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Autor:  zarah [ Di, 29.4.08 22:09 ]
Betreff des Beitrags:  Vererbung

Hallo,

in meiner Familie ist immerwieder Gehörlosigkeit vorgekommen (urgroßeltern,Tanten...)
Ich bin in der "zweiten hörenden" Generation geboren.

Nun beschäftigt mich das Thema immerwieder...

Was tun wenn ich schwanger werde??

Ich weiß das Gl nichts schlimmes ist und man ganz normal damit leben kann, aber es belastet schon....
Weil die wahrscheinllichkeit sehr hoch ist das meine Kinder nicht hören werden.

Kann mir jemand helfen?
Mich beruhigen?
Erfahrungen vielleicht?

Vielen dank

Autor:  Janabär [ Do, 1.5.08 19:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Hi Zara,

du braucht keine Angst habe ob du bei deiner Schwangerschaft eine Gehörlose zur Welt bringt.

Am besten kläre das mal mit einen Arzt ab, ich kenne fälle wo über 3 Generation keine Schwerhörige oder Gehörlose zur Welt kamen.

Das ist immer Unterschiedlich.

Viele Grüße Janabär :angel:

Autor:  Quotenkrüppel [ Di, 6.5.08 20:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo

Ich glaube ich kann dir zwar nicht wirklich helfen aber immerhin verstehen was du meinst.

Ich bin schwerhörig,vermutlich von Geburt an. Da es sich um eine Sauerstoffmangel-Geburt handelte lag die Ursache auf der Hand.
Bis leider vor zwei Wochen bei meiner nun 18 jährigen Schwester ebenfalls eine mittel- bis hochgradige Schwerhörigkeit festgestellt wurde. Sie hat aber bis vor ca. 2 Jahren noch normale Hörtests geliefert.
Die Ärzte sind nun der Meinung dass es sich wohl um einen Erbschaden handelt. Vorher ist in der Familie noch keine Hörschädigung aufgetreten.

Also du siehst dass es jeden treffen kann.
Geh einfach nach dem Motto "Schaun wir was dabei rauskommt"
Ich werde im Falle einer Schwangerschaft das selbe tun.

Abklären ob es sich um einen Erbschaden handelt kann man leider nicht. Nur durch Vermutungen durch gehäuftes Auftreten.

Gruß
Quotenkrüppel

Autor:  Snootzoga [ Di, 6.5.08 21:53 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Zara,

ich selbst bin von einer recht grossen Familie erst der zweite, der stark schwerhörig ist. Soweit ich das bisher zurückverfolgen konnte, ist der erste (bislang) ein Urgrossvater aus dem mütterlichen Teil der Familie gewesen, der Hörprobleme hatte. Dazwischen waren 2 bis 3 Generationen, wo nichts weiter gewesen ist.

Bei mir selbst ist es ein Hörsturz im Alter von 5 Jahren infolge von einer Krankheit gewesen, hätte also durchaus weiterhin normal hören können, wenn die Krankheit damals rechtzeitig "entdeckt" worden wäre. (Was genau es war, weiss ich heute leider nicht mehr.)

Abgesehen vom Hören/nicht hören kann ich dir nur einen Tip geben:

"Hör auf dein Herz, was es dir sagt."

Lasse dich nicht von "möglichen" Fehlern beeinflussen, ob du später Kinder bekommen möchtest oder nicht. Kinder sind Kinder und das Ergebnis einer Liebe zwischen 2 Personen.

Freundliche Grüsse
Snootzoga

Nachtrag: Die letzten beiden Absätze klingen sehr esoterisch angehaucht, aber ich habe sehr lange über der Formulierung gebrütet, wie man es am besten umschreiben konnte, ohne jemanden allzusehr auf die Finger zu treten. Wem diese beiden Absätze missfallen, der möge mich doch bitte per PM anschreiben, dann ändere ich es.


[Edit 1]: Fehlerkorrektur (gibt es auch bei mir)

Autor:  riverlong [ So, 11.5.08 13:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo, Zara,

ich kann deine Reaktion verstehen. Ich habe in meinem Umfeld junge Eltern, deren Kinder aus nachvollziehbaren Gründen, teilweise auch aus unbekannten Gründen, selbst taub oder schwerhörig geboren sind.
Eine junge Mutter, die in der 2. Generation gehörlos aufgewachsen ist, hat als einzige in der großen Familie, bestehend nur aus Gehörlosen, heute 2 hörende Kinder. Die ganze Familie war überrascht und hatte nun anfangs auch berechtigte Sorgen. Der Gedanke anfangs war, was machen wir mit einem hörenden Kind in der gehörlosen Großfamilie.:))
Heute gehen sie selbstverständlich damit und versuchen den Weg zu beiden Welten zu ebbnen.
Niemand kann voraussagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit sein wird.
Vielleicht hast du in deinem Umfeld Austauschmöglichkeiten mit Eltern, deren Kinder durch die Vererbung gehörlos geboren sind.

Schön, daß du dich damit auseinandersetzt, wie du mit deine Sorgen umgehen kannst.
Was eigentlich belastet dich genau?
Ist das Umfeld oder eher deine eigene Geschichte?
Schöne Pfingsten noch
riverlong

Autor:  Stephi [ Mi, 14.5.08 13:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Vererbung

zarah hat geschrieben:
Hallo,

in meiner Familie ist immerwieder Gehörlosigkeit vorgekommen (urgroßeltern,Tanten...)
Ich bin in der "zweiten hörenden" Generation geboren.

Nun beschäftigt mich das Thema immerwieder...

Was tun wenn ich schwanger werde??

Ich weiß das Gl nichts schlimmes ist und man ganz normal damit leben kann, aber es belastet schon....
Weil die wahrscheinllichkeit sehr hoch ist das meine Kinder nicht hören werden.

Kann mir jemand helfen?
Mich beruhigen?
Erfahrungen vielleicht?

Vielen dank


Ich habe dein Thread schon gelesen, jetzt klaue ich mir die Zeit.

Du hast geschrieben, du weißt, dass das Gl nichts schlimmes ist - ABER es belastet schon.
Kannst du mir näheres erklären, was dich belasten könnte?

Ich glaube kaum, dass dir jemand helfen kann - du bist selbst in der großen Familie "hinein" geboren. Vielleicht würde es dich beruhigen, wenn du mehr Informationen (z.b. über Internet o.Ä.) über Gehörlosen-sein sammelst. Ich kann dir leider keine Erfahrung weiter geben - schließlich habe ich keine Kinder. Ich habe nur gehörlose Eltern, gehörlose Schwester und gehörlose Nichten. Meine Nichten haben damit keine Probleme.

Sorry, wenn ich jetzt direkt bin. Was würdest du machen, wenn dein Kind hörend zur Welt kommt und in späteren Jahren ertaubt ist? Das Schicksal entscheidet, ob dein Kind hörend oder gehörlos sein wird. Alles hat seine Gründe ...

Alles Gute wünsche ich dir auf jeden Fall

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