten Deiner Uni. Die sind meiner Erfahrung nach meist unterbeschäftigt und (darum) sehr hilfsbereit.

Danke für die vielen Tipps! Allerdings haben wir momentan nicht wirklich einen Behindertenbeauftragten bzw. es scheint keiner zu verstehen, was ich eigentlich meine :roll:
Dass Vorträge halten auch super fürs Selbstbewusstsein ist, ist klar, aber manchmal ist es ein bisschen schwer. Und eben da könnte man gut Unterstützung gebrauchen, damit das Ganze nicht in ein Desaster ausartet.

Eigentlich geht es mir auch mehr darum, ob jemand Erfahrungen mit dieser Problematik gemacht hat.. da es ja prinzipiell eine Regelung gibt, die davon befreit, aber dementsprechend auch Bürokratie-Schwierigkeiten mit sich bringt! Das Publikum besteht übrigens nur aus Normalhörenden, d.h. Konflikte sind schon fast vorprogrammiert ;)


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BeitragVerfasst: Fr, 1.5.09 3:38 
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Registriert: Di, 21.4.09 23:15
Beiträge: 15
Ich kenne diese Situation sehr gut und kann dich verstehen. Soweit ich weiß gibt es keine "prinzipielle Regelung, dass Schwerhörige nicht vortragen müssen". Nur so allgemein, dass Du nicht benachteiligt sein darfst und eine Hilfsperson haben darfst. Ich bin immer am besten gefahren durch einfach mit den Seminarleitern oder Prüfern sprechen. Dass die sich drauf einstellen, was Du brauchst. Was wiederum Dir etwas Entspannung verschaffen kann.

Wenn es keinen Beauftragten gibt, über den Du schnell einen Helfer bekommst, frag doch einen der anderen Teilnehmer ob sie dir den Gefallen tun, neben Dir zu sitzen und mitzuschreiben, dir zu helfen,einzugreifen. Hab ich öfters gemacht. Oder sprich mit dem Prüfer/Leiter ob ein Freund helfen darf.

Und wieso sollten Konflikt vorprogrammiert sein, nur weil das Publikum aus normalhörenden besteht? Die meisten Leute sind eher hilfreich. Hast Du schlechte Erfahrungen gemacht?

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BeitragVerfasst: Fr, 1.5.09 11:40 
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Registriert: Di, 3.1.06 4:17
Beiträge: 121
Hallo Merle,

bitte nicht böse sein, wenn ich nochmal nachfrage. Ich bin hörend, versuche aber dein Problem zu verstehen. Dazu hab ich noch 2 Fragen. Wo rechnest du denn mit "vorprogrammierten Problemen"? Vielleicht bei den zu erwartenden Nachfragen deiner Kommilitonen? Und wie gleichst du ansonsten im Studium deinen Hör-Nachteil aus (Hörgerät, Schriftdolmi, ...)?

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Viele Grüße

Beri

Das Leben verstehen kann man nur rückwärts, leben muß man es vorwärts.


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